Matthias (Backes & Müller BM 12, Audium Active Center)

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Beitragvon Harry_K » 25.07.2017, 18:45

Als wichtigste Änderung meiner Kette habe ich einen RPI mit einem Pi2Design 501 HAT, den ich mit getrennten Stromversorgungen für RPI und Hat vom HDPlex per BNC am Master 11 angeschlossen habe. Den Master 11 habe ich heute auf NOS-Mode gesetzt, also No Oversampling. Der gesamte Klangbild hat sich körperhafter, offener und heller entwickelt mit einer deutlichen Verbesserung der Sprachverständlichkeit. Trotz hellerem Klangbildes würde ich es gleich warm wie mit der bisherigen 2-fachen Oversampling Einstellung einstufen. Also ich denke, die bisher bemängelte Mitteltonzurückhaltung ist beseitigt.

Weiterhin nutze ich seit einigen Wochen Roon und habe den RPI mit Dietpi die roon-Bridge installiert. Hier habe ich meine Raummode per PEQ, welche ich mit REW ermittelt habe, wirksam korrigiert. Dahingehend ist auch das Gebrummel untenrum erledigt. Allerdings ist meine Erfahrung, dass man nicht zu viel korrigieren sollte. Im Tieftonbereich ist so viel Rauminformation enthalten, dass man hier mit einen zu viel deutlich Räumlichkeit einbüßt. Von den 11 per REW ermittelten PEQ-Korrekturen habe ich nur die Stärkste bei 36Hz mit -14 dB korrigiert. Alle anderen habe ich ignoriert. Damit bleibt der körperhafte Klang der BM12 vollständig erhalten. Also nix korrigiert ist nix, und zu viel ist auch nix :wink: .

Darüber hinaus habe ich mit Bajano am Wochenende ein recht ausführlichen Workshop gemacht, bei dem wir diverse Konstellationen zwischen meinem und seinem Equipment gegen getestet haben. Die Lautsprecher waren stets seine BM12. Als Fazit hat sich dabei für mich ergeben, dass die USB-Verbindung wohl die schlechteste aller Verbindungen ist. Sicherlich klang sein RPI per SolidCore-USB am ReGen und von dort in den stromoptimierten Singxer offener und räumlicher mit mehr Hochtonenergie. Das habe ich als Holzohr aber nur im direkten Vergleich, Bajano aber sofort gehört (war ja auch seine Kette :cheers: ). Unter Berücksichtigung des Aufwandes zur Aufarbeitung des USB-Signals war ich schon erstaunt, wie gut der kleine RPI klingen kann. Vielleicht können wir zum Forenworkshop ja mal ein Vergleich zwischen den verschiedenen Streaming Clients machen.

Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon Bajano » 26.07.2017, 18:51

Hallo Matthi,

also als Holzohr brauchst Du Dich (zumindest im Vergleich mit mir) nicht einzustufen: Deine Beschreibung der Auswirkungen von Korrekturen im Tieftonbereich mittels PEQ-Einstellungen teile ich vollumfänglich.

Du hattest ja bei meinen PEQ-Einstellungen in Roon ein wenig Hand angelegt und einige Korrekturen ausgeblendet. Nachdem ich nun drei Tage ausschließlich mit diesen Einstellungen Musik höre, kann/muss ich sagen, dass es so sehr viel besser ist. Bei noch mehr Korrektur fehlt auch mir das Körperhafte ... vielen Dank für Deine Abstimmung!

Der Workshop mit Dir hat mir viel Freude bereitet und ich konnte meinen Horizont mal wieder erweitern. Egal, ob es um mir bisher unbekannte Musikstücke ging, oder aber um Vergleich von Hardware.

Auch stimme ich Dir zu, wenn Du behauptest, dass die USB-Verbindung "out of the box" schlecht ist. Allerdings meine ich (zumindest als Erfahrung in meinen bisherigen Konfigurationen) gleichzeitig, dass die USB-Verbindung das größte klangliche Verbesserungspotential von allen bietet. Ich habe bisher keine Verbindung in meiner Audiokette erlebt, die der optimierten USB-Verbindung (bei mir mit Uptone ReGen, Singxer F-1 und jeweils optimierter Stromaufbereitung) ebenbürtig gewesen wäre. Natürlich ist das dann preisbezogen eine ganz andere Hausnummer ... aber die letzten Prozent sind nunmal die teuersten :wink: . Ob der ganze Aufwand lohnt und sich preislich noch im Rahmen bewegt, kann und muss bei unserem Hobby jeder für sich selbst entscheiden.

Ich freue mich auf jeden Fall für Dich, dass Du durch die geschilderten Änderungen an Deiner Anlage wieder einen Schritt nach vorne gemacht hast :cheers: .

Nun bin ich sehr auf Deinen Hörbericht hinsichtlich der von Ralph revidierten Mitteltöner gespannt.

Viele Grüße,
Olli
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Beitragvon Harry_K » 27.07.2017, 08:20

Hallo Olli,
Danke für die Blumen :cheers: Mir hat der Workshop auch viel Freude bereitet.

Du hast natürlich Recht; die schlechte Ausgangsposition des USB-Signals bietet weitreichendes Verbesserungspotential, welches mit diversen Zusatzkästchen und Kabeln auch entsprechend deutlich verbessert wird. Das Niveau des Ausgangsmaterials wird auf deutlich höhere Ebenen gehoben. Ich wollte nur herausstellen, dass der Einsatz solcher Helferlein bei Einsatz des USB-Ausgangs eigentlich keine Option ist, sondern ein Muss.

Zum Klang mit den neuen Mitteltönern kann ich eigentlich nichts genaues schreiben, da ich den DAC ja auf NOS umgestellt hatte, was vorher nicht der Fall war. Allerdings ist eigentlich nicht vorstellbar, dass das luftigere und losgelöster Klangbild nur vom NOS-Mode des Master 11 kommt. Dahingehend hat sich alles in eine sehr positive Richtung entwickelt. Im Moment vermisse ich eigentlich nichts und ich bin zufrieden. Das ist doch schon mal viel wert und ich brauche mir nicht immer suchend die selben Musikstücke anzuhören, um evtl. etwas rauszuhören, was vorher nicht da war. :lol:

Viele Grüße
Matthias
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