Hartmut (Backes & Müller BM Line 15)

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Hartmut (Backes & Müller BM Line 15)

Beitragvon grobian.gans » 02.04.2017, 14:59

Hallo Forum,

als Neuzugang möchte ich mich gerne mit ein paar Eckdaten meiner HiFi-Laufbahn vorstellen.

Für Musik und HiFi habe ich mich bereits als Schüler begeistert. Das liegt nun doch schon etwas länger zurück und eine Aufzählung der Anlagen seit dieser Zeit würde diesen Rahmen etwas sprengen. Beginnen möchte ich deshalb im Jahr 2006. Nach mehrmaligen vorangehenden Latenzphasen und der Zeit der kleinen Setups, die sich grundsätzlich der Einrichtung unterordnen mussten (das ist zwar auch heute noch so, allerdings betrachten wir (meine Frau und ich) die Musikanlage mittlerweise als Teil der Einrichtung :-)), bekamen wir durch Reduktion der Möblierung auf einmal Platz auch für größere Lautsprecher.

Mit den großen Lautsprechern begannen auch die Probleme. Unser Wohnzimmer (= Hörraum) ist akustisch gesehen als schwierig zu bezeichnen. Und die großen Geräte regten den Raum deutlich an. Irgendetwas störte also immer beim Musikhören. Experimente mit unterschiedlicher hochwertiger Elektronik und unterschieldicher Aufstellung brachten nie das gewünschte Ergebnis. Eines Tages lief mir ein Tact Millenium Digitalverstärker über den Weg. In dessen DSP konnte man Filterkurven programmieren. Damit wurden die Hörerlebnisse deulich besser.

Durch den TacT war ich dann auf Lyngdorf aufmerksam geworden und von den digitalen Möglichkeiten dieser Geräte sehr angetan. Und kurz nach meinem Besuch in der Niederlassung, die sich damals quasi um die Ecke befand, stand ein TDAi-2200 Verstärker mit RoomPerfect in unserem Wohnzimmer. Das war genau der Schritt in die richtige Richtung. Ab jetzt war das Hören richtig gut möglich. Später habe ich dann ein Pärchen Lyngdorf MH-1 Lautsprecher gekauft. Die Weiche dieses Lautsprechers ist so aufgebaut, dass man sie mit wenigen Handgriffen überbrücken und den LS so auf externe Weichen umstellen konnte. Nach einem passiven Jahr habe ich mir dann einen zweiten TDAi-2200 geleistet und mit diesen beiden Geräten im Master-Slave-Verbund dann meine MH-1 befeuert. Das war somit mein erstes aktives Setup. Und es klang verdammt gut :cheers:

Die Lust auf etwas Neues führte mich wieder ins passive Lager zurück. Zuerst zu Dynaudio (Confidence C2, war mir aber auf Dauer etwas zu distinguiert), danach zu Martin Logan (Summit und Summit X, teilaktiv). Damit war ich lange sehr zufrieden. Solange, bis ich auf die Idee kam, den Lyngdorf Verstärker durch einen Devialet zu ersetzen. Der Klang war in Kombination mit der Summit X zwar exzellent, aber beim Hören begann sich in manchen Bereichen wieder der Unmut breit zu machen. Der Bass war gut. Aber irgendetwas war da in den oberen Mitten. Der Hörraum ließ grüßen :-(

Im Herbst 2016 reifte dann der Entschluss, der Unzufriedenheit ein für allemal :mrgreen: ein Ende zu setzen und die Summit mit ihrem luftigen aber etwas diffusen Klang wieder durch Lautsprecher mit gerichteterer Charakteristik zu ersetzen.

Frau und ich machten uns also gemeinsam auf die Suche. Die erste Kandidatin war eine Genelec 8153, die wir auch zuhause testen konnten. Durch die Einmessung (leider quick and dirty) spielten die LS dann auch recht ordentlich. Etwas steril vielleicht. Aus dem passiven Lager trat die neue Audio Physik Codex an. Ein sehr guter LS mit wunderbaren Mitten. Das Probehören in den eigenen Räumen war auch sehr vielversprechend. Allerdings gelang das nur mit Hilfe von etlichen vorgeschalteten Faltungen in meinem JRiver-Medien-PC. Weiterhin haben wir uns beim Händler die Dynaudio XD600 angehört. Die klang sehr korrekt und "dynaudio-like", aber der Funke sprang irgendwie nicht über.

Die letzte Anlaufstation war Backes und Müller. Dort sollten die ultimativen Heilsbringer stehen, die den Raum ausblenden können. Wir hörten die neue Prime 12. Als es dann um eine Teststellung ging, fiel mein Blick zufällig auf eine Line 15, die im Nebenraum stand. Diese LS waren aus 2016 und sie waren weiß und der Preis war attraktiv. Das passte alles und wir haben spontan umdisponiert und diese Line 15 zum Probehören bestellt. Kurz vor Weihnachten trafen die Geräte dann ein und nach ein paar Tagen (vielleicht zu schnell, wie sich später herausstellen sollte), haben wir uns zum Kauf entschlossen.

Nun stand bei uns also ein Pärchen B&M Line 15. Und das Setup war nun total reduziert auf einen Aries Femto, der über AES-Splitter direkt an die Line 15 angeschlossen war. Ziel erreicht!? Leider nicht. Die Lautsprecher spielten bei grundtönigen Stücken tadellos und mit phänomenalem Bass. Allerdings erwiesen sie sich bei anderen Stücken als extrem präsenzlastig mit starken Überhöhungen in diesem Bereich. Das machte das Hören fast zur Qual. Meine Beschäftigung in den ersten zwei Monaten bestand deshalb hauptsächlich im Modellieren von FIR-Kurven. Und immer, wenn ich der Ansicht war, endlich die ultimative Einstellung zur Besänftigung der Überhöhungen gefunden zu haben, waren in anderen Bereichen Abstriche zu machen. Es war zum verrückt werden.

Ich war schon soweit, mich wieder von den LS zu trennen und habe schon mal begonnen, mich mit der Avantguarde Acoustic Zero zu beschäftigen. Aber nach einem ersten Probehören bin ich wieder davon abgekommen. Diese LS gefielen mir zwar, was Design und Convenience anbetraf, klanglich blieben sie aber für mich hinter der Line 15 zurück. Und die vollaktive XD hatte im Vergleich zum teilaktiven Modell TA leider nur sehr wenig Eingriffsmöglichkeiten in die Filterung.

Die Lösung: ein Lyngdorf DPA 1 Vorverstärker, den ich im Gebrauchtmarkt entdeckt habe, bändigt die Line 15 jetzt mit RoomPerfect. Es klingt nun so, wie ich mir das vorgestellt habe und das Musikhören macht jetzt wieder richtig Spaß.

Fazit: Never change a running system. Der Weg zum besseren Hören hätte sich vermutlich kürzer und schmerzfreier gestalten lassen. Denn mein Heilsbringer ist ganz offensichtlich die Elektronik. Aber ich will mich nicht beschweren. Die Line 15 ist in meinen Augen ein exzellenter LS. Aber den Hörraum wegzaubern kann sie leider nicht :cheers:

Mit Hifidelem Gruß

Hartmut

P.S.: Meine Musikrichtung ist hauptsächlich Klassik. Gelegentlich mache ich auch Ausflüge zum Jazz und Spritztouren in den Pop-Bereich.
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Beitragvon Grauwacke » 02.04.2017, 15:59

Hallo, Hartmut,

erstmal herzlich willkommen im Forum. :cheers:

Beim Lesen deiner hifidelen "Reise" werden sich sicher etliche im Forum an eigene Wege und Entwicklungen erinnert fühlen. Es scheint wohl ein genereller Virus zu sein, der viele von uns befallen hat und uns unbewußt (oder auch bewußt) signalisiert: Es muß doch irgendwie besser gehen ...

Wie sieht es denn bei euch (schön, dass auch die Gemahlin mit erwähnt werden kann) mit Veränderungen der Raumakustik aus? Bei uns war ein audiophiler Durchbruch im Sinne von "jetzt klingt es schon seeehr viel besser" genaugenommen erst mit dem Platzieren von Absorbern und Diffusern möglich.

Viele Grüße
Helge
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Beitragvon grobian.gans » 02.04.2017, 17:52

Hallo Helge,

was wäre die HiFi-Industrie nur ohne unser ständiges Streben...

Meine Frau steht auf große LS. Das scheint hier ja wohl bei den meisten nicht so zu sein :-) Ich selbst könnte ohne weiteres auch mit kleineren Modellen leben. Die Kii 3 fiel deshalb von Anfang an gleich durchs (Größen-)Raster meiner Frau.

Auf raumakustische Maßnahmen wollen wir eigentlich so weit wie möglich verzichten. Der Vorbesitzer meines DPA 1 hat sich für Akustikmaßnahmen entschieden. Zum Glück für mich. So konnte er seinen Lyngdorf an mich verkaufen. Allerdings muss man die Absorber an Decke und Wänden schon mögen. Auch wenn es da mittlerweile recht schicke Lösungen gibt.

Hinter unserem Hörplatz ist ein großes unverhängtes Fenster. Das habe ich stark im Verdacht, für ein paar Unsauberkeiten im Stimmenbereich verantwortlich zu sein. Ein Vorhang aus Akustikstoff würde aber evtl. als Maßnahme durchgehen.

Grüße

Hartmut
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Beitragvon Grauwacke » 03.04.2017, 19:18

grobian.gans hat geschrieben:Meine Frau steht auf große LS. Das scheint hier ja wohl bei den meisten nicht so zu sein :-)

nett untertrieben, ich wüsste jetzt nur von zwei Frauen ...

Weiter oben schreibst Du, dass der Präsenbereich bei manchen Stücken stark übertrieben wäre. Das könnten die Deckenreflexionen sein, die etliche dB zum Gesamtpegel am Ohr beitragen (aber leider nicht zur Verbesserung, wenn halbwegs Abbildung erwünscht ist). Nachdem es tatsächlich schicke Diffuser gibt, die glatt als Kunst am Bau durchgehen, würden solche erheblich helfen, diesen Frequenz-Bereich abzusenken. Aber ein Vorhang hinter dem Hörer hat sicher auch schon einen positiven Effekt. Also doch dem Drang nachgeben, denn

grobian.gans hat geschrieben:... was wäre die HiFi-Industrie nur ohne unser ständiges Streben ...

=> ärmer :cry:

Grüße
Helge
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Beitragvon grobian.gans » 03.04.2017, 19:52

Hallo Helge,

es sind definitiv Reflexionen. Da gebe ich Dir vollkommen recht. Im Nahfeld klingen die Line 15 ohne irgendwelche Korrekturen tadellos. Auch die Räumlichkeit war dort noch besser. Ich scheue mich gerade noch vor baulichen Maßnahmen in Form von Diffusoren an der Decke. Evtl. ein Akustikputz? Hast Du damit Erfahrung?

Welchen Effekt ein Vorhang hat kann ich relativ einfach testen. Das mache ich auch mal in nächster Zeit.

Eigentlich war mein Ziel schon, dass die B&M den Raum soweit ausblendet, dass diese Effekte nicht hörbar werden. Wir sitzen keine 3 Meter von den LS entfernt. Aus diesem Grund bin ich schon etwas enttäuscht von den Werbeversprechen. Mein Händler hat mir erzählt, dass er noch viel schlimmere Räume bezwungen hätte. Aber wer weis, wie das dort geklungen hat.

Schön aber, dass immer noch Luft nach oben ist :-)
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Beitragvon Grauwacke » 03.04.2017, 21:56

grobian.gans hat geschrieben:Ich scheue mich gerade noch vor baulichen Maßnahmen in Form von Diffusoren an der Decke. Evtl. ein Akustikputz? Hast Du damit Erfahrung?

Bei uns hängen vier DC2-Diffuser an der Decke: 2 x 2 im Quadrat, mit schmalen Holzleisten eingefasst, damit sie nicht an die Decke geklebt werden müssen, geometrisch in der Mitte zwischen Boxen und Hörplatz. Akustisch ein enormer Unterschied (sieht zwar gewöhnungsbedürftig aus, aber Besucher halten das tatsächlich erstmal für Kunst. :cheers: Die Akustik im ganzen Raum hat sich auch verändert, es hallt weniger und die Musik wird im Raum sehr viel gleichmässiger verteilt. Wir finden das recht angenehm.

Akustikputz: Wenn das nur etwas rauer Putz sein sollte, halte ich das für nicht sehr zielführend, da im Frequenz-Bereich, der für die Lokalisation wichtig ist (200-2000Hz) so ein Putz praktisch nicht diffus streut.
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Beitragvon shakti » 03.04.2017, 22:02

es gibt mittlerweile ganz gute Akustiktapeten, sehen aus, wie eine strukturierte Rauhfaser...
funktionieren auf jeden Fall!

Gruss
Juergen
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Beitragvon grobian.gans » 03.04.2017, 23:23

Grauwacke hat geschrieben:Bei uns hängen vier DC2-Diffuser an der Decke: 2 x 2 im Quadrat

Dass diese Diffuser helfen, glaube ich sofort. Ich habe heute beim Stöbern im Forum einen Beitrag entdeckt, in dem ein Hörraum gezeigt wurde, der sehr großflächig mit diesen Elementen ausgekleidet war. Aber es war halt ein Hörraum. Bei solchen Maßnahmen würde ich keine Startgenehmigung erhalten.

Eine Akustiktapete für die Decke vielleicht. Aber wie schaut das aus? Für welche Frequenzen sind diese denn geeignet?

Ich beginne auf jeden Fall mal mit den Vorhängen. Das ist wenig aufwändig und ungefährlich. :mrgreen:
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Beitragvon Jupiter » 04.04.2017, 09:41

Hallo Hartmut,

Ich nehme mal an es waren die Bilder meines Hörraums der vorher mal ein Wohnzimmer war.

Ausage meiner Freundin dazu als ich vor 2,5 Jahren angefangen habe den Raum zu verändern war:
"Ich betrete den Raum erst wieder wenn es ordentlich ist"

Ich bin seither sehr bemüht den Raum wieder ordentlich zu gestalten, allerdings meiner Ordnung entsprechend.

Nikolaus, Weihnachten, Frühjahr, Ostern, Sommer und Herbst sind die Zeiten,in denen sich bei meiner Freundin nach die Ordnung zu ändern hat.

Das muss man erst mal aushalten.

Was glaubst du was sie alles auf die Lautsprecher stellen möchte.

Also dauert es seine Zeit bis der Raum zu einer ordentlichen Akustik überführt wird.

Daher wünsche ich allen Leidensgenossen, die über eine gemäß der Partnerin entsprechende ordentliche Raumgestaltung verfügen den Mut zum Aufbruch.

Im übrigen haben wir, meine Partnerin und ich, die Wohnung gerecht aufgeteilt, sie darf alle anderen Zimmer frei gestalten und ich lediglich das Wohnzimmer.

Ich lebe seither in Eintracht mit Osterhasen aus Pappmaschee, die Sommerdeko ist angenehm kahl, fast nichts aber dafür wechseln ständig die Kissen. Die Herbstdeko wechselt so schnell wie die Blätter im Herbst ihre Farbe ändert. Hab mir fast mal ein Bein gebrochen wegen Kürbisse die in Formation den Hauseingang zierten. Nikolausen oder Nikoläusen, die fast bis in den Hochsommer überleben, wenn sie vorher nicht dahin schmelzen. Weihnachtsbäumen, die solange stehen bleiben müssen, bis sie fast neue Wurzeln bilden könnten.

Was ist dagegen schon ein Hörzimmer im Wandel der Erkenntnis entsprechend der Weiterbildung in Sachen Raumakustik.

Also Hartmut, nur Mut, setze ein Statement gegen den Dekowahn (ich kenne fast keine Frau die ihn nicht hat) und nagle ein Basotectdeckensegel an die Decke. Rundrum ein Klebeband mit LED-Leuchten, möglicherweise wird dies als kümmerlicher Dekoversuch eines Mannes gewürdigt und du kommst damit durch.

(falls Off-Topic gerne löschen)

Gruß Harald
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Beitragvon shakti » 04.04.2017, 11:21

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Beitragvon grobian.gans » 04.04.2017, 11:59

Hallo Shakti,

danke für den Tipp. Das sieht schick aus. Ich werde mich da mal umsehen.

Hallo Harald,

nein, Dein Wohnzimmer war es nicht :-) Ich habe den Threat gerade nochmals gesucht (bisschen nach unten blättern): http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=6&t=8273 Hier hätte Deine Freundin keine Chance, ihre Oster-Deko irgendwo unterzubringen :mrgreen:

In punkto Deko ist meine Frau sehr sparsam. Aber wir hätten beide Schwierigkeiten, uns an schallabsorbierende Applikationen zu gewöhnen, die irgendwie fremd im Raum zu sein scheinen. Gestern habe ich noch bei Sto eine schallabsorbierende Decke entdeckt. Aber ich glaube, das kostet richtig Geld.

Grüße

Hartmut
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Beitragvon Diskus_GL » 04.04.2017, 12:05

Hallo Hartmut,

es gibt ja noch die Möglichkeit mittels einer Digitalen-Raumkorrektur-Lösung einige Eigenheiten, die sich aus Raum und Einrichtung ergeben zu "egalisieren".
Damit ist man z. B. auch nicht mehr so an den Sweetspot gebunden..was den meisten Frauen auch entgegenkommt.... ein Sofa mitten im Raum wie ein Altar vor den symmetrisch davor aufgebauten Boxen steht, ist Gestaltungsmäßig nicht jederfrau´s- Sache....... :D

Grüsse Joachim
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Beitragvon grobian.gans » 04.04.2017, 12:40

Hallo Harald,

ich habe ja bereits den Lyngdorf mit RoomPerfect als VV. Der hat die LS sehr gut gebändigt. Was ich gerade noch betreibe, ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Es sind die Echos/Reflexionen, die man mit Raumkorrektur nicht wegbekommt, die mich noch manchmal mein Musikhören stören.

Grüße

Hartmut
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Beitragvon grobian.gans » 16.04.2017, 18:47

Angespornt durch das "Schreckgespenst" Absorber, Diffusoren etc. in unserem Wohnzimmer, habe ich am WE etwas an der Aufstellung der LS experimentiert. Die Basis ist jetzt etwas enger, der Abstand zur Wand größer und durch das Vorschieben des Sofas ist jetzt auch der Hörabstand geringer.

Das hat sich nochmals etwas besser angehört. Schnell noch RoomPerfect angewandt und siehe da, der Wert der Raumkorrektur sank von vorher 13% auf nur noch 9% 8) Eigentlich hätte ich mich jetzt (vorerst) befriedigt zurücklehnen können. Aber der Ehrgeiz sagte mir: "Da geht sicher noch etwas!" Also nochmal ein Bißchen an der Basisbreite geändert und die LS noch etwas zu Hörplatz eingewinkelt. Das war nichts. Der Wert der Raumkorrektur sprang auf 15% und Frau Netrebko klang stellenweise wie ein verwundetes Tier :cry:

Also wieder zurück in die vorige Stellung und das Toe In noch etwas zurückdrehen. Die LS stehen jetzt fast parallel. Die neue Messung ergab jetzt 8% 8) 8) Der Soundcheck war sehr befriedigend. Allerdings sind die Echos, die im mittleren Präsenzbereich manchmal Stimmen ausgefranzt klingen lassen, immer noch leicht vorhanden.

Das muss fürs erste jetzt mal reichen. Im nächsten Anlauf teste ich, wie es sich anhört, wenn die LS ganz parallel stehen. Aber ich befürchte, an etwas mehr Heimtextilien komme ich vermutlich nicht vorbei.

Einen schönen Feiertag

Hartmut
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Beitragvon Jupiter » 16.04.2017, 19:06

Hallo Hartmut,
Wenn du schon beim messen bist könntest du folgendes mal testen.
Bei Kibek gibt es Lammfelle ca 12-19€ pro Stück mit hohem Flor.
Kann man bei Nichtgefallen wieder zurück geben.
2St vor jede Box gelegt verbessert dir die Messwerte.
Auf jeden Fall verringert es die Bodenreflektionen das kann man sehr gut sehen.
Die Messung zeigt verringerte Bodenreflektionen.
Ob du es auch hören kannst, ausprobieren.

Gruß Harald
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