Rainer (ME Geithain RL 901K + 2x Basis 14K)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon Eusebius » 31.03.2018, 10:47

Hallo Georg!

Ich gehe mit einem 50-cm-USB-Kabel ohne weitere Maßnahmen vom Mac Mini in den RME.
Vor Jahren schon habe ich von DAN Bellity meinen Mac Mini mit einem externen Linearnetzteil versehen lassen.
Da ich von früheren Versuchen her noch ein Peaktech 6080 Labornetzteil da hatte, habe ich das für die Stromversorgung des RME eingerichtet.
Ob es was bringt, kann ich nicht sagen. Das Schaltnetzteil von RME soll ja schon sehr gut sein.
Den Wunsch nach irgendwelchen weiteren Veränderungen habe ich nicht mehr.
It `s done.

Gruß!
Rainer

(Du bist herzlich eingeladen, dir dieses finale Setup anzuhören.)
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Beitragvon Eusebius » 31.03.2018, 11:57

Noch ein Wort zum ADI-2 DAC.
Das Gerät wandelt so sauber und neutral wie irgend möglich. Das dürfte kaum ein anderer DAC besser machen.
Die Digitaltechnik ist da heute unglaublich weit.
Klangliche Unterschiede durch Sounding (bspw. per Röhre) sind natürlich immer möglich. Doch das will ich nicht.
Ein DAC soll nicht klingen - er soll wandeln.

Die weit verbreitete Ansicht, Hifi-Geräte hätten "musikalisch" zu sein, halte ich für völlig verfehlt.
"Musikalisch" ist die wiederzugebene Musik. Sie enthält alles, was für mein emotionales Erleben nötig ist.
Die Technik ist nur das Werkzeug, um diese Emotionen so unverfälscht wie möglich zu transportieren.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon shakti » 31.03.2018, 12:07

dann wünsche ich viel Spass mit dem RME DAC!,
die Diskussion, ob jeder "besser" klingende DAC ein gesoundeter DAC ist, hatten wir in diesem Forum ja schon öfters!
Vielleicht magst Du aber mal einen Lynx Hilo DAC probieren, der ebenfalls aus dem Studiobereich stammt und sicherlich nicht mit dem Vorsatz des Soundings entwickelt wurde. In vielen Vergleichstests bei mir , hat sich der Lynx Hilo als sehr gut klingender Vertreter in der Gruppe der StudioDacs gezeigt.

Insofern sicherlich eine gute Möglichkeit, die Qualität des RME DAC zu beurteilen.

Gruss
Juergen
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Beitragvon Eusebius » 31.03.2018, 12:14

Hallo Jürgen!
Danke für den Hinweis.
Aber ich vergleiche nicht mehr. Die Gründe habe ich genannt.
Hinzu kommt der Umstand, dass der ADI-2-DAC über ein unglaublich pralles Ausstattungspaket verfügt, das ich nicht missen möchte.
Unser beider Herangehensweise an das Thema HiFi ist und bleibt diametral verschieden.
Das ist auch gut so.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon Eusebius » 04.04.2018, 21:41

Aktueller FG, 1/24 Oktave Glättung.
Messsignal gleichzeitig auf beide LS (Dual Mono), Messung am Hörplatz.

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Beitragvon Eusebius » 06.04.2018, 09:28

Endzustand nach Abschluss raumakustischer Maßnahmen:
Nachhallzeit (mit Zielkorridor Studio) und Zerfallsspektrum

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Beitragvon Eusebius » 06.04.2018, 12:16

Foto letzter Stand:

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Beitragvon Pittiplatsch » 06.04.2018, 17:12

Hallo Rainer,

wie immer eine Inspiration um zu sehen was so geht wenn man alles der Raumakkustik unterordnet. Hast du der Vollstaendigkeit halber auch die ETC? Ich vermute einen einzeln dastehenden Peak mit nicht viel drumherum :).

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Mister Cool » 06.04.2018, 17:25

Hallo Rainer,

Steckt hinter der asymetrischen Aufstellung der Subwoofer ein bestimmtes Konzept?
Fasst alles ist „gedämmt“ bis auf die grossen nackten/reflektierenden Fenster. Dein RT Diagramm ist schon ein „overkill“ :) , aber haben Dich die Scheiben nicht gestört?

Grösse,
alwin
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Beitragvon Eusebius » 06.04.2018, 18:23

Hallo Alwin!

Der Raum ist asymmetrisch: Neben der linken Box öffnet sich eine Art Apsis.
Stelle ich den linken Sub spiegelbildlich so wie den rechten, klingt es nicht so gut. Ich kriege ihn dort nicht so gut eingebunden.
Ich habe viele Positionen ausprobiert und gemessen. Die auf dem Foto ist die beste.

Die mittige Konstruktion vor dem Fenster hat genau den Sinn, die Scheibe akustisch unauffällig zu machen. Es funktioniert.
Es gibt durchaus auch Diffusoren. Nicht alles ist gedämmt - aber mehr als ich sonst irgendwo gesehen und gehört habe.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon Eusebius » 06.04.2018, 18:32

Hallo Tobias!

Hier kommen noch Impulsantwort, ETC und FG plus Phase.
Auch Boden- und Deckenreflexionen sind durch meine brutalen Maßnahmen (Foto) komplett beseitigt.

Gruß!
Rainer

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Beitragvon Matty » 06.04.2018, 21:14

Eusebius hat geschrieben:Foto letzter Stand:

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Hi Rainer,

erkenne ich da auf dem Bild ein paar 'schwedische Lösungen'? ;-)

Besonders interessant finde ich, was da so alles an der Decke hängt.

Kannst Du ein wenig das Konzept dahinter und die Wirkweise erläutern?

Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon Eusebius » 06.04.2018, 22:20

Hallo Matthias!

Hauptproblem war die Nähe der LS zu den Seitenwänden. Dann steht auch noch rechts der gemauerte Kamin vor.
Zunächst habe ich den mit Basotect verkleidet und den Teppich davor gehängt.
Dann habe ich versucht, trotz der Asymmetrie des Raumes dennoch möglichst symmetrische Verhältnisse zu erreichen.
Dafür wurde die Wand am linken Bildrand Richtung LS mit einer Rundung verlängert.
Links und rechts habe ich die Wände in LS-Höhe mit Absorbern vor den Regalen versehen.
Die Regale sind Billy von Ikea. Sie enthalten nach wie vor die ca 5000 CDs, die sie zufällig und unregelmäßig füllen. Das hat einen gewissen Diffusionseffekt.

Auf dem Foto nicht zu sehen sind mehrere massive Blöcke aus porösem Material, die an verschiedenen Stellen im Raum verteilt sind.
Insgesamt enthält der Raum (Volumen ca 104 Kubikmeter) mehrere Kubikmeter Absorber. Dabei habe ich Materialien, Stärken und Formen gemischt, um die Nachhallzeiten gleichmäßig über alle Frequenzen zu senken..
Wie die Messung zeigt, ist das perfekt gelungen. Eine so geringe und vor allem gleichmäßige Nachhallzeit habe ich bisher noch nirgendwo sonst gefunden.
Das ist überhaupt meine dringendste Empfehlung: Maßnahmen, Materialen, Stärken und Formen mischen! Dann kann kaum etwas schiefgehen.

Auf dem Foto sieht man viele weiße geschlitzte und gewölbte MDF-Platten.
In verschiedenen Positionen und Winkeln aufgehängt wirken sie durch ihre Rundung als Diffusoren. Insgesamt sind rund drei Dutzend dieser Rundplatten im Raum verteilt. (Es handelt sich um zweckentfremdete Zeitschriftenständer, die jeweils aus zwei solcher Platten bestehen, die man in einander steckt. Ich gehe immer mit offenen Augen durch Möbel- und Bettengeschäfte, Baumärkte etc. Es gibt unendlich viele Dinge, die man für Akustikbehandlungen verwenden kann.)

Verbaut habe ich außerdem Matratzen, Kissen, Basotect, Absorber von MB Akustik u.A. Wie gesagt: Die Mischung macht`s.
Die Beseitigung der Decken- und Fußboden-Reflexionen habe ich schon angesprochen. Natürlich kann man so etwas in einem Wohnzimmer nicht machen.
An der Decke hängen mehrere Kinderbettmatratzen und "Knierollen" hintereinander gestaffelt. Diese Kissen-Rollen sind aus schwererem Material.

Der Raum sieht übrigens in natura nicht so wild aus wie auf Bildern. Dass ich diesen tollen Raum auf diese Weise "behandeln" durfte, rechne ich meiner Frau hoch an.
Sie erträgt es auch, dass man mich aus den unteren Etagen des Hauses kaum rufen kann. Man hört es einfach nicht.

Die extreme Reduzierung des Diffusschalls hat den Effekt, dass die Musik am Hörplatz deutlich lauter ist als an jedem anderen Punkt im Raum. Beide Haupt-LS schicken ihren Schall wie Lichtkegel zweier Taschenlampen Richtung Hörplatz.
Dort treffen und überschneiden sie sich. Darum ist es dort am "hellsten" - sprich: am lautesten.


Gruß!
Rainer
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Beitragvon Pittiplatsch » 07.04.2018, 17:15

Hallo Rainer,

danke fuer die ETC - Mustergueltig wie der Rest!

HIntergrund der Frage war dass ich meine Anlage mal wieder umgestellt habe. Der Hoerplatz ist bei mir immer recht zentral im Zimmer ( 5,2x3,0x2,28m) aber ich kann rotieren :).

Interessanterweise war es bei laengsseitiger Aufstellung trotz geringem seitlichem Wandabstand der LS (<40cm) klanglich (raeumliche Abbildung) zumindest nicht schlechter. Das deckt sich mit Deiner Erfahrung:

Hauptproblem war die Nähe der LS zu den Seitenwänden.


Das scheint man wirklich ganz gut in den Griff zu bekommen wenn man entsprechend wie bei Dir die Reflexionen daempft und ist mir im Vergleich mit meiner jetzigen Austellung mit ca.. 1,70 Seitenwandabstand nie stoehrend aufgefallen.

Glueckwunsch zu diesem Klasse Setup!

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Eusebius » 11.04.2018, 09:34

Hier noch ein Screenshot der Aktivitätsanzeige des Mac mini, der die völlig gleichmäßige und geringe CPU-Auslastung im fortlaufenden Musikbetrieb zeigt.
Dabei sind aktiv: ROON mit aktiviertem DSP-Equalizer für minimale FG-Korrekturen und der HQ-Player, der das Signal auf 352,8 kHz upgesampelt zum RME schickt.
Die Anlage läuft immer im Inselbetrieb, da ich nur von meiner Festplatte abspiele. Internet im Mac ist ausgeschaltet.

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Gruß!
Rainer
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