Matthias (Backes & Müller BM 12, Audium Active Center)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
Forumsregeln
Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Matthias (Backes & Müller BM 12, Audium Active Center)

Beitragvon Harry_K » 09.08.2016, 12:04

Hallo Forummitglieder,

ich bin Anfang 40, wohne nördlich von München und meine ersten Hifi-Erfahrungen habe ich Ende der 80ér noch vor der Wende gemacht. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden meine "LoFi"-Aufnahmen mit einem Radio-Kasetten-Rekorder gemacht. Ich hatte aber einen Kumpel, der hatte damals schon ein Kassettendeck im 43ca-Ratsermaß. Wow, dachte ich. Sowas musst du auch mal haben. So war mein erstes Hifi-Gerät mit dem von mir selbst im Ferienjob erarbeitetem Geld auch ein Kassettendeck von Denon DRM 800 für knapp 800,00 DM. Der Rest der ersten Denon-Anlage mit Vollverstärker, Tuner und Plattenspieler kam dann Stück für Stück, Meine ersten Lautsprecher waren von ATL.

In der Zwischenzeit kamen und gingen viele Geräte (Mini-Disk, DAT, CD-Reckorder, Surround-Dekoder, -verstärker und -receiver. Die letzte Voraktiv-Kette bestand bzw. besteht aus Nubert-LS NuLine 120 mit ATM inkl. Center 72 sowie DS24, Emotiva DAC und Suround-Vorstufe, Rotel RB 1582, sowie Emotiva 7-Kanal-Endstufe.

Interessiert hat mich die Aktiv-Welt schon immer, hatte aber nie den richtigen Zugang zu ihr gefunden. Bis ich letztes Jahr bei meinem Schwager, der vorher bereits bei Herrn Krings sowie Uwe Jessen diverse Hörsessions gemacht hat und sich daraufhin bei Herrn Jessen eine Backes & Müller gekauft hat, seine BM8 an einem T+A DAC 8 gehört. Was da an Räumlichkeit und elektrisierter Luft zu hören war, hätte ich nicht für möglich gehalten. Also Entschluss gefasst; das musst du auch haben.

Ich habe lange überlegt, welcher Lautsprecher es sein soll, da ich mein Nubert-Set aufgrund von Platzverhältnissen ohne Subwoofer betrieben habe und ich aufgrund der Surroundeinbindung einen basspotenten Lautsprecher brauchte. Die Wahl fiel dann auf eine privat gekaufte BM12 V-Fet (eine der letzten, die noch das eckige Gehäuse haben, aber bereits relativ schmal in der Breite sind). Der erste Höreindruck im Vergleich zu meinen Nubert war natürlich schon bässer und auch der Hochtonbereich war mehr losgelöst. Aber das Hörerlebnis bei meinem Schwager wollte sich irgendwie nicht richtig einstellen!
Zwischenzeitlich habe ich mir dann auf Empfehlung von Herrn Jessen noch einen Audium Active Center bei ihm gekauft, der wirklich ein sehr gutes Matching zu den BMs besitzt und aufgrund des Breitbänders auch ein sehr gutes Ab- und Rundstrahlverhalten hat.

Nach diversen Recherchen, auch hier im Forum, habe ich dann meine BM12 bei Herrn Jessen überholen lassen (übrigens ein sehr angenehmer Mensch und immer ein offenes Ohr). Wieder zu Hause wollte sich immer noch nicht mein Hörerlebnis einstellen. Herr Jessen meinte, dass kann am Lautsprecher eigentlich nicht liegen, weil ihm bei seinem Probelauf nichts außergewöhnlich vorkam. Auf meinen Hinweis hin, dass das fehlende "Loslösen" der Musik vom Lautsprecher evtl. an den nicht überholten Mitteltöner liegen könnte - Superhochtöner waren bereits nicht-Geregelte und die Hochtöner wurden im BM-Werk vollständig überholt, da die Sicke eines Mitteltöners auch nicht mehr sonderlich gut aussieht (leicht eingerissen), meinte Herr Jessen, dass dies nicht die Ursache wäre. Die Regelung kompensiert dies vollständig und elektrisch gäbe es nichts an den Mitteltönern auszusetzen. Nun gut, dachte ich, muss es doch etwas anders sein.

Nach diversen Recherchen hier im Forum, welche Geräte ihr so habt, habe ich mich entschieden, dass eine neue Vorstufe her muss. Derzeit häre ich mit einer Emotive UMC-200, an der ein Emotiva XDA-2 Dac hängt (es ist mit fast schon peinlich, hier so was zu schreiben :) ). Da hier in den Gehäusen mehr Luft verbaut ist, kann die Qualität also im Vergleich zu anderen nicht die beste sein, auch wenn die Geräte für sich in Bezug auf den Preis schon toll sind.

Daher bitte ich Euch um Vorschläge. Ich benötige eine Vorstufe/DAC, die eine Art HomeTheatre-Bypass-Funktion hat, damit ich mein Heimkino integrieren kann. Der Abacus PreAmp 14 hat eine solche Funktion, nur fehlt mir hier evtl. eine gute DAC-Option. Ich habe auch schon den Beitrag über den Oppo HA-1 gelesen, der wohl erst durch die Gertifizierung sein wahres können ausspielen kann.

Zwischenzeitlich war ich auch mit Jos von MagnaHifi in Kontakt zwecks eine, Audio-GD Master 11, der zwar eine Bypass-Funktion haben könnte, von der mir Jos aber abgeraten hat, da der Eingang dann wohl viel zu laut wäre. Er empfahl mir auf diese Funktion zu verzichten, da sich der Master 11 die Lautstärkeeinstellung vom letzten Betrieb merkt, so dass man dies auch wie eine Art Bypass verstehen kann.

Wie seht ihr das? Könnt ihr mir etwas empfehlen, wie ich weiter vorgehen sollte?

Das soll es erst mal für die Vorstellung gewesen sein. Ich hoffe auf eine spannende Konversation.

Bis dahin
Matthias
Bild
Harry_K
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 82
Registriert: 07.08.2016, 16:19
Wohnort: Nördlich von München

Beitragvon slarti05 » 09.08.2016, 13:11

Hallo Matthias,

herzlich willkommen im Forum!

Über die fehlende "Loslösung" des Klangs kann man erst mal nur spekulieren, ich hätte jedenfalls kein gutes Gefühl bei einer eingerissenen Sicke - auch die Regelung kann nicht zaubern.

Erfahrungsgemäß hat die Loslösung, Ortung und Dreidimensionalität aber tendenziell sehr viel mit der Raumakustik und der (fehlenden) Phasenrichtigkeit der verschiedenen LS-Treiber zu tun. Kannst Du etwas über Deine Aufstellung /Raum sagen (oder gar zeigen)?

Wahrscheinlich würdest Du eine deutliche Verbesserung durch moderne Raumkorrektur (mit Phasenkorrektur) erreichen (technische Defekte abstrahierend) wobei hier insbesondere Acourate als Software für die Filtererstellung zu nennen ist. Damit bietet sich aber auch der Abacus Preamp 14 an, da hiermit die Filter ohne PC sehr elegant (und gut klingend) angewendet werden können.

Bei dem Derivat des Preamp "Abacus Cleanvolver" (von audiovero/Acourate, Uli Brüggemann, hier im Forum) hättest Du auch einen Digitaleingang (und damit universellen DAC). Den nutze ich an meiner Zweitanlage und finde Preis/Leistung sensationell.

Nebenbei - ich habe auch jahrelang die UMC 200 als Vorverstärker für die Einbindung meines Surroundsystems genutzt. Das ist ein wirklich sehr guter Vorverstärker, wenn Du die analogen Eingänge (also die 7.1 Eingänge) ohne jedes Processing nutzt (mit einem vorgeschalteten DAC auf jedem gewünschten Qualitätsniveau). Viel viel besser als über den eingebauten DAC.

Und wenn ich schon dabei bin - da für mich sehr gutes Stereo in Verbindung mit Heimkino auch zentral sind, habe ich die UMC 200 durch die Emotiva XMC-1 ersetzt. Das ist noch besser und bietet vor allem den Vorteil, dass man mit DIRAC eine ebenfalls sehr gute Raumkorrektur (mit Phasenkorrektur) für alle Quellen nutzen kann. Und mit den analogen 7.1-Eingängen kann man dann unbegrenzt flexibel sein ... Ich kann mir nur schwer eine bessere Lösung für die Stereo/Surround-Kombi vorstellen.

Viele Grüße
Ralf
Bild
slarti05
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 161
Registriert: 17.10.2011, 18:28
Wohnort: MTK

Beitragvon h0e » 09.08.2016, 13:24

Hallo Matthias,

irgendwie fehlte mir die Angabe der Quelle, zum Dac und Vorstufe kann ich nichts sagen.
Evtl. fehlt schon an der Quelle die notwendige Qualität, um frei aufzuspielen.

Grüsse Jürgen
Bild
h0e
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 1031
Registriert: 11.11.2013, 09:40
Wohnort: München

Beitragvon Harry_K » 09.08.2016, 13:43

Danke schon mal für das erste Feedback.

Die Quelle ist in seltenen Fällen ein Marantz CD67SE. Meistens höre ich über eine Logitech Squeezebox Touch mit EDO-PlugIn am DAC per Koaxial-Kabel. Ich habe zwar auch einen HTPC über den USB-Eingang verbunden, aber ich finde, dass die Touch noch immer besser klingt, obwohl hier noch das normale Netzteil dranhängt.

Ich habe auch schon mal Daphile über USB-Stick am HTPC ausprobiert, aber klanglich finde ich noch immer die Touch am Besten.

Beim Musikhören geht die o.a. Quelle per digital in den Dac, von dort in den UMC und von dort aus zu den BM12. Der UMC steht dabei natürlich auf DIRECT.
Bild
Harry_K
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 82
Registriert: 07.08.2016, 16:19
Wohnort: Nördlich von München

Beitragvon Christian Kramer » 09.08.2016, 13:49

Hallo Matthias,

das mit dem Loslösen kenne ich auch von meiner BM12, da spielte alles nur zwischen den Boxen, erst als die Prime 14 bei mir im Wohnzimmer standen, löste sich die Musik von den Boxen.
Ich würde nicht so viel Geld für Gerätschaften ausgeben und mal ein Blick auf die neuen Modelle von B&M wagen, die sind eindeutig besser und gebraucht auch erschwinglich.

Grüße Christian
Bild
Christian Kramer
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 756
Registriert: 21.01.2008, 15:17
Wohnort: Rhein-Kreis Neuss

Beitragvon cinematic » 09.08.2016, 13:59

Hallo Matthias,

grüß Dich im Forum! :cheers:

Was bei mir hilft für eine möglichst große Losgelöstheit (getestet mit BM18, BM Nano, BM4) ist eine möglichst freie Aufstellung der Lautsprecher.

Und testweise ruhig auch mal enger stellen und nicht anwinkeln, entgegen dem normal empfohlenen gleichseitigen Dreieck.

Grüße
tom
Bild
cinematic
inaktiv
 
Beiträge: 708
Registriert: 28.04.2013, 11:42

Beitragvon Harry_K » 09.08.2016, 18:33

Zu meinem Hörraum muss ich sagen, dass es sich hierbei um unser Wohnzimmer handelt. Daher sind die baulichen Veränderungen oder die Veränderung der Position der Lautsprecher relativ begrenzt.

Die Lautsprecher stehen ca. 35 cm vor der Rückwand. Zur Seite hin ist der rechte Lautsprecher vollkommen frei. Links ist die Seitenwand zwar 40 cm entfernt, aber ist direkt neben den Lautsprecher, beginnend ab der Front in Richtung Hörraum, eine Tür zum Nebenraum, so dass der unmittelbare Direktschall "abgeleitet" werden kann. Ich mache ggf. mal ein paar Bilder.

Zum Vorverstärker habe ich mich bereits ein paar mal mit dem Abacus beschäftigt. Da die BM12 symmetrische Eingänge hat, wollte ich eigentlich auch einen symmetrischen Vorverstärker, also bspw. den Oppo oder auch den Master 11. Ich hatte auch schon mal mit einem gebrauchten Krell KAV 250p geliebäugelt, der ja auch eine HTBP-Funktion hat.

Der Abacus ist wohl "nur" elektronisch symmetrisiert. Ob man das hören kann, weiß ich natürlich nicht. :D Beim Abacus stellt sich für mich die Frage, welcher Version dann zu nehmen wäre. Beim Original kann man lesen, dass es hier regelmäßig Software-Updates mit der Implementierung von neuen Features gibt. Bei der AudioVero-Version ließt man dazu fast nix. Auch wenn das Accourate extrem interessant klingt, fürchte ich, dass das relativ kompliziert ist. Ich brauche halt ein mehr oder weniger Plug&Play-Gerät, welches auch mit verschiedenen Abtastraten beim DAC/Streamer funktioniert.

Es bleibt spannend, was ihr noch so an Erfahrungen mitteilen könnt.

Danke und viele Grüße
Matthias
Bild
Harry_K
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 82
Registriert: 07.08.2016, 16:19
Wohnort: Nördlich von München

Beitragvon Harry_K » 22.04.2017, 08:22

Hallo zusammen,

hiermit möchte ich mal ein kleines Update meines Vorstellungsthreads geben.

Seit Dezember 2016 habe ich nach einem kurzen Zwischenstopp mit einem Abacus Preamp 14 einen Audio-GD Master 11 Dac/Vorverstärker. Das Gerät ist gebaut wie ein Panzerschrank und genau so tief wie breit.
Einen Vergleich zu anderen Geräten, außer vielleicht einem Preamp 14, kann ich nicht liefern, da ich vorher einen eher einfachen Emotiva-Surround-Preamp eingesetzt habe.

Neben dem Klangupdate, der sicherlich von jedem anders interpretiert wird und auch durch die Jumper-Einstellungen der Dac-Sektion in gewissen Maße seinen Vorstellungen noch "angepasst" werden kann, möchte ich hauptsächlich auf eine Eigenschaft eingehen, die dieses Gerät meines Erachtens besonders macht. Das wäre die Lautstärkeregelung.

Meine alten BM12 haben die Besonderheit, dass diese eine sehr hohe Empfindlichkeit haben. Dies macht sich dadurch bemerkbar, dass man bei "normalen" Lautstärkepotis nur einen sehr eingeschränkten Regelbereich in der Lautstärke hat. Bei maximal 9 Uhr ist Schluss und jeder mm mehr gedreht erzeugt eine überdurchschnittlich starke Änderung der Lautstärke. Dazu kommt noch, dass viele Geräte gerade im unteren Regelbereich Auflösungsdefizite haben (sollen).

Der Master 11 hat eine analoge, über mehrere Bänke von Widerständen zuschaltbare Lautstärkeregelung. Dies bewirkt, dass auch im unteren Regelbereich die volle Auflösung erhalten bleibt. Jede Änderung der Lautstärke macht sich durch einen vernehmbaren "Klack" bemerkbar, so dass man regelrecht hört, dass immer andere Kombinationen von Widerständen geschalten werden.

Auch die Integration einer Surroundanlage lässt sich sehr gut lösen. Da sich jeder Eingang die letzte individuelle Lautstärkeeinstellung merkt, kann man das Signal an einem der analogen Eingänge einfach durch den Master 11 durchleiten. Bei mir steht der Eingang 9 bspw. auf einer Lautstärkeskala bis 100 auf 80.
Ich bin mit dem Master 11 auf jeden Fall sehr zufrieden und würde ihn auch wieder kaufen.

Bis dahin
Matthias
Bild
Harry_K
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 82
Registriert: 07.08.2016, 16:19
Wohnort: Nördlich von München

Beitragvon wgh52 » 27.04.2017, 11:09

Hallo Matthias,

gerade sah ich Deinen Beitrag.

Harry_K hat geschrieben:Meine alten BM12 haben die Besonderheit, dass diese eine sehr hohe Empfindlichkeit haben. Dies macht sich dadurch bemerkbar, dass man bei "normalen" Lautstärkepotis nur einen sehr eingeschränkten Regelbereich in der Lautstärke hat. Bei maximal 9 Uhr ist Schluss und jeder mm mehr gedreht erzeugt eine überdurchschnittlich starke Änderung der Lautstärke.

Sollten die BM12en wirklich keinen Pegelsteller haben? Das würde mich schon wundern ... Aber falls dem so ist: Es wäre für einen Elektroniker wirklich kein Raketenbau auf der BM-12 Eingangsplatine einen Spannungsteiler oder Pegelsteller zu platzieren. MEn bewährt es sich vor der LS-Einspeisung mit höherem Pegel zu arbeiten und diesen gegebenenfalls am AktivLS geeignet abzusenken. Das kommt dem Gesamtrauschabstand der Anlage zugute.

Grüße,
Winfried

4069
Bild
wgh52
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 4286
Registriert: 25.01.2008, 15:17
Wohnort: Schweitenkirchen

Beitragvon Harry_K » 27.04.2017, 17:44

Hallo Winfried,

mit diesem Problem hatte ich seiner Zeit auch Hanno konfrontiert. Er meine sinngemäß, dass wäre bei den alten BM's an der LS-Elektronik nicht möglich bzw. vorgesehen. Daher bietet er für Kunden, die dieses Problem haben, zwei Alternativ-Potis für seinen PreAmp 14 an.

Viele Grüße
Matthias
Bild
Harry_K
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 82
Registriert: 07.08.2016, 16:19
Wohnort: Nördlich von München

Beitragvon wgh52 » 27.04.2017, 20:46

Matthias,

ich will Honno sicher nicht zu nahe treten... "Nicht vorgesehen" ist wohl richtig, "nicht möglich" eine Pegeleinstellung nachzurüsten stimmt meines Erachtens nach aber schlicht nicht. Wie auch immer, es war ja auch nur so eine Idee :cheers:

Grüße,
Winfried

4070
Bild
wgh52
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 4286
Registriert: 25.01.2008, 15:17
Wohnort: Schweitenkirchen

Beitragvon Harry_K » 14.05.2017, 20:11

Hallo zusammen,

ich hatte am Freitag Besuch von einigen netten Mitforenten und wir wollten ergründen, welche Möglichkeiten des Upgrades meiner Anlage existieren und wie sich diese klanglich bei mir bemerkbar machen.

Wir hatten vor, einen Afi USB, einen Gordian Lab12 sowie einen Prototyp eines gemoddeten und optimierten DDC bei mit zwischen Squeezeboc Touch und Audio-GD Master 11 zwischenzuschalten. Der AFI schied leider gleich zu Beginn aus, da ich nicht berücksichtigt hatte, dass mein Master 11 keinen digitalen xlr-Eingang hat. Schade.

Das "Modding-Modul" hat dann funktioniert. Da davon auszugehen ist, dass die Wirkungsweise dem eines Afi vergleichbar ist, stellte sich der Unterschied so dar, dass das Klanggeschehen differenzierter und aufgeräumter war. Der Tiefbass entwickelte sich zu einem konturierterem und sauberen Bass. Tendenzielles Brummen verschwand in dem gehörten Teststück (Jaques Loussier's Kleine Fuge in G-Moll von der stereoplay CD "Perfektes Timing" - gesponsert übrigen von B&M :wink: ). Das zusätzliche Einschleifen des Lab12 brachte abermals einen Schritt in diese Richtung.

Ich möchte aber klarstellen, dass es sich dabei für mich um Nuancen gehandelt hat. Das Bedürfnis eines Haben-Wollens ist bei mir dabei nicht aufgekommen. Das ist auch das positive, welches ich technisch gesehen aus diesem Abend mitgenommen habe. Gerade weil sich der klangliche Zugewinn nicht wie erhofft herausgestellt hat, kann man auch ohne die vielen am Markt befindlichen Zusatzhelferlein entspannt Musik hören.

Charly vom OEM-Forum hat mal sinngemäß gesagt, dass es ganz besonders wichtig ist, der Lautsprecher zum Hörraum passen muß. Für mein Empfinden denke ich, dass ich da wohl Glück hatte, da die BM12 mit meinem eher halligen Raum gut harmonieren. Die Klangharmonie wird von den Lautsprechern und der dovor hängenden Elektronik bestimmt, nicht durch Kabel, Reclocker o.ä.. Sicherlich, der Hochtonbereich ist vielleicht raumbedingt etwas vordergründig, was die Mitten vielleicht sein könnten. Vielleicht können ja auch die dabei gewesenen Mitforenten ein paar Worte schreiben. Ich würde mich darüber freuen.
Es kann aber auch durchaus sein, dass meine Elektronik nicht sensibel genug ist, die Aufwertungen wiederzuspiegeln. Oder es sind meine Holzohren. :roll:

Es ist auch immer wieder erstaunlich, welche Anstrengungen unternommen werden, das verdammte USB-Signal durch Kabel, Reclocker und DDC aufzuwerten. Hier muss es doch eine Lösung geben, dieses Dilemma zu umgehen? Wir werden sehen ...

Ich möchte mich auch noch mal bei den beteiligten Personen bedanken, die sich die Mühe gemacht habe, ihr halbes Equipmet bei sich zu Hause aus deren Anlage herauszunehmen und diese wieder bei mir aufgebaut haben. Männer, es war ein toller Abend.

In diesem Sinne; viele Grüße
Matthias
Bild
Harry_K
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 82
Registriert: 07.08.2016, 16:19
Wohnort: Nördlich von München

Beitragvon Hans-Martin » 14.05.2017, 20:24

Harry_K hat geschrieben:Für mein Empfinden denke ich, dass ich da wohl Glück hatte, da die BM12 mit meinem eher halligen Raum gut harmonieren. Die Klangharmonie wird von den Lautsprechern und der dovor hängenden Elektronik bestimmt, nicht durch Kabel, Reclocker o.ä.. Sicherlich, der Hochtonbereich ist vielleicht raumbedingt etwas vordergründig, was die Mitten vielleicht sein könnten. Vielleicht können ja auch die dabei gewesenen Mitforenten ein paar Worte schreiben. Ich würde mich darüber freuen.
Es kann aber auch durchaus sein, dass meine Elektronik nicht sensibel genug ist, die Aufwertungen wiederzuspiegeln. Oder es sind meine Holzohren :roll: .

Hallo Matthias,

ich vermute, dein halliger Raum verhindert, dass bestimmte bewährte Maßnahmen und Geräte ihre Qualitäten ausspielen können.

Grüße Hans-Martin
Bild
Hans-Martin
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 4968
Registriert: 14.06.2009, 14:45

Beitragvon wgh52 » 14.05.2017, 20:44

Hallo Matthias,

danke für einen schönen Hör- und Versuchsnachmittag, bei dem auch das "Socializing" nicht zu kurz kam und für die schmackhafte Bewirtung! Die Zeit verging im Fluge :cheers:

Die Halligkeit Deines Raumes empfand ich für einen Wohnraum als nicht extrem, zwar schon hörbar, aber (abhängig vom WAF) wahrscheinlich leicht behandelbar. Wie wir beim Besuch bereits bemerkten, wäre eine leicht veränderte Mitten zu Höhen Balance (etwas mehr Mittelton und evtl. etwas weniger Hochton) dem Hörgenuss wahrscheinlich zuträglich, auch ohne raumakustische Maßnahmen. Ich bin, wie auch besprochen, bereit bei entsprechenden Versuchen zu helfen, von mir ist's wirklich (fast) ein Katzensprung zu Dir.

Wir waren uns jedenfalls (für mich überraschend) einig, dass Deine BM12 in Deinem Raum wirklich Potenzial haben, also noch Einiges an Kettenverbesserungen umsetzen könn(t)en. Ich stimme Dir bei der Beurteilung der gehörten klanglichen Aufwertungen zu, dass die Modifikationen zwar hörbare Verbesserung brachten, man aber (speziell nach Boxenabstimmung :wink: ) auch ohne diese schon sehr schön und entspannt Musik genießen kann. Deine subjektive Einschätzung der "Notwendigkeit" (sprich: "will haben") bleibt natürlich unbenommen!

Mir sind die gehörten Verbesserungen der Basskontur, einhergehend mit etwas schlankerem Bass, irgendwie am deutlichsten positiv vorgekommen. Wenn ich zur Abstimmung vorbeikomme schau'n wir auch mal wie's mit Raummoden und Basspegel allgemein aussieht.

Danke nochmals und beste Grüße,
Winfried

4083
Bild
wgh52
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 4286
Registriert: 25.01.2008, 15:17
Wohnort: Schweitenkirchen

Beitragvon Harry_K » 14.05.2017, 20:51

Hallo Hans-Martin,

mit hallig meinte ich dabei tendenziell. Sprich die Nachhallzeit ist im Vergleich zu anderen Räumen tendenziell etwas länger. In einem Kirchenschiff wohne ich ja nun nicht grade. :wink:

Wie gesagt, der Unterschied war schon hörbar. Es muss nur jeder für sich entscheiden, welchen Preis welche Verbesserung einem Wert sind. Für mich persönlich waren es diese nicht. Kann ich froh sein, einen nicht optimierten Hörraum zu haben?!

Viele Grüße
Matthias
Bild
Harry_K
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 82
Registriert: 07.08.2016, 16:19
Wohnort: Nördlich von München

Nächste

Zurück zu „wie ich zum aktiven Hören kam“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste