Noel (AOS Illu 18, B&W N805 aktiviert, 804D Trifon)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon wgh52 » 14.05.2016, 20:35

NNEU hat geschrieben:Bild

Neugier geweckt ?

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In der Mitte: Mitteltonbandpass. Schmal, weil: dann passt die Platine zwischen die Rippen der inneren Gehäuseversteifungsmatrix :cheers:

Welcome to the N804 Activators Club!
Ich will (viel) mehr über Deine N804... Aktivierung erfahren! :D

Gruß,
Winfried
PS: Bemerke gerade: Meine erste N804 Urserie-Aktivierung hat 10 jähriges Jubiläum :shock:
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Beitragvon lustigerlurch » 14.05.2016, 20:49

N'Abbend,
nettes Spielchen, tippe eher auf:
Aktiveinschub L | originale Passivweichen L+R | Aktiveinschub R
LG, Christoph
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Beitragvon wgh52 » 14.05.2016, 21:00

Hallo Christoph,

ja, hat was. Hatte nicht gesehen, dass da je drei Platinen hintereinander liegen. Jedenfalls sieht's irgendwie so aus als wären die Weichen gegenüber den gaaaanz alten (signifikant) vereinfacht worden (die LS sind ja auch teurer geworden :wink: :mrgreen: ):

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:mrgreen:
Gruß,
Winfried

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Beitragvon lustigerlurch » 14.05.2016, 21:15

Hallo Winfried,
jau, an DAS Bild kann ich mich erinnern. :mrgreen:
Hoffentlich wird es bei mir auch bald solchen 'Hardwareexport' geben.
Schaunmermal, was sich hier bei Noel entwickelt...
Guts Nächtle, Christoph
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Beitragvon Frederik » 14.05.2016, 22:36

Sieht doch fast so aus, als ob die B&W via Abacus Trifon Einschub aktiviert worden sind. :wink:

Grüße,
Frederik
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Beitragvon Lefreck » 15.05.2016, 10:33

Hallo Noël,
Was ist denn aus deinen aktivierten 805er geworden?
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Beitragvon NNEU » 16.05.2016, 19:13

Ort des Geschehens

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Beitragvon easy » 16.05.2016, 19:35

Hallo Noel,

hast also den Weg zu Abacus gefunden :cheers:

Gruß

Reiner
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Beitragvon versuchstier » 16.05.2016, 20:03

Hallo zusammen,

wer bereits persönlich in Nordenham war hat es eigentlich bereits am Ersten Bild vom 13.05. erkannt :wink:

Gruß Wolfgang
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Beitragvon FUSION5 » 16.05.2016, 22:53

Ich habe ihn dort sogar beim Arbeiten gesehen :D

Gruß
Michael
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Beitragvon NNEU » 17.05.2016, 21:11

Da mein aktueller Aufenthaltsort ja mittlerweile bekannt ist, will ich das Geheimnis mal lüften…

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Es gibt Nachwuchs in der Familie Trifon. 3 und 5S haben ihren (halb-)Bruder -so zu sagen ein “brother from another mother”- schon herzlichst in der Familie aufgenommen.

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Aber mal von vorne:
Meine Aktivierungs-Pläne für die B&W 804D2 sind ja schon länger bekannt. Da lag es nahe, den forenweit bekannten Aktivierungsexperten, Abacus, zu kontaktieren.

Zur Aktivierung einer drei Wege Box bat sich das Trifon Modul an, da dieses jedoch ausserhalb meiner finanziellen Möglichkeiten liegt, fragte ich Hanno ob es möglich wäre, das Modul in Einzelteilen als Bausatz zu kaufen.

Hannos Antwort war ebenso unerwartet wie erfreulich; er Schlug vor, ich könne das Modul im Rahmen eines Praktikums selber bauen. Die Frage “ob ?” stellt sich für mich nicht, eher die Frage “wann?”. Und so bin ich seit Anfang letzter Woche, Praktikant bei Abacus.

Schon seitdem zweiten Tag ist die Aktivierung in vollem Gange und bislang noch nicht vollständig abgeschlossen. Vorerst sind die Module mit dem bekannten -aber verbessertem- DSP Modul ausgestattet, eine Analoge Weiche folgt.

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Die passive Weiche setzte sich wie folgt zusammen:
-Tieftöner/Mitteltöner: Weiche 3. Ordnung (18db/Oct Butterworth) Trennung bei 350Hz + Pegelkorrektur für den Mitteltöner.
- Mitteltöner/Hochtöner: Weiche 1. Ordnung (6 db/Oct) Trennung bei ca. 4kHz

Durch die flache Trennung im Mittel/Hochton-Bereich gab es, je nach Bezugspunkt, mehr oder weniger signifikante Auslöschungen im Übernahmebereich zwischen Mittel- und Hochtöner. Dennoch wurden die Lautsprecher auch in passiver Ausführung (selbst von den Sonders…) für gut befunden.

Im DSP wurden alle Weichen in in 4. Ordnung (24 db/oct) nach Linkwitz–Riley umgesetzt, um Auslöschungen im Übernahmebereich vorzubeugen. Zudem ermöglicht die steilere Trennung eine tiefere Trennfrequenz zwischen Mittel- und Hochtöner. Selbstverständlich erhielt der Hochtöner eine Phasenkorrektur mittels Allpass Filter.

Schon jetzt ist die aktivierte 804 ein vollwertiges Mitglied der Trifon Familie. Alle von B&W eingesetzten konstruktionstechnischen Finessen, wie zum Beispiel die ca. 1cm dicke Sandwich-Membran aus Rohacell und Kohlefaser sowie die Matrix Konstruktion im Bass, oder der entkoppelte Mitteltöner, machen sich auch in der aktiven Version positiv bemerkbar.

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Bisher wurden u.a folgende Erfolge erzieht:
+ Linearer Bass bis in die unterste Oktave
+ Verbessertes Impulsverhalten (u.a durch die Schliessung der BR-Öffnung)
+ Verbessertes Abstrahlverhalten
+ Deutliche Verbesserung der Räumlichen Darstellung

Natürlich wurde auch auf die Reversibilität geachtet, so teilen sich alle Chassis eine Kathode. :wink:

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Momentan könnten die Lautsprecher noch in Nordenham gehört werden, dann bekommen Aktivierungsinteressierte auch einen Eindruck was sich damit machen lässt. Weitere Infos folgen. ;)
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Beitragvon wgh52 » 17.05.2016, 21:33

Hallo Noel,

ich kann Dich nur herzlich beglückwünschen! Ein Praktikum bei den Sonders - das ist einfach toll. :cheers:

NNEU hat geschrieben:Im DSP wurden alle Weichen in in 4. Ordnung (24 db/oct) nach Linkwitz–Riley umgesetzt, um Auslöschungen im Übernahmebereich vorzubeugen. Zudem ermöglicht die steilere Trennung eine tiefere Trennfrequenz zwischen Mittel- und Hochtöner. Selbstverständlich erhielt der Hochtöner eine Phasenkorrektur mittels Allpass Filter.

... erinnert mich dann (trotz zwischenzeitlicher Innovation :wink: ) doch sehr an meine B&W N804 Aktivierung vor Jahr und Tag. :mrgreen:

Sehr schön zu sehen, dass man heute keine sechs Monoendstufen und externe DSP Weiche mehr für eine Aktivierung braucht. :cheers:

Weiter viel Erfolg!
Sehr spannende Sache!
Gruß an die Sonders!
Winfried

PS: Die "gemeinsame Kathode" ist eine gute Idee, die mir (wohl wegen der drei getrennten Endstufengehäuse je Seite) gar nicht kam... :roll:

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Beitragvon Thomas K. » 30.05.2016, 07:35

Hallo Noel,

das ist ja eine tolle Geschichte. Ich war jetzt fast 5 Wochen in Urlaub, wo ich mir immer eine Medien- und Kommunikationsabstinenz (ausser Postkarten) erlaube. Deshalb auch die späte Reaktion. Bin sehr gespannt auf Deinen Bericht aus den heimischen vier Wänden.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon NNEU » 30.05.2016, 22:43

Thomas K. hat geschrieben:Bin sehr gespannt auf Deinen Bericht aus den heimischen vier Wänden.

Na dann will ich mal. :lol:

Das Ergebnis überzeugt auch zuhause noch, man sollte jedoch daran denken vor dem Hören das vorgesehene DSP Programm einzuspielen. :mrgreen:

Bevor ich eine detaillierte Klangbeschreibung abliefern kann, muss ich erstmal meine Gedanken sortieren. Bis dahin gibt's Fakten!

Eine Winkelmessung ist ein guter Anfang:

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Messequipment: Earthworks M30 & Fireface, von 500Hz bis 10kHz +-1db

Dank der DSP-Walze ? Nein - Einfach nur richtig parametrisierte und Analog umsetzbare (Hoch- und Tiefpass) Filter! Unter 500Hz ist die Messung wegen Raumeinflüssen nur bedingt aussagekräftig. Wie man sieht, fällt die Bündelung des Mitteltöners bei hohen Frequenzen geringer aus als es bei der Membrangrösse üblich ist; in diesem Bereich korrigiert der Phase-Plug das Abstrahlverhalten.

... To be continued...

Da das dreiwöchige Praktikum (gefühlt eine Woche 8) ) mittlerweile abgeschlossen ist, möchte ich mich noch einmal in aller Öffentlichkeit bei dem Abacus Team für diese einmalige Gelegenheit und die schönen Wochen bedanken.

"Einmalig" ist jedoch relativ, der nächste Besuch ist bereits in Aussicht. :D


Viele Grüsse,
Noel
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Beitragvon RS.schanksaudio » 31.05.2016, 07:58

Hallo Noel,

schöner Bericht, ich finde solche Entwicklungen sind immer eine Bereicherung.

Eine kurze Anmerkung zum gezeigten Diagramm:

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Unter 40 Grad, so verstehe ich die maximale Anwinkelung zur Winkelmessung lt. Legende, sieht man schon, dass der Mitteltöner (B&W LF02359 ?) bei 2 kHz stärker bündelt, was aufgrund der ca 17 cm (zu) großen Membran auch physikalisch so gegeben ist. Misst man das Rundstrahlverhalten bis zu den üblichen 90 Grad, dann würde diese Senke immer stärker werden. Zu verhindern ist dies nur mit (a) einem deutlich kleinerem Mitteltöner, (b) deutlich niedrigerer Trennfrequenz MT<>HT oder (c) einer Schallführung – natürlich ist auch eine maßvoll Kombination aus allen drein möglich.

Es ist richtig, dass B&W angibt, durch die Kevlermembran das Aufbrechen ebendieser gut kontrollieren zu können, d.h. dass das Abkoppeln der äußeren Bereiche der Membran zur Sicke hin gut funktioniert und zu hohen Frequenzen hin nur noch der Bereich um die Schwingspule herum schwingt – der Treiber ist dann "klein" gegenüber der abgestrahlten Wellenlänge. Das ist ähnlich wie bei einem großen Breitbänder. Dabei hilft sicherlich auch die flache und starre Sicke, die fast keinen Hub zu lässt. Das Phaseplug ist meiner Einschätzung nach aber eher ein Designelement, da er kaum das Rundstrahlverhalten beeinflusst (SEAS war in den 90er einer der ersten die im Homebereich solche Phaseplugs verbauten und der Designer konstatierte damals in einem Interview, das dies nur optische Gründe hatte, allenfalls bei der Ausführung aus Metall noch die Kühlung der Schwingspule durch die größere Oberfläche verbessert, was aber nur im PA Bereich relevant sei) .

Spannend zu sehen wie sich der Werkssound von B&W nach DSP-Korrektur verändert und ob es Dir gefällt.


Viele Grüße
Roland
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