Joschka (Capaciti, Klipschhörner als Subwoofer)

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Beitragvon Hornguru » 26.04.2016, 22:38

Ja der gute alte Linkwitz. Ich kann seine Begeisterung für Dipole teilen :)
Hatte das Portfolio und seine Berechnungen mal studiert, sehr lehrreich.

Nach diesem interessanten Vergleich:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-104-11941.html

ist mir der Vorteil seiner Konstruktion aber nicht mehr klar.
Das leichte Delay seiner Frames gewinnt ca 3-5dB bei 100Hz.
Aber unten rum gleich bis schwächer, wo der meiste Hub gemacht wird.

Da ist der N frame oder Ripol wenigstens schlanker und schöner.
Abstrahlverhalten ist gleich.
Pegel / Hub bei 30-40 Hz ist gleich.
aber viel breiter und höher.
Da hat Linkwitz leider verloren :)

Wird so viel rumphilosophiert über die Rahmenformen.
Ich denk mir langsam offen ist offen und Brett mit Loch tuts auch.
Oder kennt jemand ne schöne Gegenüberstellung verschiedener Dipole mit Messungen?

Gruß
Josh
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Beitragvon pschelbert » 26.04.2016, 23:10

Hallo

könnte mir nur vorstellen dass der Linkwitz offens Frame weniger Cavity Resonanzen haben müsste als der Ripol mit dem Schlitz. Nur Vermutung.

Ich habe letzhin einene Lautsprecher an der HighEnd2015 gesehen, deutscher Hersteller
http://klangmeister.de/neuentwicklungen ... r/seite-1/
Dieser Lautsprecher ist Dipol und hat im Bass glaube ich drei Chassis Ripol ähnlich. Alles aktiv.
Tönt gut.

Kensnt du wahrscheinlich?

Peter
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Beitragvon Hornguru » 27.04.2016, 08:09

Das kenn ich noch nicht :) Merci.
War lange nicht mehr auf der Messe. In München müsste man wohnen....

Es sollte doch möglich sein eine AMT ähnliche Performance-steigerung zu erreichen wenn man im Ripol Chassis im engen Schlitz gegeneinander spielen lässt oder?
Hatte da mal drüber nachgedacht. Dieses Produkt wird ähnlich umschrieben ohne auf Details einzugehen.
Gibt es dazu Untersuchungen?

Gruß
Josh
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Beitragvon pschelbert » 27.04.2016, 08:28

Hallo

übrigens am 6.-8.Mai ist wieder HighEnd in München, weiss aber nicht ob der Hersteller dort ist.

Der Mann heisst glaube ich Fricke, sollte bekannt sein in der Szene habe ich gehört.

Von senm Lautsprecher war mal ein Test in einer der ausgaben Stereoplay.

Peter
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Beitragvon beltane » 27.04.2016, 21:04

Hallo zusammen,

Dieter Fricke hat in den 80er und 90er Jahren Lautsprecher unter dem Label Ecouton hergestellt und vertrieben.

Später hat er dann die Klangmeister ins Leben gerufen, die sich vor allem mit der Reparatur und Optimierung von Lautsprechern beschäftigen. Hier vor allem Ersetzen defekter Sicken sowie Neuaufbau und Verbesserung von Frequenzweichen. Bei den Weichen bieten sie verschiedene Qualitätsstufen an.

Sie bringen aber auch hin und wieder Lautsprecher wie von Euch beschrieben, das aber wohl in Kleinserie.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Tinitus » 27.04.2016, 21:45

Hallo Josh,

vielleicht ist das:

http://www.activaudio.ch/

interessant.

Gruß

Uwe
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Beitragvon pschelbert » 27.04.2016, 22:29

Tinitus hat geschrieben:Hallo Josh,

vielleicht ist das:

http://www.activaudio.ch/

interessant.

Gruß

Uwe


Hallo Uwe

ja das kenne ich. And der Swiss HighEnd 2015 und früher ware er .
Bass ist sowas wie ein Ripol, sonst offener Dipol so wie Linkwitz mit Aktivweiche, Entzerrung und Verstärkenr. Interessantes Konzept.

Peter
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Beitragvon mm2 » 28.04.2016, 17:23

Ich bin sehr tiefen sensibel. Bass und Grundton Dröhnen verdirbt mir alles


das kann auch an den Raumresonanzen liegen.
Hier kann ein Dipol Vorteile haben.

Der Dipol Elektrostat hat mir zum ersten mal im Leben gezeigt dass man im Raum Bass, Grundton und Stimmen ohne dröhnen wiedergeben kann. Auch mit Moden und unlinearem Fgang. Für mich ein neuer Stern am Himmel.


im Mittel-Hochton kann ein Dipol je nach Aufstellung und Raum auch Nachteile haben.

ABER das was Du als „dröhnen“ beschreibst kann auch der „Kistenklang“ sein.

Gehäuse beeinflussen über Volumen und Dämmmaterial die Chasisparameter und ergeben in Summe die Gesamtabstimmung.
Diesen Einfluß hat man bei Open Buffle weniger, beim FP203 mit Güte 0,2 wird Dir das deutlich werden.

War lange nicht mehr auf der Messe. In München müsste man wohnen....


ich habe die Klangmeister Dipole gehört ;-)
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Beitragvon Hornguru » 02.05.2016, 22:21

Ai ai aiiiiiii

Acourate war jeden Cent wert :D
Vergesst die Messungen auf der vorherigen Seite.

Neues Filter erstellt, derzeit noch Elektrostaten Fullrange.
Die Subwoofer zu integrieren wird noch etwas mehr Arbeit, nächste Woche vielleicht...
Bis jetzt, dank 1 Weg Fullrange, und der Beamforming Messmethode (viewtopic.php?f=14&t=7507)
hier die Testfaltung meiner Messung links und rechts, mit angewendetem Filter.
10-100 Hz ungefenstert, 100-24000 Hz mit FDW Einstellungen 4/3 vor und 35/15 nach Impuls, über SplitnJoin zusammengesetzt. Sinnigerweise da ich auch so in 2 Durchläufen die Filter gemacht habe. Also im Bass ohne Glättung die Inversen erstellt. Oben über FDW.
Das ganze dann in mehreren 5-6 Durchgängen. Immer wieder Testconvolution, restwelligkeit invertiert und mit dem Filter convolved.....
So lange bis es zum Brett wird :D
Dann die Spitzen im Filter über "linear Interpolation between markers" wieder glatt gemacht. Damit keine unsinnigen 20dB Peaks im Filter sind...

Sind doch schon ganz nett aus oder :)

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Beitragvon mm2 » 03.05.2016, 20:37

Hoi,

das sieht ja sehr schön platt aus ;-)

Wieviel kannst Du das Mikro verrücken ohne dass es wieder zappelt ?

ABER viel entscheidender, was hat sich klanglich verändert und wie gefällt es Dir ?

Grüße
Maximilian
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Beitragvon Hornguru » 04.05.2016, 12:27

Tja das Zappeln wollte ich mal prüfen. Theoretisch dank Beamforming nicht viel. Mal sehen.
Dauert alles so lange und ich sitz täglich bis 19 Uhr im Büro. Viel zu tun... :|

Klanglich sehr interessant.
Es gibt ein paar Unterschiede in der Balance die ich jetzt mal auf meine neue intensive kalibrierte Messkette schiebe. Und aufs anders Messen.

Insgesamt, der gerade Frequenzgang mit Dipolbass...
Hell und schlank im ersten Eindruck. Detailiert und präzise im Zweiten.

Genauer gesagt, mir hat es anfänglich in den Fingern gezuckt da eine abfallende Targetkurve draufzulegen.
Aber da man sich ja erst "umgewöhnen" muss - das Ohr kalibriert sich ja auch ständig - lass ich es erstmal so. Es wird von Tag zu Tag bassstärker :D
An Trockenheit im Bass, Räumlichkeit und Detailauflösung kaum vorzustellen dass es noch irgendwie besser möglich ist!
Selbst Kopfhörer, die normalerweise IMMER detailierter Hintergrund- und Nebengeräusche auflösen verlieren hier.
Der Stax stinkt mal ordentlich ab, kommt nicht mehr mit.

Der Beyer DT990 wird die Tage mal über FIR korrigiert.
Mal sehn ob er dann mithält. Leider läuft die Sonarworks Software nicht. Billiger Dreck.

Habe überlegt mir ein Brett mit Loch zu machen, Messmikro durchs Loch bündig auf Platte, dann Kopfhörer drauflegen und Messen.
Meints das funzt?

Hab immernoch nicht verstanden warum man die Kopfgeometrie beim Kopfhörer kompensieren muss. Macht doch beim Lautsprecher auch niemand.

Gruß
Josh
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Beitragvon Hans-Martin » 04.05.2016, 12:58

Hornguru hat geschrieben:Habe überlegt mir ein Brett mit Loch zu machen, Messmikro durchs Loch bündig auf Platte, dann Kopfhörer drauflegen und Messen.
Meints das funzt?

Hallo Josh,
ich fürchte, das reicht nicht, denn am planen Brett wird es eine Reflexion geben, die als Welligkeit im FG völlig anders ausfällt als die am Schädel mit vorgelagerter Ohrmuschel im Zusammenspiel mit dem Hörersystem verursachte.
Hab immernoch nicht verstanden warum man die Kopfgeometrie beim Kopfhörer kompensieren muss. Macht doch beim Lautsprecher auch niemand.

Weil man Lautsprecher ohne Ohrmuscheln, Kopfrundung und Reflexionen an den Schultern nicht hören kann, ähnlich dem natürlichen Hören einzelner Schallereignisse, während der Kopfhörer weitgehend diese Nicht-Problematik umgeht, indem er direkt in den Gehörgang bläst.
Das natürliche beidseitige Hören ist komplex und erlernt. Das Hören mit dem Kopfhörer hat viele Nebenaspekte, wie zb: gleichbleibende Wahrnehmung trotz Kopfbewegung, die Schallquelle wandert scheinbar mit, was völlig unnatürlich ist, usw.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Hornguru » 04.05.2016, 13:43

Hast auch wieder Recht.
Wobei, in der alten Urfassung vom DT990 600ohm aus den 80igern...
Da waren auch verschiedene komplex angeordnete Schaunstoff Fetzen vor der Membrane.
Um wohl die Kopf und Muschelreflektionen zu bedämpfen. Soll phänomenal linear auf +-3db von 30hz-20k gewesen sein.
Wenn ich gleiches tue, also die Membrane partiell bedämpfe, one gross den Hochton in der Mitte abzuschwächen, ist es quasi Teil des Lautsprechers.
Und damit Messbar. Und diese Elemente würden die Reflektionen an der Platte gut bekämpfen.
Ob dann Muschel oder Brett wäre kein großer Unterschied mehr.

Evtl noch zusätzlich die Platte mit Filz überziehen.

Was dann noch bliebe wären die geometrischen Einflüsse der Ohrmuschel.
Aber die gibt es ja auch im Raum und sind immer im Klangbild und sollten nicht weglinearisiert werden.

Oder???
Ist jetzt so mein Gedankenspiel. Grübel grübel
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Beitragvon Hans-Martin » 04.05.2016, 13:59

Josh,
schau mal die Richtungsabhängigkeit der Ohren, prinzipiell Lautsprecher unter 30°, KH unter 90°und die resultierenden Unterschiede - und das ist ein noch überschaubarer Aspekt:
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Aus Betreff: Fragen an die Tontechnik, wobei der Gute leider nicht mehr antworten kann.
Aber seine Webseite ist noch online, ein guter Grund von dort herunterzuladen, was einen so interessiert -solange es noch geht.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Hornguru » 04.09.2016, 13:32

So. Sonntagstischlerei schreitet voran.
Capaciti bekommt ernste Konkurrenz. Nach 9 Jahren mal wieder das damalige Referenzsystem ernsthaft abstimmen und auf neusten Stand bringen.
Was damals noch all die Probleme minimaler Phase hatte und trotzdem ausnahmslos alles auf der HighEnd 98 geschlagen hatte :)

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