Siegfried (DIY-Hörner)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Siegfried (DIY-Hörner)

Beitragvon Sigi M. » 31.01.2017, 13:24

Hallo zusammen,

mein Vorname lautet Siegfried Bj 1960

Werdegang
- ich interessiere mich für Hifi & Lautsprecher seitdem ich mit 15 Jahren schon alte Röhrenradios ausgeschlachtet habe, um daraus "Boxen" zu bauen :-) und diese an meinen Radiorecorder anzuschliessen
- Studium Nachrichtentechnik (wir hatten einen Schalltoten Raum an der Uni), viele Boxenvergleichstest mit Freunden und deren Anlagen (man traf sich und trug alles zusammen)
- beruflich zunächst Projektierung und Vertrieb Beschallungstechnik, dann doch Wechsel in die Softwareentwicklung

aktuelle Kette
im Betrieb ein modifiziertes Klipscheckhorn als Subwoofer, momentan bastele ich an einer Hornentwicklung Subwoofer - Eckhorn (1,8 m hoch, Diagonal 1,4 m) ab 18Hz/0 dB max SPL 120dB (Eigenentwicklung) // Kickbasshorn (75-350 Hz) (Eigenentwicklung) // MT,HT Jabo Horn KH 72 mit BMS 4590 (zugekauft), Kickbass und Jabo werden als Punktschallquelle angeordnet (Höhe 1,6 m), betrieben über PC mit Acourate (active XO) und Fireface 802

Hörraum
Alleinstehendes EFH, schwerhöriger Nachbar, Wohnzimmer L-Form offene Bauform, viele Fenster (gut für Bass), ca 50 m², halbdiagonale Aufstellung/ Hörposition im Raum ohne direkte Rückwand, (ich sitze auf ca 55% (Wand vorne/hinten) vor den Speakern, seitlich ca. 1,2 m von der Wand entfernt
- und eine ungewöhnlich tolerante Frau :-)) besser geht's fast nicht ...

Musikvorlieben
alles mit viel Bass, aber auch Jazz und Weltmusik, Audiophiles überhaupt, keine Schlager

warum bin ich hier?
Mit Acourate bin ich Anfänger, aktuell befasse ich mich mit Treiberlinearisierung vor der Delayfeststellung, und habe (wie viele andere auch) so meine Fragen zu Acourate.
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Sigi M.
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Beitragvon cornoalto » 31.01.2017, 20:22

Hallo Siegfried, oder darf ich Sigi sagen?
herzlich willkommen in diesem Forum, das dir wie kein zweites die besten Antworten geben wird.
Ein Eckhorn, hoher Wirkungsgrad, diy, Acourate, diagonale Aufstellung, RME, PC,ein großer Hörraum mit Sitzplatz weit weg von einer Rückwand- all das verbindet uns! :cheers:
Dein Setup macht sicher auch viel Spass.
Mit Uli Brüggemann als ersten Ansprechpartner in Sachen Acourate und bekennenden Horn-Fan hast du ja schon den perfekten Ratgeber gefunden.
Kannst du mal ein Foto von deinem Setup einstellen?
Wie groß ist der Hörabstand? Wäre die Punktschallquelle auf Ohrhöhe nicht besser positoniert?
Hast du auch schon an der Akustik des Hörraums gearbeitet? Wie gross sollte der Sweetspot für deinen Geschmack sein?
Wenn du nämlich kein Problem mit einem sehr kleinen Sweetspot, sagen wir mal -+10 cm in jede Richtung hast, kannst du Acourate erst richtig ausreizen, finde ich.

Viele Grüße

Martin
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Beitragvon Sigi M. » 31.01.2017, 23:04

Hallo Martin,

vielen Dank für Deinen netten Empfang :-)
Sigi ist ok!
Habe mal 10 Jahre in Nürnberg gewohnt - Superzeit damals !!
... und in Coburg gabs die besten Bratwürste am Markt auf Tannenzapfen gegrillt ! Suuuperlecker, gibt's die noch?

Ich habe auch mal mit dem Eckhorn 18 Gedanken gespielt, wollte dann aber was selber machen, Plan steht (AJHorn) aber der genaue Zuschnittplan, für den hatte ich noch keine Zeit. Das Ding muss sich ja wohl zum Fensterscheiben ausbauen eignen :oops: erzähl mal !

Dein Setup macht sicher auch viel Spass.
ja, mittlerweile schon...
ich bin seit über einem Jahr dran, und es wird immer besser, am Anfang dachte ich es würde genügen eine Weiche auszurechnen zusammenlöten - passt..
Der Weg war lang, immer wieder musste ich einsehen: Du hast den falschen Ansatz, bestimmt sieben oder acht mal hab ich fast heulend im Garten gesessen :? (nicht so wörtlich nehmen), weil's einfach nicht so wollte und ich gemerkt habe, das was falsch läuft, dann habe ich mir meinen nächsten Ansatz gesucht und bin zurück auf "Los" ;-) (ich musste erst lernen, eine Simulation zu benutzen, herausfinden was Phasenverhalten und Gruppenlaufzeit bedeuted, den ganzen Kram halt, Stück für Stück - autodidaktisch - geile Erfahrung würde ich sagen)

Momentan habe ich einen Stand erreicht, den ich für mich persönlich anfangs nicht für möglich gehalten habe, aber die Demo von Erik Forker (volvotreter.de) mit Acourate active XO mit Fireface 800 hat mir gezeigt, es geht NOCH besser. Wir hatten nur die Treiberlinearisierung noch nicht durchgeführt. Da bin ich jetzt dran.

Wie groß ist der Hörabstand? ca 3,6 - 4 m

Wäre die Punktschallquelle auf Ohrhöhe nicht besser positoniert?
Ja der Kickbass soll 1,6 m hoch werden, mittig das 72 cm Horn und je nach Höreindruck 10-30 cm Ständer drunter, so dass man zwischen 1,6m/2 + 10cm bis 30cm also Ohrhöhe 90cm bis 110 kommt. Aber das ist Planung, der aktuelle steht noch direkt auf dem (Fuss-) Boden

Hast du auch schon an der Akustik des Hörraums gearbeitet? Wie gross sollte der Sweetspot für deinen Geschmack sein?
Meiner Erfahrung nach wird der Sound mit dem Jabo (72 cm!) recht gepresst (auf hohem Niveau), wenn ich über 15/10 linearisiere, damit habe ich einen Sweetspot, der je nach Ausrichtung (vor dem Hörplatz überkreuzen) ca. 3/4 Sofabreite (1,5m) ausmachen kann. Aber man kann es auch so ausrichten, dass er nur ca. 30-40 cm gross ist (direkt auf die Ohren)

Ja akustisch: ca 0,8 m³ Rockwool in Holzrahmen... Teppich, klar.. für den Deckenabsorber liegt das Material schon (2 Stück zwischen Horn und Hörplatz pro Seite R/L oben an der Decke) im Übrigen habe ich ca. 14 m² Streifenvorhänge vor den Fenstern, das verhindert Flatterechos, laut RWE passt der Nachhall aber schon ganz gut. (bei 0,4 wenn ich mich recht erinnere)

Mein Obergeschoss ist der Helmholtzresonator für den Bass ;-) hab eh eine Holzbalkendecke und viele Fenster...

Ich schicke es erstmal so ab, Photos kommen sowieso noch, ok?!?
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Beitragvon phase_accurate » 01.02.2017, 09:22

Hallo Sigi

Dein Setup ist irgendwie "verrückt" - aber ich muss gestehen, ich mag solche Sachen ! 8) Das erinert mich an die Zeit, wo man meinen Musikgeschmack auch noch in etwa einem Kilometer Distanz gekannt hat ! :mrgreen: :cheers:

Viel Spass im Forum

Charles
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Beitragvon Sigi M. » 01.02.2017, 12:49

phase_accurate hat geschrieben:Hallo Sigi

Dein Setup ist irgendwie "verrückt" - aber ich muss gestehen, ich mag solche Sachen ! 8) Das erinert mich an die Zeit, wo man meinen Musikgeschmack auch noch in etwa einem Kilometer Distanz gekannt hat ! :mrgreen: :cheers:

Viel Spass im Forum

Charles


Hallo Charles,
ja, verrückt, Gott sei Dank spielt meine Frau mit, aber: size matters :shock:
Hintergrund:
Es geht noch nicht mal soo um die Lautstärke, obwohl ich schon gerne laut höre, aber
Reserven haben, keine Limittierung/Kompression auch wenn's mal lauter wird, das macht live-Charakter, das erzeugt doch zusätzliche Faszination. Und wenn man wollte, könnte man immer noch lauter machen, und die Grenze ist nicht der Lautsprecher, sondern man selber... man MUSS ja nicht, aber zu können, wenn man wollte, hat auch seinen Charme... (vor allem abends hört sich Musik leise besser an, aber da helfen auch die Hörner und Uli's AC für detailreiches Erleben
und
Die grossen Hörner als Punktschallquelle lassen einen sowas von in die Musik eintauchen, weil die Kopplung zwischen Treiber und Ohr damit einfach physikalisch besser funktioniert. man sitzt fast zwischen den Musikern - elementare Erfahrung - es geht um die Gänsehaut :cheers: nicht wahr :-)

viele Grüsse

Sigi
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Beitragvon Sigi M. » 01.02.2017, 12:55

Hallo Martin,
hab mir mal Deine Beiträge angeschaut - sehr interessante Idee diese Irokesen Erweiterung, das werde ich definitv mal ausprobieren! Aber jetzt erstmal an die Treiberlinearisierung...
viele Grüsse
Sigi
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Beitragvon cornoalto » 03.02.2017, 22:05

Sigi M. hat geschrieben:Habe mal 10 Jahre in Nürnberg gewohnt - Superzeit damals !!
... und in Coburg gabs die besten Bratwürste am Markt auf Tannenzapfen gegrillt ! Suuuperlecker, gibt's die noch?

Ich habe auch mal mit dem Eckhorn 18 Gedanken gespielt, wollte dann aber was selber machen, Plan steht (AJHorn) aber der genaue Zuschnittplan, für den hatte ich noch keine Zeit. Das Ding muss sich ja wohl zum Fensterscheiben ausbauen eignen :oops: erzähl mal !

Die Bratwürste wird es wohl in 100 Jahren noch geben, falls da noch Kiefern wachsen, denn deren Zapfen, genannt "Kühler" machen den besonderen Geschmack aus.

Das Eckhorn habe ich, ohne es jemals zuvor gehört zu haben, einfach gebaut und bin auf die Art von Bass seither eingeschworen. Gewöhnliche Bässe aus Kistenboxen oder gar Bassreflex empfinde ich immer zu wenig klar und irgendwie aufgeweicht oder dicklich. Wenn ich auf meinem eigenen Kontrabass gespielt habe und dann eine Aufnahme mit Kontrabass anhöre finde ich erst recht, daß das Eckhorn näher an der Wahrheit ist. Wobei es garnicht um absolute Lautstärke geht. Eine Alternative werde ich vielleicht noch probieren, das NiwoMax-Horn, ein Eckhorn mit Extra Tiefgang (bis 20 Hz).

Viele Grüße

Martin
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Beitragvon Jupiter » 04.02.2017, 06:34

Hallo Sigi,
Willkommen im AH Forum.
Schön mal wieder ein neues Mitglied in meiner Nähe ( Bad Dürkheim) begrüßen zu dürfen.
Ich musste schon sehr schmunzeln, Lautsprecher ausgebaut aus alten Radios.
Das kenne ich auch noch aus meiner Jugend (ebenfalls 1960) Immer wenn Sperrmüll war gings los.

Acourate ist auch ein Thema bei mir allerdings nutze ich es nur für Filter und nicht für Weichen und natürlich für die Messung zur Raumakustik zusammen mit REW.

Musiktechnisch liegen wir ebenfalls nahe beieinander.

Ein gegenseitiges besuchen wäre eventuell mal sehr interessant.

Ich höre mit Geithain Rl 901k und Linn G-ADSM-DAC

Gruß Harald
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Beitragvon Sigi M. » 06.02.2017, 12:31

cornoalto hat geschrieben:Das Eckhorn habe ich, ohne es jemals zuvor gehört zu haben, einfach gebaut und bin auf die Art von Bass seither eingeschworen. Gewöhnliche Bässe aus Kistenboxen oder gar Bassreflex empfinde ich immer zu wenig klar und irgendwie aufgeweicht oder dicklich..... daß das Eckhorn näher an der Wahrheit ist. Wobei es gar nicht um absolute Lautstärke geht. (bis 20 Hz).


Hallo Martin,
Du sprichst mir aus der Seele! Es gibt keinen Bass ausser Eckhorn-Bass :D
Wenn man das einmal gehört (erlebt!!) hat... ich muss immer schmunzeln, wenn ich Prospekte lese, in denen Hersteller ihre Basswiedergabe herausstellen, neulich war ich bei Hifi-Profis in Frankfurt um mal zu hören, was so angesagt ist.... hmm.
Habe mir die Zeichnung von dem Eckhorn-Umbau / Erweiterung als Bild in das Profil gelegt, wenn es Dich interessiert...
Das Original Klipsch ist bei ca. 45 Hz eigentlich schon am Ende. (wenn Dich eine Messung interessiert?)
Das Niwo 18 ist eigentlich kein richtiges Horn, weil es zu kurz ist, trotzdem sicherlich ein körperliches Erlebnis :D. Hab es mal in AJHorn simuliert, der verwendete Lautsprecher (Kilomax 18) verschlingt relativ viel Leistung, um auf seinen Schalldruck zu kommen, aber er tut es, beim Klipsch muss ich ja auch mit Acourate "bügeln".

viele Grüsse
Sigi
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Beitragvon Sigi M. » 06.02.2017, 12:38

Jupiter hat geschrieben:Schön mal wieder ein neues Mitglied in meiner Nähe ( Bad Dürkheim) begrüßen zu dürfen.
...
Acourate ist auch ein Thema bei mir allerdings nutze ich es nur für Filter und nicht für Weichen und natürlich für die Messung zur Raumakustik zusammen mit REW.


Hallo Harald,

Erik Forker (volvotreter.de) war letztens bei mir zu Besuch und wir haben ein Wochenende lang Versuchs- und Mess-Sessions gemacht - unter anderem Acourate XO für mein System implementiert.
Bin gerade dran, das hier jetzt umzusetzen... das war sowas von überzeugend ....
Hab auch schon gesehen, dass Du aus Bad Dürkheim bist, können uns gerne mal treffen :cheers:
REW - habe ich wenig Erfahrung, da bin ich wissensdurstig.

viele Grüsse

Sigi
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Beitragvon uli.brueggemann » 06.02.2017, 13:04

Sigi,

ich bin für ein Projekt an einem Jabo KH53 mit BMS4590 interessiert. Es hat halt nicht jeder beliebig Raum für größere LS. Aus demselben Grund kommt leider auch kein Eckhorn in Frage, es sind keine Ecken verfügbar.
Das heisst, dass nun die Frage ist, wie man einen Frequenzbereich von Tiefbass bis 500 Hz erzeugt und das möglichst mit hohem Wirkungsgrad. Damit es kein Kistensound wird, wäre evtl. eine Dipol-Variante eine Lösung. Kennst Du oder vielleicht auch jemand anders einen geeigneten Bauvorschlag?

Ansonsten: ich wäre mal an den Messungen mit dem KH73 und dem BMS4590 interessiert.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Sigi M. » 06.02.2017, 17:12

Hallo Uli
habe und kenne leider nichts, was Tiefbass hat und bis 500 Hz reicht, von BR halte ich nichts, CB kommt bei akzeptabler Größe nicht tief/laut genug (welchen Schalldruck willst Du erzeugen?), mein Vorschlag wäre, um schalldruckmässig einigermassen hinzukommen: Ein Backloaded Horn, das käme dem KH53 entgegen.

Ggf. könnte man das um eine Bassreflexfunktionalität erweitern. Das macht dann schon Druck, ist aber ganz unten einfach kein Horn mehr. Bei 500 Hz bekommt man den KH53 mit einem BL-Horn vielleicht schon zeitrichtig ohne Acourate. Scherz gemacht :lol:

Wenn Du mir ein paar mehr Fakten sagen könntest, könnte ich Dir mehr dazu sagen.
Eckdaten:
Maxgrösse(Volumen), max. Schalldruck, uGf (-3 dB)

Viele Grüsse

Sigi
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Beitragvon phase_accurate » 06.02.2017, 17:35

Hallo Sigi

Ist ein backloaded Horn nicht genau so schlecht - oder gar noch schlechter als BR - was das Gruppenlaufzeitverhalten betrifft ? Und falls BR nur wegen dem Gruppenlaufzeitverhalten ein Problem wäre, dann wäre es eben genau das schon gar nicht - jedenfalls nicht für Uli. :wink:

Gruss

Charles
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Beitragvon Sigi M. » 06.02.2017, 20:07

phase_accurate hat geschrieben:Hallo Sigi
Ist ein backloaded Horn nicht genau so schlecht - oder gar noch schlechter als BR - was das Gruppenlaufzeitverhalten betrifft ? Und falls BR nur wegen dem Gruppenlaufzeitverhalten ein Problem wäre, dann wäre es eben genau das schon gar nicht - jedenfalls nicht für Uli. :wink:
Gruss
Charles

Hallo Charles
die Gruppenlaufzeit hatte ich eher nicht im Focus, sondern den Schalldruck. Der BMS 4590 ist echt eine Bank, was das betrifft. Mit einem Watt betrieben, fliegen Dir in 3 m Entfernung noch die Ohrlöffel weg :shock: (Beim Messen)
Aus dem Grund würde ich ein Horn "für drunter" empfehlen. Ein BL Horn schafft es einfacher unterhalb von 500 Hz, als ein frontloaded. (ein BL schafft typisch 2 Oktaven, da wären wir bei 125 Hz, noch nicht wirklich Bass, manche schaffen mehr)
Es gibt auch Leute, die haben unter das Klipsch - La Scala einen Bassreflex "Untersatz" gebaut, der auch wirklich gut funktioniert, aber schön ist das nicht. Deshalb muss Uli basstechnisch einfach schlanker designen als mit "einem Eckhorn." Aber so lange noch nicht klar ist, welche Eckwerte er anstrebt, kann man auch keine solide Empfehlung geben.

Zu der Gruppenlaufzeit:
Wenn ich mich nicht irre spielt die Gruppenlaufzeit an der Trennfrequenz ihre Rolle, darunter hat das FL Horn natürlich sein Phasenverhalten, und das mag vielleicht auch nicht unproblematischer als eine BR Box sein). Ein Horn passt einfach besser zum BMS. Das Phasenverhalten bekommt man dann ja schon mit der Raumkorrektur in den Griff. (makro 1-4)

Bei 500 Hz ist die Wellenlänge ca 68 cm, also ca beim Doppelten der Tiefe des KH 53, das war die Anspielung, durch ggf. entsprechende Polung ggf. zeitlich "ins Reine" zu kommen.... Ich weiss, Uli macht das mit Acourate, deshalb war es nicht wirklich ernst gemeint. (die 68 cm liegen wahrscheinlich im Bereich der Distanz, die der BMS schneller ist als der MT/Bass, also der MT verzögert werden muss)

Hast Du vielleicht einen Vorschlag für Uli?

Viele Grüsse

Sigi
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Sigi M.
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Beitragvon Hornguru » 06.02.2017, 22:39

Hi Siggi

Wilkommen! Liebe dein Setup und die Pläne. 90% gleich zu meinen.

Stimme nur nicht so ganz mit dem Backloaded zu. Platersparnis gleich null. Unterliegt es ja der gleichen Physik und regeln der Frontloaded. Und die Phasenprobleme... sehr unsauber. Hatte Jericho und Schmacks. Beides sehr sehr unsauber!

Dagegen habe ich die Erfahrung dass Vorkammer Volumen, Phaseplug und Faltungen der Schlüssel zur oberen Grenzfrequenz sind. Respektive, hat man keine dessen, gibts keine obere Grenze. Jedenfalls nicht vom Horn.

Zb haben meine Acr Eckhörner nach etwas Optimierung bereits 340 statt 120 Hz obere Grenze. Wenn ich sehe wie viel Potential noch übrig ist bin ich optimistisch dass man es mit viel Aufwand sogar bis 1kHz zwingen könnte. imho 500 kein Problem.

Phasenprobleme mit dem Macro anzugehen klingt optimistisch. Da liegen zwei Schallquellen an. Ziehst du den Rear Schall vor, hast du Prering vom Treiber Direktschall. Im Bass durchaus akzeptabel aber im Übergang sehr problematisch.

Gruß
Josh

Ps: Fotos! :D
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