Thomas (Abacus Trifon 3)

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Beitragvon Thomas K. » 16.06.2016, 15:18

Hallo,

ich gehöre ja noch zur Generation die einmal analog fotografiert hat, und dies gelegentlich noch heute tut. Zu der Zeit, als ich viele Dias machte, waren mein erklärter Lieblingsfilm für viele Aufnahmesituationen der Kodachrome. Darunter gab es aber noch einen speziellen Freund, wenn es die Verhältnisse erlaubten. Dies war der Kodachrome 64. Bei gutem Licht oder mit Stativ gelangen mit ihm Aufnahmen mit unvergleichlicher Schärfe, die bei Projektion fast holographisch wirkten, dazu noch von einer Farbechtheit, die jeden fasziniert hat.

Warum ich so etwas schreibe? Nun, seit Montag habe ich meine Trifons auf dem neuesten Stand, wie es jetzt auch Serie ist, und heute seit der Mittagszeit läuft bei mir im random play Musik, und ich sitze gebannt davor, und habe bisher bei nur einem Stück weitergeklickt, weil es wirklich eine schlechte Aufnahme eines Samplers war. Ansonsten hat die Wiedergabe aber eine Anmutung die man nur als echt in allen belangen bezeichnen kann. Und hier ist die Verbindung zum Kodachrome.

Nun hatte der Kodachrome aber eine winzige Eigenheit, trotz aller Schärfe und Farbechtheit, fügte er dunkleren Tönen eine gewisse Wärme hinzu. Und auch hier läßt sich durchaus eine Parallele zur Trifon finden. Aus älteren Aufnahmen, die auf vielen High End Anlagen eher weniger Spass machen, nimmt sie genau diesen Spaß nicht heraus, sondern geht mit ihnen durchaus freundlich um. Dies aber ohne die Auflösung zu vernachlässigen. Im Gegenteil hier ist sie mustergültig.

Nun habe ich ja Ähnliches schon im meinem vorangegangenen Beitrag geschrieben. Das stimmt zwar, aber mit der neuen Abstimmung wird einfach noch einmal etwas draufgesetzt. Allerdings in einer Dimension, die durch das einbinden der Korrekturfilter im Aroio nach heutiger Sicht erst im Ansatz erkennbar war. Stellten einen die Filter zufrieden, macht diese Korrektur der Abstimmung glücklich.

Eigentlich bin ich ja auch Fußballfan, aber das rückt gerade etwas in den Hintergrund.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon Salvador » 16.06.2016, 15:29

Hallo Thomas,

das hört sich ja wirklich prima an!
Ich wünsche Dir viel Spaß mit der neuesten Verbesserung Deines Hörgenusses!

Beste Grüße,
Andi
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Salvador
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Beitragvon Thomas K. » 16.06.2016, 18:15

Hallo Andi,

herzlichen Dank für die guten Wünsche. Ich lese deinen Thread auch schon die ganze Zeit mit, und bin immer wieder erstaunt, daß Du noch Ansatzpunkte zur Verbesserung Deiner Anlage findest. Bei mir ist ja alles short and simple, und außer an der Hardware selbst, gibt es wenig zu ändern. Da ich da mangels Verständnis und handwerklicher Fähigkeit nicht selbst Hand anlegen kann, muß ich mich auf andere verlassen. Daß die anderen bei Abacus sind, ist ein Glücksfall.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon nemu » 16.06.2016, 19:40

Hallo Thomas,

da hast Du Dir ja einen tollen Hörraum erschafft mit einer prima minimalistischen Anlage. Ich muss sagen, dass mir Deine leidenschaftliche Beschreibung der Trifons sehr gefällt und mich neugierig auf die Lautsprecher macht.

Viele Grüße aus dem Rheinland

Stephan
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Beitragvon Thomas K. » 17.06.2016, 11:55

Hallo Stephan,

danke für die Blumen! Eigentlich ist die Anlage noch minimalistischer als auf dem Bild. Den CD Spieler könnte ich auch weglassen, obwohl ich diesen durch ein besseres Modell, als das auf dem Bild zu sehende, ersetzt habe. Der Preamp14/Aroio mit den Trifons, das ist's für mich!

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon Thomas K. » 07.02.2017, 17:45

Nachdem ich mir ja schon auf der Abacon das Umik mitgenommen hatte, dachte ich eigentlich daran, möglichst schnell Acourate zu installieren. Allerdings brauchten meine Kinder ihre Laptops meist (ich habe einen Mac) wenn ich gerade etwas machen wollte, und so hatte ich Zeit doch nochmal über die Optimierung meines Hörraumes durch Akustikelemente nachzudenken. Und so kam erst mal wieder eine Zeit des Probierens und Hörens.

Heute habe ich aber mal eine Messung mit der Testversion von Acourate gemacht, die ich hier mal zeigen wollte:

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Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon Pittiplatsch » 07.02.2017, 21:40

Hallo Thomas,

bis auf die etwas groessere Mode zwischen 30... 40 Hz ist das doch recht ordentlich. Ich habe selber die Erfahrung gemacht das recht tieffrequente Moden gar nicht unbedingt als sooo stoehrend wargenommen werden (je nach Musik). Mit raumakkustischen Massnahmen kommt man in dem Frequenzbereich nur schwer weiter ...

Der Rest ist doch recht anstaendig - da kommen manche gerade erstmal nach der Optimierung hin. Ich bin bescheiden geworden nd habe fuer mich beschlossen das +-5db in geschlossenen Raeumen gar nicht schlecht ist :).

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Thomas K. » 07.02.2017, 22:51

Hallo Tobias,

ich beklage mich auch nicht. Allerdings werde ich Acourate doch verwenden. Denn die Moden zwischen 30 und 40Hz sind doch bei vielen neueren Aufnahmen aus dem Jazz und Pop Bereich lästig.

Dazu habe ich schon einige Male demonstriert bekommen, daß auch bei Aufnahmen, bei denen der Raum scheinbar nicht negativ mitspielte, der Einsatz von Acourate nochmals eine Verbesserung brachte. Morgen oder übermorgen geht es weiter.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon wgh52 » 08.02.2017, 13:08

Hallo Thomas,

falls ich recht sehe, sind die 30...40 Hz Moden 15-20 dB hoch. :shock: Sowas muss hörbar "dröhnen" und mbEn bringen schon parametrische EQs, auf diese Moden abgestimmt signifikante Erleichterung. Acourate hilft natürlich auch bei den anderen Unebenheiten und die persönlich präferierte Tonalität einzustellen.

Also viel Erfolg dann!
Grüße,
Winfried

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Beitragvon Thomas K. » 08.02.2017, 14:00

Hallo Winfried,

Danke für die guten Wünsche.

Was mich schon seit Jahren nervt, und wo ich auch schon mehrfach (Ultracurve, Lyngdorf) aber nie zufriedenstellend versucht habe, Abhilfe zu schaffen, ist genau diese breitbandige Überhöhung.
Allerdings, und das ist jetzt brandneu

es wummert nicht mehr in der Tin Pan Alley

ganz im Ernst, Uli hat mir Acourate kurz nach 12 Uhr freigeschaltet. Seither habe ich 3 Filter erstellt.
Der erste: Mist, der zweite: schon besser, mit dem dritten höre ich gerade ziemlich begeistert.
Es ist kinderleicht.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon Rudolf » 08.02.2017, 14:08

Hallo Thomas,

Thomas K. hat geschrieben:Uli hat mir Acourate kurz nach 12 Uhr freigeschaltet. Seither habe ich 3 Filter erstellt.
Der erste: Mist, der zweite: schon besser, mit dem dritten höre ich gerade ziemlich begeistert.

Umstellungsschmerzen eingeschlossen. Nein, im Ernst, es ist fast immer so, dass man sich an die Wirkung von Korrekturmaßnahmen, insbesondere im Bassbereich, zunächst gewöhnen muss. Klar, bei "Tin Pan Alley" klingt es besser als zuvor. Aber bei anderen Stücken vermisst du wahrscheinlich erst einmal die wohlige Wärme von vorher. Konzentriere dich daher auf das, was du zusätzlich hörst, weil nichts mehr "zugeschmiert" wird.

Viel Spaß mit deinem Acourate-Filter
Rudolf
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Beitragvon Thomas K. » 08.02.2017, 14:59

Hallo Rudolf,

das zu hören was nicht mehr zugeschmiert wird, bin ich gerade dabei. Höre gerade "Gunfight at the OK Coral", und siehe da bei der doch etwas dunklen Telarc Aufnahme, hört man den leisen Chor im Hintegrund, z.B. bei ca. 3min. deutlich besser. Mit der "Menge" des Basses bin ich absolut zufrieden, und Wärme habe ich tatsächlich bei meinen ersten 2 Filtern vermisst.

Insgesamt habe ich 4 Filter erstellt, die von 1-4 in der Wärme zunehmen. Erstaunt hat mich dann doch, daß trotz gesteigerter Wärme, selbst bei Filter 4, keine Detailverluste auftreten, im Gegenteil. Aber da sind wir wohl wieder beim Überdeckungseffekt durch einen aufgeblähten Bassbereich.

Viele Grüße
Thomas

PS ich habe noch nie darauf geachtet, was die Leute auf dem Bahnsteig reden beim Titel "Fade to grey" von Nouvelle Vaque, nun bekomme ich es auf dem Silbertablett serviert, es ist, logisch, französisch.
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Beitragvon Thomas K. » 13.02.2017, 15:10

Weiter geht's in meinem kleinen Hörbericht über die Auswirkungen von Acourate auf die Wiedergabe in meinem Hörraum.

Nach meinem letzten Beitrag habe ich erst mal seeehr lange an den darauffolgenden Tagen verschiedenste Musik gehört. Aufgrund der Erfahrungen, die ich da machte, habe ich dann doch noch ein neues Filter erstellt, was sich nicht sehr stark vom davor erstellten Filter unterscheidet aber mir doch noch richtiger erscheint. Darüber hinaus habe ich mir Gedanken gemacht, wie der größere Detailreichtum zustande kommt.

Rudolf hat ja schon gesagt, daß der aufgeblähte Bass Details zuschmiert, das ist die rein akustische Tatsache. Etwas anderes kommt aber meiner Meinung nach noch dazu, zumindest in meinem speziellen Fall, ich habe die Trifons ja bei 24Hz nach unten begrenzt, und eine breitbandige Überhöhung im Bereich zwischen, ca. 30 und 40Hz.

Da dieser Bereich ja durch Acourate abgesenkt wird, kann man es m.M. nach durchaus so sehen, dass man, wieder in meinem speziellen Fall, eine Situation bekommt, die der entspricht, als wären die Trifons unterhalb von 40Hz durch einen Subwoofer entlastet worden. Das zieht ja eine geringere Membranbewegung nach sich und kann einem Chassis, welches den Frequenzbereich von 30-2500Hz beackert, zumindest bei höheren Lautstärken nur gut tun. Das ist, wie ich meine, der nicht zu vernachlässigende mechanische Anteil an der Verbesserung der Wiedergabe.

Tatsächlich ist es so, daß ich öfter Stücke deutlich lauter gehört habe, als vor Acourate. Das ist bei Pop und Jazz nicht unbedingt von nöten oder sinnvoll, bei Klassik allerdings, verschafft es doch einen Vorteil.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon Hironimus_23 » 13.02.2017, 15:30

Hallo Thomas,

würdest Du bitte einige Deiner favorisierten Zielkurven hier mal posten ?
Mich würden die interessieren, auch als Anregung für eigene "Experimente".

Danke vorab.
Gruß
Hironimus
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Beitragvon Thomas K. » 13.02.2017, 16:16

Hallo Hironimus,

ich denke das ist wenig sinnvoll. Man kann bau-und weichentechnisch identische Lautsprecher wohl notfalls über einen Kamm scheren. Die Räume aber keinesfalls, und der Hörer bzw. dessen Hörvermögen spielt ja auch noch eine Rolle bei der Beurteilung.

Ich habe mich langsam herangetastet, über viele Stimmen, und zwei Aufnahmen der vier Jahreszeiten, beide von Carmignola, einmal mit den Sonatori De La Goiosa Marca das andere Mal mit dem Venice Baroque Orchestra. Da habe ich hin und her gependelt, um die Violine auf beiden Aufnahmen nicht zu scharf, und nicht zu weich erscheinen zu lassen. Ich habe diese Aufnahmen gewählt, weil nach meinem Empfinden, die erste fast ein bißchen zu satt klingt, die zweite nach meinem Empfinden aber eine Schärfe hat, die nicht natürlich ist, und wo der Violinenton nahezu ins Dünne kippt.

Wie gesagt, das ist meine Beurteilung der Aufnahmen, das mag jemand anderes ganz anders sehen. Wenn dann noch mein Sohn kommt, und lange sitzen bleibt, um sich Musik anzuhören, die er normalerweise nicht anhört, ist es für mich OK.

Ich denke es führt kein Weg daran vorbei, das so oder so ähnlich zu machen Ich kann aber die Absenkungen zu der vorgeschlagenen Zielkurve mal nennen: bei 10Hz 0dB, bei 1000Hz -2,2 dB, bei 24000Hz -5,5dB.

Viele Grüße
Thomas
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