Eric (German Physiks HRS-130, Abacus C-Box 2)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Eric (German Physiks HRS-130, Abacus C-Box 2)

Beitragvon AudEric » 12.04.2015, 13:54

Hallo liebe aktivierte Musikfreunde, Grüezi Mitenand

Nachdem ich nun doch schon eine Weile registriert bin und fleissig mitlese, schaffe ich es endlich mal meinen Vorstellungs-Thread zu schreiben.

Um es vorwegzunehmen, es steht ja zwar bereits im Betreff, ich bin noch passiv unterwegs ... da ich mich aber erst seit ca. 3.5 Jahren intensiv mit High-End Audio beschäftige, sehe ich das noch als Teil der Lernphase.

Angefangen hat alles vor langer Zeit mit Kopfhörern und MP3s. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern als an der Cebit einer der ersten CD-Player vorgestellt wurde der auch MP3 abspielen konnte. Wow, weit mehr als 20 Lieder auf einer CD, unglaublich ... so ein Ding habe ich dann auch zu Weihnachten erhalten. Und dann die „Revolution“, der iPod von Apple. Harddisk? So klein? Click-Wheel? Was? wow ... Doch dann die Ernüchterung ... erstmal iTunes probiert: wie kann ich, wo kann ich, wie ist es mit ... ah ok ... ein anderes Programm musste her und der iPod kam gar nicht erst ins Haus.

Schon bald fing ich an zu arbeiten (vorher noch Schule, ja ja so war das damals als 85er digital Immigrant, aber fast schon native) und das Budget stieg. Bald kam die Windows-taugliche Abhilfe von Creative, in Form des Creative Zen Touch. Da passte sooo viel Musik drauf. Und irgendwann kamen die ersten „besseren“ Kopfhörer dran, immernoch von Creative, bis ich dann auf die Phonak Audeo stieß. Damit war definitiv der Grundstein gelegt mich etwas mehr mit Musik und der Wiedergabe zu befassen.

Doch ich änderte mein Equipment nicht bis ich vor ca. 3.5 Jahren für 7 Monate in Japan arbeitete und mir dort die Westone 3 In-Ear Kopfhörer zulegte. Mein damaliger Chef lud mich mal zu sich nach Hause ein und zeigte mir seine Audio-Anlage, die er auf Ebay ersteigert hatte. Die einzelnen Komponenten weiss ich nicht mehr, aber die Lautsprecher waren die imposanten B&W 802 Diamond. Von da an wusste ich, sowas muss ich auch haben. Aber wie das so ist in den jungen Jahren, die Wünsche sind grösser als das Budget. Ist aber auch gut so, man soll ja noch Träume haben und den Antrieb haben diese zu verwirklichen.

Nach meiner Zeit in Japan bezog ich meiner erste eigene Wohnung und etwas vom ersten war dann die Anlage. Da ich digital aufgewachsen bin, musste auch was Digitales her, also ein Streamer. Ich informierte mich ein wenig, ging hier und da probehören und landete schliesslich bei einer Kombo aus NAD C446, einem gebrauchten NAD C352 Verstärker (mit Rowen Tuning) und PSB Image T Lautsprechern. Das gekoppelt an eine Synology NAS. Gehört hatte ich den C446 an einem NAD 390DD der das Signal digital eingespiesen erhielt. Der Unterschied war hörbar, aber dennoch hatte ich endlich meine ersten Schritte in die High-End Welt getan.

Ich las mehr und mehr HiFi-Hefte, trieb mich auf Foren rum und merkte, dass ich mit meiner Anlage, preislich, gerade so in der Einstiegs-Region der High-End Welt lag. Ich muss schon sagen, es kann ganz schön kosmische Auswüchse geben, was da teilweise verlangt wird für Equipment oder vor allem für Zubehör ...

Naja, wie auch immer. Bald war ich mit der C446 nicht mehr zufrieden, da sie dauernd Aussetzer hatte und keine Files über 24bit/44kHz spielte. Ich traue mich nicht zu sagen, dass ich den Unterschied zwischen 24bit 44kHz und 192kHz hören würde, aber wenn ich die Musik (z.B. auf HDTracks) nur als 24/192 kriege, habe ich kein Interesse mich damit zu beschäftigen ob mein Streamer das überhaupt abspielen kann. Ich finde es schon mühsam genug, vieles doppelt zu haben, aber als MP3, nur damit ich es im Auto abspielen kann.

Lang habe ich mit Naim (damals die Neuheit NaimUniti) und Linn geliebäugelt bis ich mal die Klimax DSM mit den Klimax 350A auf der HiFi-Messe in Regensdorf hören konnte. Bin zwar kein grosser Bob Marley Fan, aber so echt wie das klang, war ganz schön beeindruckend.

Meine Freundin hatte sich entschieden aus dem Elternhaus auszuziehen und sich eine eigene Wohnung zu suchen, wofür sie natürlich auch eine Anlage haben wollte. Sie liebäugelte mit Teufel und ich sagte ihr sie soll sich doch mal die Linn Produkte anhören. Auch wenn teuer, boten sie meiner Meinung nach einen sehr hochwertigen Einstieg in die Musikwelt und mit den DSM Geräten (fast) eine All-in-One Lösung für den einfach bedienbaren Musikgenuss zuhause. Daran hat sich bis heute zwar nichts geändert, aber heute gibt es ja günstige Streamer wie Sand am Meer. Sie entschied sich dann zur Sneaky DSM mit den Majik 140 Lautsprechern. Ich war natürlich auch glücklich über diesen Entscheid.

Aber das war ja nur für ihre Wohnung. Da wir noch nicht planten zusammen zu ziehen (war ja noch alles frisch) „musste“ ich auch einen anderen Streamer finden. Klar, hätte ich einfach auch die Sneaky nehmen können, da ich aber die Majik schon gehört hatte und wusste was ein Klimax System kann, musste natürlich was Besseres her. ;-)

Habe lange im Internet rumgesucht und mich eigentlich schon auf eine Majik DSM fixiert als ich auf audiomarkt.de eine getunte Akurate DSM sah. Ich dachte erst, hä? was soll das bitte für ein Tuning sein? Die Akurate ist doch schon ein geiles Teil und von Linn. Dann stiess ich auf dieses Forum und nun lassen mich die Gertifikationen nicht mehr los. Habe alle Beiträge zum G-ADSM, G-Sneaky, G-Sonos und G-Oppo in meinen Ferien gelesen (die Freundin hatte nicht so Freude ...) und wusste, sowas muss es als nächstes werden. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Gert und alle anderen, die sich an diesen Beiträgen beteiligt haben, die Analysen und Diskussionen sind einfach nur geil zum Lesen. Zum Hören weiß ich leider noch nicht, aber das soll sich bald ändern ...

Während dem Lesen der Beiträge wurde ich erst richtig auf die aktiven Lautsprecher aufmerksam und möchte nun durch Eure Erfahrung und die Interessanten Beiträge meine Audio-Kette in diese Richtung weiter entwickeln.

Weiterentwickeln sollen sich aber nicht nur die Wünsche, deshalb habe ich mich auch vermehrt mit Akustik, Raum-Akustik, Lautsprecherbau, etc. angefangen auseinander zu setzen. Blöd nur, dass ich erst jetzt damit angefangen habe, da ich mich schon ab und an die Frage stelle warum ich nicht sowas studiert habe und mich in der täglichen Arbeit mit viel (Ent-)Spannenderem beschäftige.

Ich denke ich sollte diese Vorstellung langsam mal zu Ende bringen ... Die letzten 2.5-3 Jahre waren musikwiedergabetechnisch die spannendesten und freue mich durch Euch und dieses Forum auf weitere spannende Jahre und stetig steigendem Musikgenuss. Hoffentlich mit einfachen Bedienmöglichkeiten, mit alles könnenden Lautsprechern und Wiedergabegeräten und auch weiteren Genuss in der stetig wachsenden mobilen High-End Wiedergabe-Welt.

Mittlerweile bin ich mit der Freundin zusammengezogen und das aktuelle System besteht aus:
- Oppo BDP-105D
- Sneaky DSM
- NAD C352
- Rowen Oktagon Kabel
- Majik 140

Zukunftswünsche:
- Netzfilter und weiteres Zubehör
- Anpassung der Raumakustik
- Aktive LS wie AGM, B&M, Linn Klimax, etc.

Ich danke Euch für das Durchlesen meiner Vorstellung und freue mich den einen oder anderen auch mal persönlich zu treffen um zu fachsimpeln. :cheers:

Liebe Grüsse
Eric
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Beitragvon beltane » 14.04.2015, 19:56

Hallo Eric,

habe gerade gesehen, dass Dich bei uns noch niemand begrüßt hat. Herzlich willkommen also hier im Forum.

Welche Musik bevorzugst Du?

Bzgl. der von Dir genannten Themen wie Raumakustik und vor allem Lautsprecher wirst Du viele Informationen in vielen Threads finden und sicher auch die richtigen Ansprechpartner. Viel Spaß dabei.

Zu Netzfiltern gibt es ja sehr verschiedene Meinungen hinsichtlich deren Wirksamkeit. Kennst Du die Produkte von Gigawatt? Kannst Du Dir auf http://www.hgfa.de mal anschauen.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Lefreck » 15.04.2015, 17:47

Hallo Eric,

Auch von mir ein herzliches Hallo. :cheers: Lässt die Freundin den ganzen Linn-Kram kaufen. :shock: Nicht schlecht, so ne Freundin hatte ich NIE. :oops: Dir ist ja klar dass Du/Ihr die Majik 140 auch aktiv betreiben könnt? Ist zwar verkabelungstechnisch ein bisschen aufwendig, aber lohnt sich, wenn Dir die Majik 140 Spass machen... Ich bin gespannt, wie es bei Dir weitergeht: Der Oppo wäre ja auch schon für eine Gertifizierung vorhanden oder evtl. der Sneaky DSM (wobei ich nicht sicher weiß ob Gert die Mod für den anbietet) ...
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Beitragvon AudEric » 16.04.2015, 22:35

beltane hat geschrieben:Welche Musik bevorzugst Du?

Zu Netzfiltern gibt es ja sehr verschiedene Meinungen hinsichtlich deren Wirksamkeit. Kennst Du die Produkte von Gigawatt? Kannst Du Dir auf http://www.hgfa.de mal anschauen.

Hallo Frank

Vielen Dank für die nette Begrüssung. :D

Stimmt, die bevorzugte Musik habe ich vergessen zu erwähnen:
Bin glaube ich eher breit aufgestellt und immer wieder offen für Neues. Höre eher selten Klassik, manchmal Jazz, und wahrscheinlich am meisten Pop/Rock, das läuft auch meistens dann als Hintergrund-Musik. Bei den Interpreten komme ich immer wieder Mal zu Diana Krall, Susan Wong, Jason Mraz, Katie Melua, Oh Land, Ottmar Liebert, Prince und allen voran Lana Del Rey. Habe früher mehr Katie Melua gehört als jetzt, was komischerweise daran liegt, dass je besser die Anlage wurde, umso schlechter die Aufnahmen klangen. Hört hier evtl. auch jemand Katie Melua und kann ähnliches bestätigen?

Vielen Dank für den Link zu Gigawatt, die kannte ich noch nicht. Ja, bin über die geteilten Meinungen im klaren. Habe in meiner alten Wohnung mal "spasseshalber" alles was nicht mit Audio zu tun hatte, also alles ausser Streamer und Verstärker, an einer anderen Steckdose am anderen Ende vom Raum eingesteckt und habe definitiv einen Unterschied gehört. Der Bass war definierter, klang kraftvoller, hat mich schon etwas erstaunt. :shock: Leider weiß ich nicht, ob diese Dose auch an einer anderen Sicherung war als die andere. Im neuen Setup vermisse ich etwas "punch" :? im Bass und hoffe mit einem Netzfilter wieder ähnliche Effekte zu erhalten. Ich nehme an Du hast mit Gigawatt gute Erfahrungen gemacht? Welche Produkte hast Du probiert/benutzt Du?

Lefreck hat geschrieben:Dir ist ja klar dass Du/Ihr die Majik 140 auch aktiv betreiben könnt?

Auch Dir Lefreck, vielen Dank für die Begrüssung. Ja ich war etwas erstaunt als sie so viel Geld dafür auszugeben bereit war, aber alles weitere findet sie jetzt auch nicht mehr notwendig, da muss ich noch etwas überzeugen. Zumindest hat sie den Unterschied gehört zwischen dem Verstärker der Sneaky DSM und dem NAD C350. Und da ich ihr erlaubt habe ihren Schminktisch ins Schlafzimmer zu stellen, darf ich mir auch neue Lautsprecher kaufen, die dann aber nicht die Haushaltskasse bealsten dürfen (das wird der schwierige Teil).

Die Majik 140 aktiv zu betreiben ist mir ein zu grosser Aufwand. Möchte eher eine kurze Kette anstreben. Da glaube ich ist das Geld besser in anderen, von Grund auf aktiven Lautsprechern besser angelegt. Aber lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Habe gelesen, dass es für die Majik ja auch bereits das Exakt Update geben soll, zumindest über die Exaktbox die dann zB. an einer Majik DS mit Exakt Link angeschlossen wäre, was aber dann definitiv in Preisklassen einer B&M Prime 8, die ich jetzt als "höherwertiger" eingeschätzt hätte. Was ist Deine Erfahrung mit der Aktivierung der Akurate 242?

Die Gertifizierung des Oppos wird definitiv kommen, aber bin noch an Möbel- und Deko-Projekten dran, weshalb das Upgrade noch etwas warten muss. Die Sneaky wird eigentlich nur noch für das Songcast verwendet. Ist für die Freundin einfacher auf Youtube was zu schauen/hören und einfach auf das Symbol zu klicken. Mit der Space Optimisation hat die Sneaky zwar jetzt durchaus einen weiteren Vorteil gegenüber dem Oppo, aber das Signal könnte ich ja auch zum Glück digital an den Oppo weiterleiten. Das werde ich dann tun, sobald die Gertifizierung gemacht ist.

Ah, den Hörraum habe ich auch vergessen zu erwähnen.
Es handelt sich um das Wohnzimmer mit angrenzender Küche in offener Bauweise. Der Hörraum wird also für lümmeln, TV, Kino (mit Projektor und Motorleinwand) und Audio verwendet. Daher muss alles auch "stimmig" aussehen und kann nicht nur auf möglichst gute Audiowiedergabe getrimmt werden. Der eigentliche Hörbereich ist ca. 5m breit, 4.7m tief, die Decke 2.45m hoch und die linke Seite ist fast komplett eine Glasfront. Die Lautsprecher sind an der Hörmitte orientiert, also etwas links-versetzt. Hörmitte ist von der linken Wand ca. 2m, mit Hörabstand zu den Lautsprecher von ungefähr 4m, die LS stehen etwa 3m auseinander. Skizze/Bilder folgen noch.
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Beitragvon beltane » 17.04.2015, 06:05

Hallo Eric,

ich selbst kann zu den Gigawatt Geräten keine Aussagen treffen. Ein guter Freund von mir schwört auf diese Geräte und die Netzkabel. Er bevorzugt die Gigawatt Kabel nach einem Test bspw. gegenüber den Vovox Kabeln und hat vor kurzem das Gigawatt PC3 durch das PC3 Evo ersetzt.

Der Händler ist der Auffassung, dass Gigawatt deutlich besser sei als PS Audio. Ich würde das einfach mal testen.

Bzgl. Katie Melua kann ich Deine Eindrücke insofern bestätigen, dass bestimmte Bereiche wie Bass und S-Laute zu stark im Vordergrund stehen und eine Anlage - je besser sie ist - dies auch beim Hören deutlich werden lässt.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Hans-Martin » 19.04.2015, 21:52

beltane hat geschrieben:Bzgl. Katie Melua kann ich Deine Eindrücke insofern bestätigen, dass bestimmte Bereiche wie Bass und S-Laute zu stark im Vordergrund stehen und eine Anlage - je besser sie ist - dies auch beim Hören deutlich werden lässt.

Das sind beides typische Nebenwirkung von Dynamikkompression. Begleitinstrumente wie Bass werden lauter und rücken nach vorn, weil Hallanteile/Rauminformation, zu den leisesten Geräuschen gehörend, abgeschwächt werden.. Und die Zischlaute (sonst zwischen -40 und -20dB) werden schon mit angehoben.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon AudEric » 23.04.2015, 12:24

Hallo Zusammen

Vielen Dank für die Antworten.

Hat jemand hier schon die Erfahrung gemacht, durch hochwertiges Equipment plötzlich gewisse Lieder nicht mehr zu mögen, weil "Fehler/Unsauberkeiten/Kompression" zu gut erkennbar waren? Ich nehme an, dass das nicht im Sinne der Künstler ist und frage mich auch ob die das wissen und ob sie mit der aktuellen Entwicklung zu HD-Downloads und HD-Streaming, sich mehr "Mühe" geben bei der Aufnahme und/oder dem Mastering.

Nun zu was Anderem:
Viele von Euch stellen ja Fotos von ihrem Hörbereich rein, gerne möchte ich dem Folgen. Ich schaue mir gerne Eure Bilder an, um Ideen zu sammeln und mag besonders die DIY Projekte beim Erstellen neuer Hörräume. Mein Raum ist leider wie oben beschrieben, ein multi-purpose Zimmer, daher kann ich bisher nur begrenzte Verbesserungen tätigen. Was sicherlich folgen wird:

1. Andere Vorhänge "mit akustischem Einfluss".
2. Hinter dem Sofa ein DIY Aufbau mit Diffusoren und Absorbern in Anlehnung an Bits Wall von Abstracta.

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Sicht aus der Hörposition

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Panorama

SpaceOptimisation hat folgende Korrekturen vorgenommen, die wenn über die Sneaky gespielt deutlich greifen. Sehr gut zu hören beim Lied Funknroll von Prince, bei 00:00:20.

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Falls ihr Vorschläge habt zur Verbesserung, nehme ich diese gerne entgegen. :D

Viele Grüsse
Eric
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Beitragvon v_erich » 23.04.2015, 13:52

Fliesenboden :-(
Fensterfront :-(
nackte Wand hinter Hörplatz und Sofa knapp davor :-(
großer TV und Glasfronten zwischen den Lautsprechern :-(

Da ist noch viel Potential der Anlage nicht hörbar.

Schöne Grüße,
Erich
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Beitragvon AudEric » 08.05.2016, 01:03

Hallo liebe Forenten

Lang ist es her seit dem letzten Update zu meiner Hörsituation, es hat sich einiges getan.
Gerne möchte ich die Fortschritte mit Euch teilen und bin gespannt auf Eure Anregungen, Vorschläge und auch Kritik.

Akustische Massnahmen
Ich habe zuvor bereits berichtet, dass akustische Massnahmen in Form von Absorbern geplant sind. Wir haben lange Standard-Produkte gesucht (WAF musste zu 100% gegeben sein) und sind zwar fündig geworden bei den Abstracta Bits Wall Modulen, die aber zu gross (ca. 50x50cm) und zu teuer (ca. 250.- CHF pro Modul) waren. Wir haben wirklich viele Module angeschaut und ich muss sagen es gibt heutzutage wirklich viele tolle Produkte, die meisten aber eher für geschäftliche Räume als für den Haushalt ausgelegt. Zunächst wollten wir mit der Firma „Der Schaumstoffdiscounter“ eine ähnliche Form bauen lassen, in den gewünschten Farben, jedoch konnten sie fertigungsbedingt unsere Vorgabe der Toleranz nicht einhalten. Sie haben uns maximal +/-5mm versichert, was aber bei einer Zusammenstellung der Module wie wir sie planten, also Kante an Kante, zu einem optisch schlechten Ergebnis geführt hätte. Aber ihr Angebot ist vielfältig und sie bieten auch die Möglichkeit Module zu fräsen und zu färben.

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Fündig wurden wir dann endlich bei Artnovion LoaSquare (ca. 30x30) die wir bei Hörzone bestellt haben. Da die Dinger nur in Sets a 12 Stück verkauft werden und wir eigentlich 4 verschiedene Farben wollten und eine davon (rot) eine Sonderanfertigung gewesen wäre, für die 12 Stk. Abnahmemenge zu wenig sind, haben wir uns auf 3 Farben begrenzt. Wir haben anhand einer Collage in Excel versucht ein geeignetes Muster in Farbe und Form zu finden, welches aber auch eine grosse Absorptionsfläche bot.

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Soweit mal die Planung… Die Umsetzung gestaltete sich dann etwas schwieriger, da die Module, trotz Serienfertigung eine grosse Streuung aufweisen. Die Masse stimmen nur zu ca. +/-3mm und die Bohrloch-Angabe in der mitgelieferten Zeichnung ist über 10mm daneben. Sowas geht mir als ehem. Produktionsingenieur ziemlich gegen den Strich. Glücklicherweise habe ich das noch bemerkt bevor ich die Bohrlehre erstellte, aber dennoch war die Montage ein langes Prozedere mit austauschen von Elementen gleicher Farbe, damit alles passte. Das erste Aufhängen alleine hat mich deshalb ca. 3 Stunden gekostet
Die Bilder zeigen Euch ein wenig die Vorgehensweise und wie die Wand inkl. Beleuchtung zum Leben kam.

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Ihr fragt Euch sicherlich was nun die Wirkung ist. Ja wie soll ich sagen… Wirkung vorhanden und im Vergleich zu vorher höre ich die Musik klarer/sauberer. Ob die Module nun die beste Lösung sind oder die Umsetzung die optimalste für den Raum ist, kann ich nicht sagen. Andere „baulichen“ Optmierungen werden (bisher) von der Regierung nicht freigegeben, daher blieb mir nichts anderes übrig.

Ich habe zwar mal eine Messung gemacht, die war aber auch vor der Aktivierung der Majik 140, daher kann ich diese nicht so gut vergleichen. Allerdings habe ich nach dem Aufbau Messungen gemacht, um die einzelnen Pegelsteller der 8 Kanäle einzustellen. Leider habe ich jeweils in der Messung nur seeeeehr kleine Änderungen auf dem Computer feststellen können, im Gegensatz zu dem Gehörten, weshalb ich dann auf weiteres verfolgen von Messungen verzichtet habe. Auch als wir die Vorhänge „mit akustischer Wirkung“, aber vor allem nahezu kompletter Verdunkelung, aufgehängt haben.

Technik
Kommen wir zur Änderung im Setup
Nachdem ich Gerts 3.3, 5.4 und 7.4 gehört hatte, war ich schon ziemlich angefixt um bei mir etwas zu ändern. Da haben Gert und Michael echt super Monitore gebaut. Gerne hätte ich mir ein Pärchen 4.4 geordert, jedoch kamen zu dieser Zeit einige Hiobs-Botschaften in unserer Unternehmung, weshalb ich mich entschied keine grösseren Investitionen zu tätigen und einen Plan B vorzubereiten.

Dennoch war ich stark angefixt und wollte etwas am Setup ändern. Die Bucht verhalf mir zu 2 günstigen Majik 4100 Verstärkern und Aktivkarten. Als Kabel verwende ich nun die ViaBlue SC-4.

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Das G-Oppo Signal leite ich über ein Dämpfungsglied und Linn Black RCA Kabel zum Super Tweeter, dann intern zum Tweeter, extern zum Mid, auch über Linn Black und wieder intern zum Bass.
Was meint ihr dazu?
Macht es nicht mehr Sinn alles intern oder extern zu verbinden?
Macht es eventuell Sinn mittels zweier Y-Splitter pro Seite „direkt“ in die einzelnen Kanäle?

Die Aktivierung hat mich klanglich wieder weiter gebracht, auch wenn ich Kosten/Nutzen der Neu-Preise stark in Frage stellen muss. Hätte ich die Verstärker und Karten neu gekauft, hätte ich für den Preis einen grösseren Unterschied erwartet.

Vor kurzem habe ich auch noch eine Netzfilter-Leiste ausprobiert, die Isotek Evo3 Sirius, wobei ich klar einen Unterschied feststellen konnte, jedoch gefiel es mir am besten wenn die Verstärker nicht gefiltert waren und nur der Oppo gefilterten Strom gekriegt hat. Sobald die Verstärker an der Filterleiste hingen, musste ich einiges Lauter stellen um den gleichen Pegel zu erreichen. Die Musik klang auch etwas „ausgedünnt“. Daher wanderte die Leiste wieder zurück zum Händler (freundlicherweise wurde sie mir zum Testen ausgeliehen).

Beschallung der Nebenräume
Im Schlafzimmer spielen nun Abacus C-Box 2 in schwarz und im Arbeitszimmer in grün. Beide Paare habe ich von netten Forumskollegen kürzlich erstehen können. Die Frösche (die grünen) spielen über einen Oppo HA-2 den ich auch für unterwegs verwende, die schwarzen hängen an einer Sneaky DSM.

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Leider gibt es aber bei der Sneaky ein Problem. Sie rauscht enorm über die Line Ausgänge. Eine Rückfrage bei Linn durch meinen Händler des Vertrauens hat mein Bild von Linn ziemlich besudelt. Ihre Antwort zum Rauschen (die Sneaky DSM des Händlers hat genauso gerauscht über die Line-Out, mit ausgeschaltetem internen Verstärker) war, dass sei nichts was korrigiert werden müsse, da die Line-Out nicht dafür gemacht sind, sondern eher um Kopfhörer oder Subs anzuschliessen… verstehe nicht, warum dann ein Rauschen akzeptabel sein sollte…
Kennt ihr dieses Problem? Habe temporär die Dämpfungsglieder die ich beim Oppo verwende eingesetzt und ja, das Rauschen wird reduziert, jedoch würde ich gerne das Problem an der Wurzel behandeln.

Steuerung / Features
So, mit 3 Räumen die nun beschallt werden, hätte ich mir eine „einfache“ Lösung zur Bedienung und Multiroom-Möglichkeit erwünscht. Leider habe ich noch keine Möglichkeit oder App gefunden, die alle Bedürfnisse abdeckt. Es gibt zwar Apps mit denen beide Streamer angezeigt werden, jedoch lassen sich über keine App beide Streamer gleichzeitig mit Musik füttern. Ist das wirklich so schwierig? Und warum will jeder App-Programmierer und Hersteller nur seine eigenen Streamer steuern?

Steuern ist das Stichwort. Die Oppo Media App ist… schwach… gelinde ausgedrückt. Ich finde es sehr schade, dass die potente Hardware hier nicht mit geeigneter Software unterstützt wird. Wenn der Oppo doch schon Medien vom Server abspielen kann, dann sollte er das doch auch „schön“ können, sprich für Filme ähnlich wie Plex oder DS Video (für Synology Nutzer). Für Audio-Anwendungen sollte es doch meiner Meinung nach bereits von Oppo aus eine geeignete Oberfläche geben.

Ich bin mir bewusst, dass es genügend Drittanbieter-Apps gibt, die einen Oppo steuern können, jedoch zeigen meine bisherigen Erfahrungen damit, dass es nie so gut sein wird, wie eine proprietäre App. Vielleicht ist auch das der Grund warum die Hersteller nur ihre eigenen Geräte steuern können, um sicherzustellen das es funktioniert.

Trotzdem wollte ich mal ausprobieren, was hier im Forum ja öfters mal verwendet wird und habe den Bubble Upnp, Minim Server und die Lumin App installiert. Hat nach einigen Installationsschwierigkeiten ganz gut geklappt und ich fand es lässt sich super bedienen. Voller Freude wollte ich meiner Freundin zeigen wie toll man jetzt die Musik (zumindest im Wohnzimmer) steuern kann und genau in dem Moment muss die App sich verabschieden… so wird das nix…

Da der Oppo kein Radio hat, habe ich ihm mittels einem Jonga A2 über Coax angeschlossen, die Bluetooth und Internetradio Möglichkeit „beigebracht“. Leider nochmals eine App für eine simple Funktion. Habe mir auch überlegt für diesen Zweck und für die bessere Bedien-Oberflächen den Aria Kit für den Oppo zu kaufen, jedoch schienen mir die knapp 1000.- EUR doch etwas viel dafür. Hat jemand von Euch Erfahrungen damit sammeln können? Aktuell überlege ich den Oppo für die Musik nur noch als DAC zu nutzen und ihm einen Bluesound Node 2 vorzuschalten, da ich da die Bedienung für sehr gut empfinde und ein Multiroom günstiger bewerkstelligt kriege.

Zumindest funktioniert Tidal bei meinen beiden Streamern ganz gut und so hören wir nun grösstenteils Musik darüber statt die vom Server. Ich bin zwar der Meinung einen Qualitätsunterschied zu hören, ob das nun vom Server kommt oder von Tidal, aber für die Hintergrundbeschallung reicht es. Ich war zu Beginn sehr angetan über die Vielfalt der Auswahl und bin aktuell etwas wenig begeistert über die Hip-Hop-lastige Info bei den Neuigkeiten. Jedoch merkte ich schnell auch, dass mir irgendwie die „Bindung“ zum Interpreten fehlt. Zuvor habe ich auf Youtube mal in neue Musik reingehört, vllt. In MP3 runtergeladen und wenn mir die Musik gefallen hat, habe ich das Album auf HD Tracks oder anderen HD Download Diensten gekauft. Irgendwie gab mir das, das Gefühl dem Künstler etwas Gutes zu tun, ich kenne keine genauen Zahlen, aber ich hätte gedacht der Künstler kriegt so am meisten vom Kuchen ab. Heute mit der Verwendung von Tidal vermisse ich komplett diese „Bindung“ zum Künstler. Es ist (fast) alles vorhanden, auf Knopfdruck und ich zahle nichts zusätzlich ob mir die Musik nun gefällt oder nicht. Wenn sie mir gefällt landet der Künstler in den Favoriten. Einerseits ist es toll schnellen Zugang zu so viel Musik zu haben, jedoch vermisse ich wirklich das Gefühl, dem Künstler damit etwas Gutes zu tun und mich mit meinem Beitrag für seine Musik zu bedanken. Aber ja ist nur ein Gefühl von mir, vielleicht hat der Künstler davor ja auch nicht mehr davon gehabt.

Habe aktuell noch die Chrome Cast Audio ausprobiert. Ist zwar ein gut gemacht kleines Ding, aber die Multiroom-Fähigkeit ist auch hier nicht gut umgesetzt. Gruppierungen sind statisch, will heissen, dass jede Zone vorher definiert werden muss und nicht während dem Abspielen ein weitere Player dazu oder weggenommen werden kann. Darüber hinaus kann die Lautstärke nicht einfach einzeln für jede Chromecast gesteuert werden.

So, ich denke das reicht jetzt Mal, bin gespannt auf Eure Anregungen und Kommentare.
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Beitragvon beltane » 08.05.2016, 06:33

Hallo Erich,

ich habe zu Deiner Aktivierung die folgende Frage: Nach meinem Verständnis hast Du 2 Verstärker gekauft. Damit stehen je Kanal zwei Endstufen zur Verfügung. Trennen die Aktivkarten in einen Bass- und einen Mittel-/Hochtonbereich?

Bzgl. Raumakustik möchte ich noch einmal die Hinweise der anderen Forenten aus dem letzten Jahr aufgreifen:

- Ein hochfloriger Teppich würde sicherlich helfen. Oder ist dies aus Geschmacksgründen bei Deiner Frau und/oder Dir selbst nicht umsetzbar?
- Vor die Fernseherfläche könntest Du während des Hörens eine passende Platte aus dämmendem Material stellen, die ansonsten in der Wohnung verstaut wird.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon AudEric » 08.05.2016, 22:26

Hallo Frank

Danke für Dein Rückmeldung zu weiteren Optimierungsmöglichkeiten.
Der Teppich ist eigentlich schon hochflorig, ist aber auf dem Bild nicht so gut zu sehen. Ich habe den Teppich bereits auf Gerts anraten noch ein wenig weiter zu den LS gezogen, als auf dem Foto ersichtlich.
Einen Unterschied habe ich leider nicht gehört. Ein anderer Teppich kommt vorerst nicht in Frage, da er den Geschmack meiner Freundin sehr gut trifft.

Ich habe mal vor den Fernseher Absorber Module hingestellt und auch die Wohnwand mit den verbleibenden 6 schwarzen Loa Square abgedeckt. Ich habe zwar einen Unterschied feststellen können, ich meinte die Bühne wurde grösser, jedoch müsste ich mir zuerst was konstruieren, dass ich bei Gelegenheit immer auf die Wohnwand stellen kann. Vielleicht nehme ich das noch auf die Liste. Danke :-)
Wenn ich die vielen Fotos von Hörräumen anschaue, müsste ich aber wohl eher einen Diffusor statt einem Absorber da hin stellen. Ich informier mich mal weiter.

Zu den Verstärkern:
Ja korrekt, je Kanal 1 Verstärker, ausgestatt mit je 4 Aktivkarten, jeweils eine für jeden Treiber. Also Super Tweeter, Tweeter, Mid und Bass haben alle ihre eigene Karte. Am Verstärker kann dann pro Karte/Treiber, jeweils der Pegel in 4 Stufen fein-eingestellt werden.

Liebe Grüsse
Eric
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Beitragvon AudEric » 19.03.2017, 23:59

Hallo Zusammen

Wieder mal ein Update von meinem "Hörraum".

Wie vielleicht im Marktplatz zu sehen war, habe ich mich neu ausgerichtet. Die Linn Majik 140 kamen an ihre Grenzen und das Klangbild begeisterte mich nicht mehr, nachdem ich doch viel anderes im Verlauf des letzten Jahres hören durfte.

Ich hatte die Trifon 3 probeweise bei mir, die mir aufgezeigt hat wie viel doch mit guten Aktivlautsprechern geht. Es hätte dann die 3S, 5S oder auch die 5X werden sollen. Jedoch hatte sich auch mit der Zeit das Problem des Sweet-Spots gezeigt, da in der aktuellen Hörsituation oft die Musik in der Küche, oder am Ess-Tisch gehört werden wollte. Daher haben wir uns im November letzten Jahres, einen netten Verkäufer von German Physiks ins Haus geholt.

Er hatte die Unlimited MKII und die HRS-130 mitgebracht. Bereits die Unlimited zeigte was so ein Rundstrahler gut kann. Die Räumlichkeit ist schlicht faszinierend. Von der Musik so umhüllt zu werden hatte seinen Reiz, sowie in der Küche und am Tisch keine Einbussen in den Höhen zu haben, auch. Meine Freundin war ja zunächst skeptisch als ich ihr erzählte das jemand vorbei kommt um Lautsprecher vorzustellen. Sie bezweifelte überhaupt einen Unterschied zu hören. Während der Vorführung war sie dann aber sehr begeistert und meinte: "joa, sehr gut, entscheide Du, aber die Grossen klingen schon besser..." :cheers: Also wurden es die HRS-130, in weiss-matt, damit wir dem bisherigen Farbkonzept treu blieben. Wir sind beide Star-Wars-Fans und finden, dass die Lautsprecher auch besser zu den in der Wohnung verteilten Fan-Artikeln passen. :lol:

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Nachdem wir die HRS-130 gemäss Handbuch 200h haben einspielen lassen, geniessen wir wieder gute Musik rund um die Lautsprecher. Zum TV und im Stand-by bleiben sie nahe an der Wand um nicht zu stören (ich schaue kein TV). Beim Film werden sie etwa 1,2m von der Rückwand weggeschoben und bei intensiven Hörsessions etwa 1,5m. Die LS stehen auf Spikes, diese wiederum auf Filzscheiben, damit die gut verschoben werden können.

Nach ein paar Wochen intensiven Hörens, merke ich aber das mir nun doch wieder etwas fehlt. Die Spritzigkeit, der Druck, vorallem im Bass, das stimmt noch nicht so ganz. Die C-Box 2 spielt "freudiger". Um zu schauen, was da noch so geht, habe ich bei Abacus zwei 60-120D zur Probe bestellt. Ist schon erstaunlich, das zwei dieser Verstärker mehr kosten als eine Majik 4100, aber die Musik viel besser klingt. Der Bass war nun spritziger, tiefer und der Hochton präziser. Dann habe ich meinen alten NAD C350 Rowen Swiss Edition angeschlossen, der trotz viel weniger Leistung, meinen Geschmack besser traf als die Majik 4100 aber noch weit weg vom 60-120D war.

Danach war ich bei einem Freund die neuen Avantgarde Acoustics Zero OneXD hören und wurde wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht. Leise hören mit Hörnern ist ein Traum, laut hören umso mehr. Bei niedrigen Pegeln so viel zu hören hat mich schon nachdengklich gemacht. Liegt das "nur" am Horn? Oder "nur" daran dass es ein Aktiv-LS ist? Sicherlich die Kombination von beidem. Ich wusste nun aber, auch bei mir geht mehr.

Somit habe ich den Entschluss gefasst, die HRS-130 zu aktivieren und nach dem kurzen Ausflug ins passive Lager, wieder Aktiv zu werden. Nun bin ich mir nicht sicher, ob ich das mit Verstärker und DSP von der hifiakademie machen soll, die für Aktivierungen mit German Physiks zusammen arbeitet, oder ob ich das in die kompetenten Hände der Abacus electronics geben soll. Was meint Ihr dazu? Kostentechnisch sind beide Varianten günstiger als meine beiden Majik 4100, die entfallen würden, daher soll nicht der preisentscheidend sein. Die hifiakademie 4-Kanal Endstufe mit DSP wäre sicherlich sehr interessant, da fast schon Plug&Play, aber gehört habe ich sie noch nie.

Die C-Box 2 die ich habe, begeistert mich jedesmal wenn sie läuft. Aber höre immer ein leises Rauschen, was ich auch bei der Trifon 3 gehört habe, sowie als ich die 60-120D an den HRS-130 angeschlossen hatte (ok, hier hatte ich was falsch gemacht, da ich mir nicht zutraute die Pegel der beiden Kanäle/Verstärker gleich einstellen zu können, habe ich sie voll aufgedreht. Gemäss Hr. Sonder, grober Unfug). Jetzt befürchte ich aber, dieses Rauschen auch bei einer Aktivierung mit Trifon Modulen zu hören. Die anderen Aktivierungen mit Abacus-Modulen im Forum habe ich alle gelesen und keiner berichtet von Problemen mit Rauschen, daher könnte es ein "lokales" Problem bei mir sein.

Was meint ihr, welchen Weg soll ich gehen? Aktivierung mit hifiakademie oder Abacus Trifon Modulen? Oder doch die Räumlichkeit an mehreren Orten sein lassen und auf die Trifon 5X umsteigen?

Habe noch, wie auf den Fotos zu sehen, den Vorschlag umgesetzt, vor dem Fernseher Diffusoren zu platzieren. Mit erstaunlicher Wirkung, die leider wegen fehlendem WAF nur selten zur Anwendung kommt.

Grüsse
Eric
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Beitragvon Mr. Mike » 26.03.2017, 08:02

Hallo Eric,

Glückwunsch zum aktuellem Set-up! Die German Physics fand ich schon immer sehr reitzvoll. Heute, auf der High End on Tour in Darmstadt, werde ich sie mir zum ersten Mal anhören können - bin sehr gespannt!

Ich besitze (beides nicht die aktuellsten Modelle) sowohl ein Abacus 60-120 wie auch eine HiFi Akademie Endstufe mit passendem DSP-Modul. Beides gute Geräte.

DSP mit HiFi-Akademie:
Das DSP Modul in meinem HiFi-A. PowerAmp stellt eine zweite Signalwandlung dar, wenn ich das richtig verstehe. Meiner Meinung nach verliert die Musik hier einiges, der Sound hat mir dannach garnichtmehr gefallen. Besser ist es , das Signal vor der AD-Wandlung im DAC zu verändern (Also per DSP anzupassen). Hierfür finde ich den HiFi Akademie DAC/cdPlayer/net/player reizvoll, weil er alle Digitalzufütterungen mit dem DSP berücksichtigen kann. Also auch live digital Radio, TV, Blu-Ray.... Ich glaube, das geht mit sem hier im Forum so beliebtem Accurate nicht?

Grüsse

Michael
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Beitragvon Zwodoppelvier » 26.03.2017, 10:10

Hallo Eric,

ohne eine GP selbst gehört zu haben - die von Dir etwas vermissten Eigenschaften "Spritzigkeit", "Druck" dürften schlicht der Tatsache zuzuschreiben sein, daß der das Ohr treffende Schall nur zu einem sehr geringen Teil Direktschall ist. Das Gros erreicht den Hörer verzögert und zeitlich gestaffelt; dynamische Vorgänge werden hierdurch auseinandergezogen, die Energie auf der Zeitachse verteilt.

Hinzu kommt noch die weit auseinanderliegende Positionierung von DDD-Wandler und indirekt abstrahlendem Tieftöner, welche der Homogenität abträglich ist bzw. ihrerseits die Reproduktion und Wahrnehmung eines Impulsereignisses verschmiert.

Solch ein System hat derart andere Eigenschaften als ein gerichtet abstrahlendes Hornsystem, daß ein Hörvergleich m.E. allenfalls helfen kann, die eigene Präferenz auszuloten.

Bevor Du viel Zeit und Aufwand in eine Aktivierung steckst: überlege vielleicht, ob nicht eine Aufstellung zweier gerichteter abstrahlender Boxenpaare zielführender wäre - größere Fullrange-Boxen im Wohnzimmer für den konzentrierten Musik-/Filmgenuß, kleinere (ggf. wandhängende) für die Beschallung des Ess-/Küchenbereichs.

Falls Du doch aktivierst: die GP-Chassis, gerade der DDD, weisen wohl eine geringe Empfindlichkeit auf. Da sollte Rauschen noch weniger ein Problem darstellen als bei anderen Anwendern.

Viele Grüße
Eberhard

P.S.: es wird selten offen ausgesprochen, aber brauchbare Stereophonie an unterschiedlichsten Hörpositionen im Raum - erst recht bei ineinander übergehenden Räumen - ist praktisch nicht realisierbar.
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Beitragvon wgh52 » 26.03.2017, 10:24

Hallo Michael,

falls ich recht verstehe, gehen Deine digitalen Quellsignale erst in einen DAC (mit einem dig. Umschalter?), dann analog in den HiFi Akademie Poweramp mit DSP-Modul Zusatzkarte (AD-DSP-DA), der Poweramp hat also auch analoge Eingänge(?).

Das Ganze hat mit Acourate eigentlich erstmal deshalb wenig zu tun, weil Acourate nichts weiter macht als DSP auf einem PC oder NAS zu ermöglichen. Wenn Du also einen PC an geeigneter Stelle in die Kette auf nimmst, bräuchtest Du den DSP im PowerAmp (inkl. seiner AD und DA Wandlung!) gar nicht mehr, denn Acourate würde sämtliche DSP erledigen und der PC per SPDIF, AES oder USB (Soundkarte) direkt den DAC ansteuern. Du müsstest halt einen Weg finden Deine digitalen Quellen umzuschaltbar in den PC zu verbinden (z.B USB Soundkarte mit SPDIF, AES und/oder USB Eingängen). So sind die Acourate Filter immer in den Signalweg eingebunden (on-line convolving). Von Deinem DAC geht's analog an die PowerAmps. Doppelte Wandlung findet dann also nicht statt.

Soweit mal meine 2 cents...

Grüße,
Winfried

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wgh52
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