Thomas (Abacus Trifon 3)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon Hironimus_23 » 13.02.2017, 16:34

Hallo Thomas,

danke, um die Werte ging es mir, nicht um die Raumantwort.

VG
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Beitragvon Thomas K. » 13.02.2017, 19:51

Hallo Hironimus,

mir ist ein kleiner Fehler unterlaufen.

Die dB Werte beziehen sich auf eine waagrechte Kurve beginnend bei 10Hz, und den Abweichungen davon.
Da die empfohlene Kurve auch schon eine Höhenabsenkung beinhaltet, wäre der Wert bei 24kHz zu viel.

Viele Grüße
Thomas
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Der Meister und der Lehrling

Beitragvon Thomas K. » 15.02.2017, 18:57

Nachdem ich jetzt ja einige Tage mit meinen selbsteditierten Filtern gehört habe und ziemlich begeistert war, habe ich heute Hanno von Abacus angerufen, der meine Messung und meine Korrekturkurve anschaute. Er meinte dann, daß man da noch etwas machen könnte.

Jede der Veränderungen für sich genommen, schien erst mal harmlos zu sein, das Preringing um den geringsten Wert der möglich ist unterdrückt, einen kleinen Bip nach oben bei 60Hz vorgenommen, und die so korrigierte Kurve über den vollen Verlauf etwas angehoben, so daß der Mittelwert für die Korrektur bei -6dB lag, statt vorher bei -7,7dB.

Und nun staunte ich Bauklötze über das Ergebnis dieser Maßnahmen. Das was ich da zu hören bekam unterschied sich doch wesentlich von meinem "Lehrlingsfilter". War das Ergebnis vorher bemerkenswert, würde ich das jetzige als sensationell, unverzichtbar usw. bezeichnen.

Ich habe ja früher auch viel mit allerlei Elektronik und Zubehör herumexperimentiert und Stunden und Tage damit verbracht, kleine und kleinste Veränderungen aufzuspüren, die es ja auch tatsächlich gibt. Allerdings muß ich sagen daß das Marginalien sind im Vergleich was durch Acourate möglich ist, wenn ... ja wenn man dann einen der Meister ranläßt. :cheers:

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon Hironimus_23 » 16.02.2017, 06:49

Hallo Thomas,

könntest Du doch bitte ein paar Grafiken dazu einstellen, z.B. in der Form, wie ich es in diesem Post gemacht hatte viewtopic.php?p=129828#p129828?

Das würde Deinen Erfolg noch anschaulicher machen.

Vielen Dank und freundliche Grüße,
Hironimus
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Beitragvon Thomas K. » 16.02.2017, 09:54

Hallo Hironimus,

ich werde es die nächsten Tage versuchen. Da ich mich da in der Windows Welt bewegen muß, ist das für mich hartes Brot. Also Geduld bitte.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon uli.brueggemann » 16.02.2017, 10:11

Thomas,

ganz einfach mit Windows. Such mal das Programm Snipping Tool. Das geht dann ganz intuitiv mit dem Aufnehmen von Screendumps.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Thomas K. » 16.02.2017, 12:11

Hier die wesentlichen Informationen, den Logsweep habe ich ja gleich zu Anfang gezeigt.
Preringingkompensation
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Zielkurve
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Filter
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Viele Grüße und Danke Uli
Thomas
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Beitragvon Thomas K. » 31.10.2017, 12:06

vive la évolution!

Wer sich die Mühe macht meinen Vorstellungsthread im gesamten zu lesen, wird schnell feststellen, daß ich früher periodisch mit einer gewissen Unzufriedenheit mit meiner Anlage zu kämpfen hatte. Die Versuche sie mit mehr oder weniger tauglichen Mitteln zu verbessern, führte immer nur zu zeitweiser Beruhigung.

Seit dem Erwerb von Preamp 14/AroioEX und den Trifon 3 von Abacus und last but not least Ulis Acourate CV, hat sich bei mir was die reine Wiedergabe anbelangt eine solche Zufriedenheit breitgemacht, daß ich über Veränderungen nicht mehr nachgedacht habe. Mit einer Ausnahme, als alter Couchkartoffel war mir die Lautstärkeregelung über FB am Preamp 14, obwohl gut, immer noch nicht feinfühlig genug.

Deshalb war es für mich vor ca. einem Jahr eine gute Nachricht, daß man bei Abacus an eine Regelung mit Festwiderständen arbeiten würde. Und nun war sie da, rechtzeitig zur Abacon 2017.
Nach einem Telefonat mit Karl-Heinz Sonder war klar, ich bekomme sie am Freitag eingebaut, und weil mein Preamp 14 dafür aufgeschraubt werden mußte, stand auch gleich die Frage im Raum, ob ich nicht auch den neuen von Abacus selbst entwickelten DAC mit einbauen lassen wollte.
Nun war ich etwas skeptisch, ob das überhaupt notwendig wäre, aber auf der anderen Seite stand ein äußerst moderater Aufpreis und die Erfahrung, daß bisher jede Überarbeitung bestehender Komponenten bei Abacus auch immer eine klangliche Verbesserung nach sich zog.

Um mal gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, so verhält es sich auch mit dem DAC.
Nun weiß ich aus früheren Erfahrungen, daß A/B Vergleiche zwischen DACs eine nervtötende Angelegenheit sein können.
Zum Glück kam ich da drum herum. Ich habe ja keinen zweiten Preamp 14/AroioEX, konnte mich also nur darauf verlassen, was mir in meinem Hörraum, mit gut bekannter und gerne gehörter Musik aufgefallen ist.
Zunächst fiel mir auf daß die Stimme von Joni Mitchell im Stück „Barangrill“ vom der CD „For the Roses“ detaillierter klang, bei vielen anderen Stimmen verhielt es sich genauso.
Ein gerne gehörtes Stück bei mir ist „All Blues“ von der „Kind of Blue“ von Miles Davis. Ich habe diese Stück schon sehr oft zu Hause gehört und ebenfalls über diverse andere Anlagen.
Bei mir zu Hause hatte ich mit der selben Abmischung über die Jahre eine Verbesserung des Saxophonklangs (Cannonball Adderley u. John Coltrane) aber letztendlich blieb zu Hause und auch über sehr gute fremde Anlagen immer ein Rest von der Anmutung einer historischen Aufnahme.
Mit dem neuen DAC ist das wie weggeblasen. Die Aufnahme könnte, statt stramm auf die 60 zuzugehen, auch beim Saxophonklang erst 10 Jahre alt sein.

Nächste Beobachtung, beim Stück „Way down Deep“ von Jennifer Warnes kommt auf dem rechten Kanal in fast regelmäßigen Abständen ein Geräusch.
Ich habe das bisher auf allen Anlagen so wahrgenommen, auch z.B. auf der sehr hochwertigen Heimanlage eines Lautsprecherentwicklers aus Karlsruhe, daß vor dem ersten Auftreten des Geräusches noch ein Geräusch (bei 44sec) vorhanden ist, welches ich aber nicht im Zusammenhang mit den folgenden gesehen, sondern als Artefakt interpretiert habe.
Mit dem neuen Abacus DAC habe ich jetzt zum ersten mal gehört, daß es sich um die gleiche percussive Geräuschquelle (Bongo) handelt. Das veranlaßt mich zur Folgerung, daß an der eher gefühlt als tatsächliche gehörten Verbesserung bei Beckenschlägen etwas dran sein könnte. Ich bin hier vorsichtig, weil meinem Alter entsprechend (67) im HT Bereich (auch Obertöne) Beurteilungen schwieriger sind.

Bei den Schlägen auf die große Felltrommel „Missa Criolla“ finde ich es dagegen eindeutig, hier ist der Anschlag besser wahrzunehmen als vorher.
Für mich ziemlich sicher gibt es auch eine Verbesserung der räumlichen Homogenität, das ist mir bei vielen Aufnahmen aufgefallen.
Man merkt schon an den Formulierungen, hier handelt es sich nicht um Welten, die hier im Forum nach meinem Geschmack viel zu oft bemüht werden, eher um subtile Unterschiede.
Die Frage aber ob sich der neue DAC lohnt, würde ich trotzdem mit einem eindeutigen Ja beantworten.
Jetzt aber nochmal zurück zur Lautstärkeregelung. Wenn man die Neuanschaffung eines Preamp 14/AroioEX plant, sollte man die Option für die neue Regelung unbedingt wahrnehmen. Für mich hat sich damit der einzige Kritikpunkt am Preamp14/AroioEx in Luft aufgelöst.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon Thomas K. » 31.10.2017, 17:31

Ich muß mir mal selbst antworten.
Nachdem ich heute morgen eher das anlytische Hören gepflegt habe, um den Bericht zu schreiben, sitze ich jetzt einfach wieder hier, und kriege nicht genug vom Klassik hören.
Was ich schon geschrieben habe über die bessere räumliche Homogenität, fällt mir bei jedem Stück auf, egal ob vom Label DGG, DECCA, SONY oder NAXOS und das ist einfach traumhaft schön.
Die Bühne scheint sich auszudehnen bei gesteigerter Präzision.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon Richard15 » 31.10.2017, 17:59

Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine Ausführugen - echt richtig spannend.
Die gleichen "aktiven" habe ich auch schon fest eingeplant. Momentan höhre ich noch passiv. Nubert Nuvero 30 über einen NAD 355 Vollverstärker. Aber ich habe mich auf den Weg gemacht...

Deine Erfahrungen unterstützen und motivieren!! :cheers:

Gruß
Bernd
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Beitragvon music is my escape » 31.10.2017, 18:03

Hallo Thomas,

Glückwunsch zum nochmals gesteigerten Musikgenuss - so eine AllInOne-Lösung hat gegenüber der Kombination verschiedener Fabrikate nicht zu bestreitende Vorteile, wenn der Hersteller auf allen vom ihm beackerten Gebieten weiß, was er tut.

Eine Frage: woran machst Du fest, dass die Verbesserung dem neuen DAC "anzulasten" ist und nicht der verbesserten Lautstärkeregelung bzw. einer Kombination aus beidem?

Grüße,
Thomas
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Beitragvon Thomas K. » 31.10.2017, 18:49

Hallo Thomas,
gute Frage, ich habe da auch schon darüber nachgedacht .
Wir müssen mal abwarten bis die ersten den neuen DAC mit der Lautstärkeregelung per Poti in Ihren Räumen gehört haben.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon Thomas K. » 31.10.2017, 19:28

Hallo Thomas,
ich hab mir das nochmal intensiver durch den Kopfgehen lassen, und bin jezt eigentlich überzeugt, daß die Veränderungen nichts mit der Lautstärkeregelung zu tun haben.
Warum?
Das von Abacus verwendete ALPS Poti ist ein bewährtes Qualitätspotentiometer, welches vermutlich in Millionenstückzahl auch in sehr teuren Geräten verbaut wurde.
Unter anderen auch in (Vor-) Verstärkern mit denen hier im Forum schon Tests unerschiedlicher DACs gemacht wurden, bei denen genau die Unterschiede beschrieben wurden wie ich sie auch erwähnt habe.
Eine sogenannte "Flaschenhalsfunktion" dieses Bauteiles schließe ich daher aus.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon Michaellang » 31.10.2017, 19:37

Hallo,
Denke auch, dass die klanglichen Unterschiede durch das Widerstandsnetztwerk eher gering ausfallen. Diese Methode sorgt dafür, dass absolute Kanalgleicheit gewährleistet ist und dass die Regelung präzise und feinfühlig funktioniert. Durch die kanalgleichheit dürfte dies einer besseren stabilen räumlichen Abbildung dienen.

Bessere Auflösung, weitere Bühnenabbildung etc. dürften m.M.n. eher dem DAC zugeschrieben werden.

Michael
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