Joschka (Capaciti, Klipschhörner als Subwoofer)

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Joschka (Capaciti, Klipschhörner als Subwoofer)

Beitragvon Hornguru » 22.04.2016, 14:14

Hallo in die Runde

Joschka, 31 alt, Trier nahe Luxemburg.
Kurze obligatorische Vorstellung ;)
Seit 17 Jahren mit Hörnern, Breitbändern, Elektrostaten und natürlich Vollaktiv am basteln.
Sowohl Fan von Lowther, voodoo, spasstuning als auch logik, theorie und vor allem FIR filtern seit kurzem.
Leichter sammelzwang von Fostex Treibern im Keller, ansonsten psychisch stabil.

Grüezi
Josh
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Beitragvon wgh52 » 22.04.2016, 16:24

Hallo Josh (Josef?),

willkommen im Forum und danke für's neugierig machen auf mehr :wink: :mrgreen:

Zeig uns doch 'was von Deinen Eigenbauten, stell vielleicht die aktuellsten Konstrukte vor. Wie man Bilder einstellt steht hier.

Falls Du auch Musikpräferenzen hast, stell sie auch vor, und Dein Hauptintessengebiet für dieses Forum, dann kennen wir uns schon besser. :cheers:

Viel Spaß hier!
Winfried

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Beitragvon mm2 » 22.04.2016, 20:01

Hallo Joschka,

schön Dich hier wieder zufinden. :cheers:

Beschreib mal etwas näher mit was Du aktuell hörst und wie Du die FIR Filter im Einsatz hast ?

Von meinen verblieben Fostex Treibern gebe ich aktuell nichts ab :)

Grüezi
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Beitragvon Jupiter » 23.04.2016, 14:09

Hallo Joschka,
Ansonsten psychisch stabil.
Ein Humor der mir gefällt

Gruß Harald
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Beitragvon Hornguru » 24.04.2016, 20:55

Hi Maxl, lustig du hier :) Ewig her. Jahrzehnte....
Selbst noch dabei? Was läuft bei dir so? Vielleicht sollte man nochmal ne Reunion-Bier Session machen.

OK dann geb ich mal mehr Preis, dachte wir ersparen uns das gepose.
Also hier mein Haus, mein Boot mein Auto:

High end beim Gästesofa, Heco aus Saturn
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Dann im Büro einmal Technics Retro mit Stax-Kopfhörer und Lowther.
Zum ab und an genießen und verkratztes Vinyl von Tom Waits. Klingt absolut nicht neutral oder korrekt, nur geil...
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Dann in der Wohnküche die Partybrüller, ehemaliges SOTA Projekt, 4 Wege Aktiv-Horn mit
Klipsch + Fostex PA38
Grundtonhorn mit FP203. Nach hinten gehts seitlich nach vorne als Dipol für Achterkeule (Eckreflektion killen) und nach vorne mit mechanischer Breitbänderentzerrung 2-4kHz (Helmholtz resonator schlitze im Hornhals).
Das hat damals den FIR ersetzt :D
Oben dann H220 + D800 mit mechanischem K2 Dämpfer.
Ganz oben T825, mein Liebling im Hochton.

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Dann derzeitiges Hauptsystem, man wird ja erwachsen, die Capaciti mit Brückenendstufe, nutzen die Klipschhörner (diagonale Eckanordnung) als Subwoofer unter 100Hz.
Das ganze über die FCA610 mit PC als derzeitige provisorische FIR Maschine angesteuert.

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Letztere Kombi Klipsch+ESL passt überraschend angenehm. Man weiß ja wie zickig Subwoofer mit ESL zu kombinieren sind. Wobei da hab ich auch meine Schwierigkeiten, eröffne dazu mal nen parallel Threat.

Grüezi
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Beitragvon Hans-Martin » 24.04.2016, 21:37

Hallo Josh,
ein verspätetes Willkommen von mir, ich bin sehr gespannt auf deinen Bericht über die Kombination Capacity mit Klipschorn- Bassunterstützung.
Ich habe vor 30 Jahren 2 Basshörner nach Klipschornplänen mit Electrovoice EVM15 gebaut, mit den gängigen EV MT- und HT Hörnern, aber ich hatte immer das Gefühl, dass der Bass etwas verzögert kam und mehr zeit brauchte, sich aufzubauen als der vorlaute Rest.
Magnepan und Audiostatic Panels sind bei mir nicht gerade als wirkungsgradstark in der Einnerung geblieben, das Bassmodul vom Klipsch ist aber gewaltig.
Ich kann mir gut vorstellen, dass mehr Bassdynamik und weniger aufdringliche Höhen eine gute Langzeithörmöglichkeit mit sich bringt, aber ich frage konkret, ob, und wenn, wie sich das Gefüge bei großer Lautstärke gegenüber Zimmerlautstärke verändert oder verschiebt.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Hornguru » 24.04.2016, 22:27

Hi Hans Martin
Ja Respekt man braucht n gutes Öhrchen um die Laufzeitfehler vom Klipsch zu Hören.
Sind ja nur 1.3 Meter. Mit Hörplatzdifferenz bei mir fast 4 M in Summe.
Hab die gemessenen 11.9 ms zu den Capaciti aber nicht gehört nach Ausgleich AB vergleich.
Wohl aber das Vorschwingen des FIR Filters.

Einige Kombi dynamischer Subs mit Elektrostaten scheitern ja an der Harmonie grober Kastenbrüller mit Zarten Dipolen. Über die Gründe kann man sich streiten, entgegen vieler Theorien liegts meiner Meinung nach Phase , Aufstellung und Elektronik.

Die Klipsch passen ganz gut, viel besser als geschlossen oder BR.
Zum einen Dämpft das Horn die Moden da der erhöhte Strahlungswiderstand in der Ecke bei stehenden Wellen kompensiert. Sieht man sogar in der Impedanz als Buckel.
Moden sind nur 6-9dB stark, mono solo.
Wenn ich beide Diagonal aufgestellt gleichzeitig Messe, 3-5 dB. Ohne Entzerrung.
Dementsprechend knochentrocken.

Dynamikprobleme gab es bei den Capaciti Fullrange. Über 90dB mit kräftig tiefem Kontrabass schlägt die Folie an. Trotzdem für die Größe beachtlicher Hub.
Meiner Meinung nach der beste und erste gute Elektrostat. Klirr kannst mit der Lupe suchen, nur K2 Messbar. Und der Verlauf sieht aus wie der Empfindlichkeitsverlauf des Gehörs :) passt sehr schön.

Mit 100Hz Hochpass hatte ich ein neues Problem. Ab 80-90dB klirrte es im Mittelton. Woher?
Endstufe. 120 Watt Technics. Durch 360 Watt PA Brückenendstufe ersetzt.
Jetzt gehts bis 100dB, dann Klirrts. Limit vom Capaciti?
Nein, die Endstufe clippt ja schon wieder :D
Ich brauch mehr Leistung!!!

Also resume, guter Hochpass und die Capaciti brüllen gewaltig. Aber man braucht ein halbes Kraftwerk.
Die genügsamen Klipsch spielen natürlich unbeeindruckt weiter, mit 50 Watt noch nicht halb erschöpft und es tut schon weh.

Der FIR entzerrt schön bis unter 10 Hz linear, virtueller DBA, 11.9ms Ausgleich. Ziemlich gut. Hier und da klingt noch etwas von den Moden durch. Da sind die Capaciti mit einfachem Equalizing im Bass wesentlich besser. Halt nur bis 80dB :)

Daher hab ich kürzlich Acourate gekauft um dem den Feinschliff zu verpassen.
Hatte das FIR vorher mit Rephase erstellt (Filter), mit REW abgestimmt und EQ-IR erstellt, mit FUZZ die Faltungen gemacht (rephase mit REW-IR+Delay), das über Voxengo gerendert im Reaper Host. Geht erstaunlich gut, ist aber kein PlugnPlay auf Apple Niveau.

Klingt nach eitel Sonnenschein... aber Vorschwingen und Phasenfehler sind händisch schwer beizukommen. Hoffe das Ullis PRC das kann. Ich hab aufgegeben.
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Beitragvon Hornguru » 24.04.2016, 22:43

Hier aktuelles FIR prototyp von rephase gemessen.
Nicht die ganze Wahrheit, das M audio fenstert dank Niere ein paar Reflektionen aus, saut aber bei 1.5k.
Das FDW von REW glättet sehr schön :) Leichtes Vorschwingen, leider Hörbar. In Acourate mit hoher Auflösung siehts nich ganz so gut aus...
Aber ok, trotz Fehler, es klingt schon Geil.
Aber ihr kennt das ja, das ist wie mit dem Schleifpapier. Man könnte noch 5 mal mit dem 320er drüber.
Und irgendwann entdeckt man die 2000er Körnung...

Alles am 3 Meter entfernten Hörplatz aufgezeichnet. Aber viel FDW, das in REW ja schönt, mal ehrlicherweise dazugesagt :)

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Hier etwas weiter gefenstert
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Beitragvon mm2 » 25.04.2016, 19:10

Hallo Joschka,

2 Jahrzente dürften es schon knapp sein 8)
Ich bin jetzt schon groß und stark, das (l) nach dem Max bitte weg lassen :)

Meinen Vorstellungsthread wollte ich schon längst mal updaten.
Meine LS Eigentwicklungen sind passiv ( und daher hier kein Thema ).
Bei den digitalen Zuspielern und Wiedergabe hat sich sehr viel getan.
Ich versuche bis nächstes WE mal ein (kleines) Update meines Threads.
( Edit: ging nun doch sehr fix :wink: siehe mein Thread neben an )

Du hörst ab und zu immernoch gerne laut und klirrarm. :)

Kurze Wellenlängen mit großer Fläche wiedergeben und
lange Wellenlängen mit kleiner Fläche ( Sub zum Elktrostaten ) ist technisch gesehen ungünstig.
Deine Ansatz das Klpischbasshorn mit Elektrostaten zu kombinieren
kann ich mir klanglich deutlich besser vorstellen.
Das auch noch zeitrichtig entzerrt und es wird richtig interessant.

Soll ich schon mal ein paar Bier kalt stellen :cheers:

VG
Maximilian
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Beitragvon Hornguru » 25.04.2016, 21:06

Oh was les ich da. Du hast doch nicht etwa die schönen FP253 verscherbelt?

Hatte mittlerweile selbst welche :)
Nach 10 Jahren Vorfreude war ich dann aber sehr enttäuscht wie beschissen er klang.
Habe noch ein ungespieltes neues Paar im Keller huhuhuhu
Sieht halt leider geil aus das baby. Würde ihn heute aber oppen baffle laufen lassen und die Staubschutzkalotte entfernen.

Eins muss ich überraschend eingestehen, früher verflucht, ich liebe offene Systeme! Insbesondere unter 1k...
Diese Plastizität, wenn man viel Platz hat, ist einfach unersetzlich.
Bin am überlegen das Klipsch durch Dipol Sub zu ersetzen wenn meine Abstimmung bald nicht wesentlich besser wird.

Nur wenn man ausrechnet welche Materialschlacht das gäbe... Auf Stirnhöhe vom Klipsch wären das ääääähhh 64 mal 15 Zoll Bässe...... Um bei 30Hz gleichen Pegel zu liefern.
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Beitragvon mm2 » 25.04.2016, 21:36

die haben einen schönen trockenen und schattigen Platz bei mir im Keller und
dürfen ab und an auch mal Musik machen :D

und ja sie sind kleine Mimosen, einfach nur in eine Kiste stecken und los gehts mögen sie gar nicht.
Eins muss ich überraschend eingestehen, früher verflucht, ich liebe offene Systeme! Insbesondere unter 1k...
Diese Plastizität, wenn man viel Platz hat, ist einfach unersetzlich.
Ich hatte vor kurzen auch ein OpenBaffle Erlebnis, wie einfach man doch damit den "Kistenklang" loswerden kann, ohne dass man dafür Dämmwolle braucht.

Bei Deinem Lieblingspegel wirst Du aber Monster Dipolsubs und Endstufen brauchen.
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Beitragvon Hornguru » 25.04.2016, 22:24

Ja der Kastenklang. Ralf dem Theoretiker brauchst da nicht zu kommen, der sagt wenn die Dämmwolle das so wegschluckt dass es nicht in Frequenzgang und Wasserfall sichtbar ist, dann ist es auch nicht da.
Und das Gehäuseschwingen mehr als 20dB unterm Hauptpegel hört man nicht.
Die Theorie ist ja schön, trotzdem klingt es besser :D Wird vielleicht an der Abstrahlung liegen

Den FP253 hab ich damals einfach in ne geschlossene Kiste gesteckt und per EQ linear geprügelt.
Wobei das hieß über 10k mehr als 12dB in den Arsch zu treten. Sehr grenzwertig. Das "Dumpfe Träge" obenrum ging nicht weg. Der Grundton war zu dünn, sehr unbefriedigend.

Dann kurzerhand den damals (zum heulen dass ich den verkauft hab) Philips 9710 dran, um Welten besser.
Des war maln Sahneteil. Leider bündelt er zu stark. Irgendwas ist ja immer.

Der FP203 ist meiner Meinung nach der beste Kompromiss zwischen allen klassischen Breitbändern.
Nicht ohne Grund besitze ich 10% der Produktionsauflage :D
http://rutcho.com/speaker_drivers/foste ... p_203.html

Also wenn ihr jemand noch FP203 hat, ich nehms!
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Beitragvon mm2 » 26.04.2016, 19:43

In dem Fall bräuchte man eine intelligent Dämmwolle die die Theorie kennt ;-)
Theorien wurden schon oft diskutiert, das würde hier zu weit führen.

Warum willst Du den Dipol unter 1Khz ?
Jetzt hast Du es mit Deinen Elektrostaten und Klipsch genau anderes herum.

Im Horn finde ich den FP203 besser, geschlossen oder BR gefällt mir der FP253 besser.
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Beitragvon Hornguru » 26.04.2016, 21:59

Tja. ich hab das Gefühl wenns einigermaßen linear ist sind die Obertöne immer gleich. Jedenfalls keine Welten an Unterschied in den Klangfarben. Abstrahlverhalten ist mir da eher das Wichtigste oben rum. Viel viel rund strahlen. Der T825 Schlitzstrahler gefällt mir bisher von allem an Laustpr. oder Kopfhörer am besten.
AMTs übertrumpfen die Detailauflösung, Kugelstrahler das Bündeln, aber kein HT in der Summe so gut wie der T825, nichtmal die Capaciti.

Ich bin sehr tiefen sensibel. Bass und Grundton Dröhnen verdirbt mir alles. Nach oben hin abfallende Zielkurven sind mir fremd, bei mir fällts eher nach unten ab :D

Der Dipol Elektrostat hat mir zum ersten mal im Leben gezeigt dass man im Raum Bass, Grundton und Stimmen ohne dröhnen wiedergeben kann. Auch mit Moden und unlinearem Fgang. Für mich ein neuer Stern am Himmel.

Ich geb den Eckhörnern noch eine Chance mit perfektem alignment und VDBA. Wenn das nichts wird ist meine Tendenz zum idealen System im Moment:

Ripol Sub mit verdammt vielen billigen Langhubern (am besten Car Subwoofer :D )
Grundmittelton eine Open Baffle linesource mit 5-6 x FP203 und Waveguide (ähnlich B&M 80)
Mittel-Hochton Einheit wie bei meinem Eckhorn Fostexhörnchen mit T825
Natürlich als FIR

Alternativ könnte ich mir auch vorstellen wenn das nicht gut genug wird, Ripol + Capaciti + T825.
Wäre aber eine schräge Kombi :)
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Beitragvon pschelbert » 26.04.2016, 22:10

Hallo

schau mal Linkwitz hat auch Dipolsubwoofer:

www.linkwitzlab.com
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