Albert (Harbeth Monitor 30.1)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon morphologic » 11.04.2017, 18:20

Du hattest btw Recht, Horst-Dieter, mit Deinem seinerzeitigen Hinweis auf die Entwicklungsfähigkeit meiner ("BBC" / Naim) Anlage im Hinblick auf Höhendarstellung und Räumlichkeit.

In der Zusammenstellung spielt der Audiomat Opera weniger nach vorne als die Naims, weniger "rockig", wenn man so will als dies bei der Olive-Serie von Naim der Fall ist. Dafür hat der Raum enorm an Tiefe gewonnen, die Differenzierung der Instrumente, insbesondere die Transparenz hat stark zugelegt. Die tonale Farbigkeit ist mit dem neuen Gerät nun phänomenal. Die Harbeth können das darstellen: was dabei rauskommt, ist sehr sehr immersiv.

Eine Maggie 1.7 würde die Audiomaten wg. ihres weniger gutmütigen Impedanzverlaufs wohl überfordern, vermute ich mal. Ansonsten wäre das aktuelle Marktplatz-Angebot ein Superschnapper....


Horse Tea hat geschrieben:Hallo Albert,

Du hast wieder eine Fülle von interessanten Aspekten unseres Hobbys in Deiner Antwort behandelt. Für mich zusammengefasst verfolgst Du eine spezielle Klangphilosophie, die im Moment in Richtung "british hifi" geht. Ich habe zwar weder Deine Naim Verstärker, noch deine Lautsprecher selbst gehört, vermute aber aus der Hörerfahrung mit anderen Geräten dieser Richtung, dass Deine Kette eher warm als analytisch klingt. Ich habe in den letzten Wochen gerade eine in Deinem Beitrag angesprochene Endstufe McIntosh MC275 abgelöst durch einen Accoustic Arts Amp II MkII. Dafür waren zwei Veränderungen verantwortlich. Die AA Endstufe war bei mir in der Kette tonal sehr ähnlich wie der Mc mit einer Ausnahme. Es gab einen deutlichen Gewinn in den Höhen, die sich insbesondere beim Schlagzeug eines Jazztrios (Hi-Hat) auswirkte. Daher meine Frage nach der Musikrichtung, die Du bevorzugt hörst. Zwar hattest Du Jazz in Deiner Vorstellung genannt, aber vermutlich kommt es hier auf die Grösse des Ensembles an. Mir war der Unterschied jedenfalls sehr wichtig (kaufentscheidend). Ich denke, da geht bei Deiner Anlage auch noch was. Der zweite Vorteil der AA liegt in einer deutlich gesteigerten Räumlichkeit. Hier passt die neue Endstufe offensichtlich perfekt zu meinen Lautsprechern, die den zweiten direkten Bezug zu Deinen Überlegungen herstellen. Es sind Magnetostaten (27 Jahre alte Magnepan MGIIIa), sozusagen Vorfahren der von Dir genannten 1.7. Ich denke also, dass bei Deiner Anlage noch etwas gehen könnte in Richtung Höhendarstellung und Räumlichkeit. Wie schätzt Du das selbst ein? Mit welchem finanziellen Aufwand dies möglich sein wird, steht auf einem anderen Blatt ubd ist wahrlich die Preisfrage.

Viele Grüsse
Horst-Dieter
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Beitragvon Horse Tea » 11.04.2017, 19:40

Hallo Albert,

einen ganz herzlichen Glückwunsch zu den neuen Komponenten :cheers: , insbesondere für den Kauf des Opera Röhrenverstärkers, und die gewonnene Qualität im allgemeinen. Was will man mehr als bessere Transparenz, große Räumlichkeit und sogar überlegene Tonalität. Ich habe die Harbeth LS nicht mit eigenen Ohren gehört; was ich gelesen habe, ist aber sehr viel Gutes. Von der Magnepan 1.7 habe ich bisher keinen Impedanzverlauf gesehen. Ich kann nur sagen, dass dieser bei meiner IIIA immer über 4 Ohm, d.h. insgesamt viel unproblematischer als oft kolportiert war, und die Box problemlos und klangschön mit einer Röhrenendstufe McIntosh 275 (ca. 2 x 75 W Sinus) betrieben werden konnte. Auch die Hörlautstarke war keineswegs eingeschränkt. Auch wenn man öfter die Aussage liest, dass Magnetostaten nicht zu Röhren passen, entspricht das in keiner Weise dieser Erfahrung. Ich habe das Angebot für die 1.7 auch gesehen...

Viele Grüße
Horst-Dieter

P.S. Die Anleitung für das Hochladen von Bildern findest Du unter Organisatorisches, Nutzungshinweise, Einstellen von Bildern.
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Beitragvon morphologic » 11.04.2017, 21:34

Vielen Dank, Jürgen und Horst-Dieter :-)

@ Bilder: Hier sind zwei
- das Äußere ein Bild meines Geräts, von innen ein Beispiel-Bild:

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Beitragvon easy » 11.04.2017, 21:42

Hallo Albert,

Glückwunsch zu dem opera Reference :cheers:
Hatte ihn auch einige Jahre in meinem Setup und er hat mir sehr schöne Stunden beschert,musste dann allerdings einer Hovland Radia i weichen .

Wünsche Dir genussvolle Stunden mit dem tollen Teil.

Gruß

Reiner
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Beitragvon Zwodoppelvier » 11.04.2017, 22:14

Hallo Albert,

Audiomat ist doch ein Franzose, oder? Sicher eine interessante Kombination mit den Engländern :mrgreen:

Solch ein Gerät habe ich übrigens mal vor vielen Jahren auf dem Arbeitstisch gehabt.
Soweit noch erinnerlich, arbeitet der Verstärker tief im Klasse-A-Betrieb und es geht innen ganz schön heiß zu.
Unter Umständen sollte man einmal die Spannungen an den Endröhren messen und nachrechnen, wie stark die Röhren ausgelastet sind. Bei erwähntem Exemplar zeigte es sich als sinnvoll, die Werte der Kathoden-Widerstände zu ändern. Anders läßt sich bei einer Auto-Bias-Schaltung ja der Arbeitspunkt nicht verändern; jedenfalls nicht ohne größeren Aufwand.

Viel Freude an dieser schönen LS-Verstärker-Kombi !

Gruß Eberhard
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Beitragvon Horse Tea » 11.04.2017, 22:14

morphologic hat geschrieben:@ Bilder: Hier sind zwei
- das Äußere ein Bild meines Geräts,


sieht auch noch super aus.

Horst-Dieter
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Beitragvon morphologic » 26.04.2017, 20:09

Danke Eberhard, auch für den Tip mit dem Nachmessen. In der Tat läuft der Audiomat Opera i.W. im Class A Betrieb und wärmt daher ganz schön - ich lasse das mal überprüfen.

btw:
Damit die Engländer (Harbeth) und der Franzose (Audiomat) gut miteinander auskommen, habe ich noch einen Italiener in die Kette gesetzt: Ein Aqua La Voce S2 übernimmt ab jetzt den DA-Wandlungsjob. :wink:

FG - Albert


Zwodoppelvier hat geschrieben:Hallo Albert,

Audiomat ist doch ein Franzose, oder? Sicher eine interessante Kombination mit den Engländern :mrgreen:

Solch ein Gerät habe ich übrigens mal vor vielen Jahren auf dem Arbeitstisch gehabt.
Soweit noch erinnerlich, arbeitet der Verstärker tief im Klasse-A-Betrieb und es geht innen ganz schön heiß zu.
Unter Umständen sollte man einmal die Spannungen an den Endröhren messen und nachrechnen, wie stark die Röhren ausgelastet sind. Bei erwähntem Exemplar zeigte es sich als sinnvoll, die Werte der Kathoden-Widerstände zu ändern. Anders läßt sich bei einer Auto-Bias-Schaltung ja der Arbeitspunkt nicht verändern; jedenfalls nicht ohne größeren Aufwand.

Viel Freude an dieser schönen LS-Verstärker-Kombi !

Gruß Eberhard
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Beitragvon morphologic » 22.09.2017, 15:13

Hallo zusammen,

nach rund eineinhalb Jahren hier im Forum hat sich in meiner Wiedergabekette mittlerweile doch einiges getan, wozu viele spannende Diskussionsthemen, Hinweise und auch Vorstellungen konkreter Produkte ganz entscheidend beigetragen haben - dafür an dieser Stelle einfach mal einen ganz herzlichen Dank in die Runde.

Neben dem Wechsel auf einen NOS-DAC und einen Röhrenverstärker, die die Grundcharakteristik der Wiedergabe prägen, haben einige Tunings die Kette im Ganzen jeweils spürbar verstärkt und verbessert.
Konkret waren das:
- Verkabelung per Stephans Solidcore Kabel (USB, DDC, 2x Strom - für DAC und Verstärker)
- DDCs (ein Afi-USB, ein ifi Audio iUSB)
- Linearnetzteile für Afi-USB (Daniel).

Jeder Schritt hat reproduzierbar die Wiedergabequalität beeinflusst - gefühlt macht es dadurch schlicht mehr Spaß Musik zu hören.

Jüngst habe ich mich dann auch mit der Stromversorgung befasst - Anlass waren zunächst Erfahrungsberichte zum Furman (wie auch im OE Forum diskutiert), dann div. Beiträge zu Filtern / Conditionern, insbesondere zum Lab12 Gordian und dem MFE NF-3.

Nachdem ich meinem Afi-USB DDC und dem DAC jeweils einen Furman AC-210AE gegönnt hatte, war ich vom Zugewinn an Ruhe im Klangbild schon sehr angetan. Entscheidend für den Gedanken hier noch einen Schritt weiter zu gehen, war die Erfahrung, dass die Furmans in meiner Kette KEINE Dynamikbremsen sind. Dies hatte ich in der Vergangenheit (20 Jahre+ her) mit anderen Filtern schon ganz anders erlebt. Diese positive Erfahrung mit den Furmans also hat mich überlegen lassen, ob da vielleicht noch mehr geht.

Den Lab12 Gordian erlebe ich mit seiner smart abgestimmten Filterarbeit konzeptionell als sehr spannend - zugleich fand ich allerdings auch den Gedanken interessant, möglichst viele etwaige Netz-Störsituationen abdecken zu können, ggf. auch etwaige Gleichstrom-Issues. Statt deshalb jedes mögliche weitere klangrelevante Gerät auch noch mit einem weiteren Furman zu versorgen (der ja AC kann, nicht aber DC), habe ich deshalb nach einem Filterkonzept für möglichst viele Geräte inkl. Gleichstromfilterung Ausschau gehalten.

Nun ist es bei mir - wie schon bei einigen Anderen hier – ein MFE NF-3 geworden, der neben seinen Filtereigenschaften mit seinen 12 Ports auch meine Netzleistenfrage gleich mit löst.

Eine der 12 Dosen meines Neuzugangs ist als Standby-Anschluss ausgelegt. D.h. auch wenn der NF-3 ausgeschaltet ist, liegt hier Strom an - ein Pluspunkt, weil es mir wichtig war, daß der Dac always on bleiben kann. Das Schöne: Wird der NF-3 eingeschaltet, geht die Filterfunktion dann auch für diese spezielle Dose online. Bei Herrn Franken kann man sich den NF-3 entsprechend auf die eigenen Bedürfnisse hin konfigurieren lassen.

Die beiden übrig gebliebenen Furmans dürfen sich jetzt um relevante Peripherigeräte kümmern, in meinem Fall sind das Router und NAS.

Der erste, noch frische Eindruck nach einigen Sessions des Hörens:
In meiner Konstellation hat die Netzfilterung mit dem MFE NF-3 – flankiert von den kleinen Furmans mit Assistenzjobs nunmehr in der Peripherie - das Klangbild nochmals reifer, souveräner und stabiler gemacht. Der Klang ist seidiger und voller als bisher, mit mehr Nuancen, die dabei nicht aus dem Bild herausstechen, sondern wunderschön integriert sind. Deutlichste wahrnehmbare Veränderung im Detail bislang: Viel schöneres Decay als bisher - im Ausklang schweben die Töne und halten länger an.

Achso, ja - auch bei mir gilt: keine Dynamikeinbußen mit dem NF-3.

FG - Albert
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