Christian (SpeakerHeaven Network 4.5)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon Hans-Martin » 08.11.2017, 21:38

chriss0212 hat geschrieben:Würde etwas anstelle einer Schieferplatte gegen eine dicke Aluplatte sprechen? Geht ja beim ankoppeln um Masse...
Hallo Christian,
vorrangig zählt nicht die Masse, sondern deren homogenes oder (im Negativen:) resonanzbehaftetes Verhalten bei verschiedenen Frequenzen, speziell wenn man daran ankoppelt.
Wenn du eine Aluplatte anschlägst, hörst du einen Ton, wie beim Glockenspiel oder Xylophon.
Versuch mal, aus der Schieferplatte einen anhaltenden Ton zu bekommen, die interne Dämpfung macht einen gewaltigen Unterschied.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon shakti » 08.11.2017, 22:10

Aus dem Plattenspieler Basen Bau habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine schwere Stahlplatte sehr gute Ergebnisse bringt. Sollte besser zu Deiner CNC passen, als Stein :-)

Gruss
Juergen
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Beitragvon chriss0212 » 08.11.2017, 22:36

Hallo Hanz Martin

Werde ich mal versuchen... aber ich kann mir noch nicht vorstellen, dass ich einer 30-40 mm dicken Alu Platte mit Kantenlänge 260mm*340mm einen anhaltenden Ton abgewinnen kann.... aber sicher hast Du Recht, dass es länger klingt als ein Stein ;)

Jürgen:
Mal sehen ob ich mit unserer CNC Stahl gefräst bekomme... das ist jetzt nicht die Mega Industrie Portalfräse ;)

Aber evtl. könnte ich ja mehrere Schichten Schiefer verkleben... dann würde es reichen Löcher zu bohren?!

Was meint Ihr?

Viele Grüße und Danke für die rege Beteiligung!

Christian
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Beitragvon Hans-Martin » 08.11.2017, 23:23

Hallo Christian,
eine alternative Herangehensweise könnte die Ankopplung von Masse nahe dem Hochtöner sein, z.B. eine Stahlplatte, die von innen an die Deckplatte des Gehäuses geschraubt ist (davon ausgehend, dass der HT oben platziert ist). Schwimmend gelagerte Hochtöner mit dahinter an den jeweiligen Magneten angedockter Masse können eine Alternative sein.
Die Beschleunigungskräfte, die auf die größte bewegte Masse (TT-Membran + Schwingspule) wirken, verursachen einen Rückstoß, der bei einer elastischen Aufhängung der Box Schwingungen zulässt, die sich dem Hochton überlagern. Lebendigkeit und Auflösung gehen dann zurück.
Umgekehrt betrachtet kann die 0,x g schwere HT-Membran nichts ausrichten, was die Tieftonqualität einschränken könnte.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon chriss0212 » 08.11.2017, 23:47

Hallo Hans-Martin

Zuerst einmal: Sorry, dass ich Deinen Namen etwas verunstaltet habe :cheers:

Die Sache mit dem schwingend aufgehängten Hochtöner macht Sinn... aber ist doch ein größeres Unterfangen ;)

Vielleicht probiere ich wirklich erst mal den "klassischen" Weg: Schieferplatte mit Spikes und drunter was dünneres als die wackeligen Squashbälle zum entkoppeln ;)

Könnte ja dünnere Spikes probieren, dann kann ich Löcher in den Schiefer bohren und die Spikes etwas versenken... oder spricht da was gegen?

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 09.11.2017, 07:46

Je länger man drüber nachdenkt...

Hans-Martin: wenn inner Dämpfung wichtig ist... und Masse kann ja sicher nicht schaden... was ist denn mit Blei?

Denkbar wäre ja eine Sandwichkontruktion aus Blei Platten und irgend einem anderen Werkstoff!? Oder eine Konstruktion gefüllt mit Bleikugeln?

Hier gäbe es zumindest alles was Blei angeht:

http://www.schneider-ass.de/de/bleiprodukte_strahlenschutz.htm

Bin auf Eure Meinungen gespannt ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Horse Tea » 09.11.2017, 09:36

Hallo Christian,

:( Blei ist ein giftiges Metall. Auch wenn es einige Zeit mit kontinuierlicher Exposition braucht, bis sich Vergiftungssymptome zeigen, würde ich freiwillig Blei weder bearbeiten noch in meinem Hörzimmer haben wollen. Ich rate dringend ab.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon chriss0212 » 12.11.2017, 16:52

Neues Spiel neues Glück ;)

Habe den Vormittag genutzt und M8 Rampamuffen in die Lautsprecher geschraubt... Spikes rein und Lautsprecher auf kleine Plätzchen gestellt.

Hab jetzt noch nicht viel gehört aber was man sehr schnell sagen kann:

- Bass schlanker
- alles präziser
- luftiger

Ich werde mir mal ein Sensor zum messen von Schwingungen bestellen und dann mal vergleichen was sich am Gehäuse und Boden im Vergleich Ankoppeln zum Entkoppeln und Mischform aus beidem so tut.

Danke an alle für Eure Tipps und Unterstützung!

Christian
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Beitragvon Salvador » 12.11.2017, 19:17

Jetzt noch die Spikes auf dicke Schieferplatten und die wiederum auf Waschmaschinengummiplatten oder einen dicken Teppich! :-) :cheers:
LG,
Andi
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Beitragvon chriss0212 » 12.11.2017, 19:51

Hallo Andi,

Ich werde mir mal ne Gehsteigplatte besorgen... zum testen billiger ;)

Nach dem, was ich gelesen habe muss das Ergebnis gar nicht besser sein als das reine ankoppeln. Hängt sicher vom Boden ab.

ABER: Versuch macht klug ;)

Frage ist ja auch: Ist es besser die Platte über Spikes anzukoppeln oder vielleicht über anschrauben? Jetzt hab ich ja die Rampamuffen drinn ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Buschel » 12.11.2017, 20:10

Hallo Christian,

meine alten Lautsprecher hatte ich auch erst auf Spikes, die wiederum auf kleinen Plättchen standen, gestellt. Danach habe ich dann die Lautsprecher auf Spikes auf Betonplatten (aus dem Baumarkt), und die wiederum auf einer Waschmaschinengummiplatte platziert. Die Lautsprecher stehen dann aber auch um einige Zentimeter höher. Das kann von Vor- oder Nachteil sein...

Pro:
  • Die Lautsprecher lassen sich leichter verschieben.
  • Beim Verschieben musst du keine Angst mehr haben, dass du die Spikes/Gewinde evtl. abscherst.
  • Der Staubsauger macht keine Macken mehr in den Holzfuß, sondern beisst sich an der Betonplatte die Zähne aus.

Kontra:
  • Die Lautsprecher stehen auf den Waschmaschinengummiplatten wackeliger.
  • WAF-Faktor ist nicht besonders hoch.

Da es mehr Vor- als Nachteile gab, habe ich die Waschbetonplatten behalten bis ich die Lautsprecher gewechselt habe.

Grüße,
Andree
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Beitragvon chriss0212 » 12.11.2017, 22:39

Hallo Andree,

Danke für Dein Feedback. das von Dir genannte Setup steht auch auf meiner ToDo ;)

Ich würde allerdings anstelle einer kompletten Waschmaschienenplatte nur unter die Ecken kleinere Plätzchen legen ;)

Abscheren von M8 Gewinde der Spikes muss man sich wohl wenig Sorgen machen... das schaffen wir nicht so mal eben ;)

Ich werde auch mal probieren was passiert, wenn man die Betonplatte ohne Spikes direkt an die Lautsprecher schraubt... evt. Mit kleinen Distanzhülsen. Direkter kann die Kopplung dann doch eigentlich nicht sein oder?

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Hans-Martin » 12.11.2017, 23:16

chriss0212 hat geschrieben:Ich werde auch mal probieren was passiert, wenn man die Betonplatte ohne Spikes direkt an die Lautsprecher schraubt... evt. Mit kleinen Distanzhülsen. Direkter kann die Kopplung dann doch eigentlich nicht sein oder?

Hallo Christian
sicherlich bietet der Verzicht auf Distanzhülsen noch direktere Kopplung, weil die Bodenplatte stabilisiert wird, und keine Scherkräfte auf die Distanzhülsen wirken.
Ein halber Grabstein hat immerhin zusätzlich den Vorteil einer polierten Oberfläche auf beiden Seiten.

Ich propagiere eine schwere Platte on Top zur Beruhigung der Hochtönerposition, aber man könnte das Argument auch so interpretieren, dass die träge Masse das Kippmoment der Box reduziert, welches von der Antriebskraft der TT-Membran zurückwirkt (Newton), und deren Grundton-initianilisierten Auswirkungen im Obertonbereich deutlich hörbar werden.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon chriss0212 » 12.11.2017, 23:27

Hallo Hans-Martin

In Sachen Scherkräften hast Du sicher recht ;)

Ich dachte nur, dass das evtl. Besser ist, da ja die Betonplatte evtl. Nicht ganz eben ist... dachte auch nur an wenige mm ;)

Schwere Platte bin ich auch bei Dir... aber da spielt dann evtl. doch noch die Optik ne Rolle. Leider sind die Lautsprecher oben nicht quadratisch praktisch gut sondern haben eine stark ausgeprägte Phase.

Viele Grüße

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Beitragvon Twity » 13.11.2017, 00:39

Hi Christian,

wäre das nicht eine gute Lösung ?
Die Traversen wären somit knapp über den Boden und man verliert dadurch nicht so viel Höhe.
Ankoppeln werden sie dann über eine schwere Schieferplatte bzw. deine Betonplatte.

Das wäre für uns doch ein schönes neues Projekt, oder ? :cheers:

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