Hartmut (Backes & Müller BM Line 15)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon Hans-Martin » 16.04.2017, 19:09

grobian.gans hat geschrieben:Allerdings sind die Echos, die im mittleren Präsenzbereich manchmal Stimmen ausgefranzt klingen lassen, immer noch leicht vorhanden.

Hallo Hartmut,
alle meine Aufnahmen mit der Netrebko kommen invertiert (wie ca.90% aller meiner Klassikaufnahmen). Es lohnt sich, durch Invertieren das zu kompensieren, die Abbildungsschärfe nimmt zu, die Ausgefranstheit geht zurück.
Österliche Grüße Hans-Martin
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Beitragvon grobian.gans » 16.04.2017, 23:38

Hallo Harald,

werde ich ausprobieren. Ist auf jeden Fall einfacher, als an der Decke herumzudoktern :D Wir haben zwar bis knapp vor den LS einen Teppich liegen, aber der ist vermutlich nur besser als nichts (in Bezug auf raumakustische Maßnahmen)

Hallo Hans-Martin,

ich habe ja schon gelesen, dass Du ein umfangreiches Arsenal hast, um das Beste aus Deinen Aufnahmen zu machen. Leider habe ich keine Möglichkeit, den Output zu invertieren. Der Lyngdorf ist ein echtes Convenience-Produkt mit wenig Eingriffsmöglichkeiten. Bis vor kurzem hatte ich noch einen Medien-PC und JRiver im Einsatz. Da wäre das ohne Probleme gegangen.

Aber ich werde mir bei Gelegenheit mal die AudioVero Produkte ansehen. Da sind ja sicher viele Schräubchen zum Drehen vorhanden.

Nächtliche Grüße

Hartmut
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Beitragvon Hans-Martin » 17.04.2017, 00:02

Hallo Hartmut,
wenn du XLR-Verbindungen benutzt, reicht es aus, Adapter zwischenzustecken, die Pins 2 und 3 vertauschen.
Das bewirkt eine Invertierung des Signals.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon grobian.gans » 22.06.2017, 23:19

Hallo, allerseits,

ich habe derzeit eine BM Line 15 neuer Bauart zur Probe in meinem Wohnzimmer stehen.

Ich kann es fast noch nicht glauben, dass das die Nachfolger meiner Line 15 sind. Die LS sind eigentlich in jeder Beziehung anders. Das beginnt schon optisch mit der Größe. Daneben sehen die alten Modelle fast wie ein Kleinlautsprecher aus :) Auch die Abstimmung ist, wie ich finde, wärmer, ohne dabei an Auflösung zu verlieren. Und der Bass ist phänomenal! Was mich aber am meisten erstaunt (und erfreut), ist die Abstrahlcharakteristik. Sie ist nun wesentlich gerichteter. Ich kann das über meine Lyngdorf-Einmessung recht gut nachvollziehen. Während bei der alten Line 15 bei ähnlichen Messpunkten das sog. Roomknowledge am Rand des Hörbereichs einen Wert über 90% erreicht, muss ich bei den neuen Modellen innerhalb des Hörbereichs messen um diesen Wert zu erreichen.

Und nach den ersten Höreindrücken muss ich sagen, dass die LS nun das in großem Maße halten können, was mir bei den alten Modellen versprochen wurde: sie blenden den Hörraum aus. Natürlich nicht ganz. Um dorthin zu kommen, müsste ich, wie schon vorgeschlagen, noch ein paar raumakustische Maßnahmen anwenden. Aber doch so weit, dass die Deckenreflexionen nun nicht mehr ins Gewicht fallen. Die Räumlichkeit ist nun deutlich besser und die vorher vorhandene Helligkeit in den oberen Mitten ist auf ein sehr angenehmes Maß zurück gegangen.

Die nächsten Tage werde ich auch noch die erweiterten Filtereinstellungen testen. Jetzt immerhin 6 anstelle von 3. Und die Frequenzen können auch feiner eingestellt werden.

Das WE verspricht also spannend zu werden.

Grüße

Hartmut
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Beitragvon MOWER79 » 30.06.2017, 10:18

Hallo Hartmut,

magst Du uns von Deinem vergangenen Wochenende mit der Line 15 (2017) berichten?

Wäre sehr interessiert daran.

Gruss Marc
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Beitragvon grobian.gans » 30.06.2017, 23:54

Hallo Marc,

ich hatte die LS noch die ganze Woche bei mir. Morgen muss ich sie leider wieder abgeben. Ich schreibe aber noch ein paar Takte dazu. Aber erst, wenn ich meine "alten" Line 15 nochmals gehört habe.

Grüße

Hartmut
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Beitragvon grobian.gans » 02.07.2017, 11:47

So, nun ist wieder alles beim Alten. Leider, oder vielleicht auch nicht... :wink:

Zuallererst: Die neue Line 15 hat, ausser dem Namen, nichts mehr mit dem Vorgängermodell gemeinsam. Da quasi alles ausgetauscht, vergrößert oder erweitert wurde, sind völlig andere LS entstanden, die eher schon zwischen der alten Line 20 und Line 25 zu positionieren sind.

Ich persönlich war sehr beeindruckt von dem, was ich in den letzten eineinhalb Wochen zu hören bekam. Ganz vorne steht für mich die Räumlichkeit, die bei der neuen Line 15 noch ein ganzes Stück besser ist. Auch die neue Koax-Einheit, die aus einem der größeren Modelle übernommen wurde, klingt für mich wesentlich entspannter. Das von mir bei manchen Musikstücken als sehr hell empfundene Klangbild der alten Line 15 war bei der neuen nicht mehr, oder nur noch in ganz geringem Maß vorhanden. Auch die Integration in meinen Hörraum empfand ich - klanglich - als deutlich besser. So hatte ich es mir eigentlich schon von der alten Line 15 erhofft. Die bei mir vorhandenen Deckenreflexionen sind sehr deutlich zurück gegangen, oder sie sind zumindest zeitlich anders. Vielleicht liegt es ja daran, dass die Koax-Einheit jetzt etwa 10 cm tiefer sitzt.

Messtechnisch bin ich aus Zeitgründen leider kaum zu etwas gekommen. Nur Quick and Dirty (die meiste Zeit habe ich mit großem Vergnügen mit Musikhören zugebracht).

Die LS regen im Bassbereich meinen Hörraum sehr dramatisch an. Da ich derzeit mit RP korrigiere, kann ich das anhand des Wertes für die Roomcorrection ableiten. Sie stieg mit den neuen LS von bisher ca. 10% auf über 30% an.

Eigentlich wollte ich ja noch mit REW die notwendigen Filter für den Bereich bis 200 Hz ermitteln und diese über das PPG in den LS programmieren. Die Messung hat aber gezeigt, dass die LS in diesem Bereich in meinem Raum ziemlich viel "Unheil" anrichten und das erste Ergebnis zuviele Filter benötigte, um sie in den LS eingeben zu können. Die neue Line 15 hat zwar jetzt 6 (statt bisher 3) Plätze um Filter zu programmieren, aber das hat leider im ersten Anlauf nicht ausgereicht.

Als Fazit für mich ist der LS sehr erstrebenswert, sofern man das Geld in die Hand nehmen kann und will. Die Größe ist m. E. ebenfalls ein Thema. Die LS sind schon ordentliche Brocken und der WAF sinkt damit deutlich. Meine Leih-LS waren leider schwarz. In dieser Farbe haben sie mich fast erschlagen. In Weiß sehen sie vermutlich deutlich zurückhaltender, wenn auch nicht gerade dezent, aus.

Jetzt höre ich erstmal wieder mit der alten Line 15. Und das ist ebenfalls gut! :cheers:

Grüße

Hartmut
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Beitragvon karlo enzo » 02.07.2017, 13:15

Hallo Hartmut,
Ich habe ähnliche Erfahrungen mit meinen Line 15 gesammelt.
Durch meinem Hörsturz vor gut 2 Jahren ist bei mir eine Senke im Hochtonbereich zurück geblieben.
Das habe ich versucht, über die FIR-Filter auszugleichen. Mittlerweile habe ich alle Filtereinstellungen
wieder zurückgenommen. Klingt so über alles am ausgeglichensten.
Vor 6 Wochen hatte ich dann auch die Dynaudio 600 XD hier zu Hause.
Die haben ca. 4 Stunden auf dem Platz der B&M gestanden. Meine Hörvergleiche waren ein Grund für den
Verbleib der 15'er, der Aufschrei meiner zwischenzeitlich zu Hause eintreffenden Frau der alles entscheidende Grund, eben der WAF. Sie fügen sich einfach trotz ihrer Abmessungen unauffällig in unser WZ unter.
- und klanglich sind sie halt schwer zu ersetzen.
Gruß
Karl-Heinz
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Beitragvon grobian.gans » 02.07.2017, 13:58

Hallo Karl-Heinz,

meine Frau und ich haben die XD600 von der optischen Anmutung als sehr elegant empfunden. Bisschen klein vielleicht für meine Frau :lol: Die Verarbeitung und Anmutung bleibt aber unserer Ansicht nach unter der Line 15 und klanglich war für uns die Line 15 deutlich vorne. Alles richtig gemacht also :cheers:

Grüße

Hartmut
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Beitragvon grobian.gans » 20.08.2017, 23:59

Hallo,

obwohl ich schon seit vielen Jahren Roomperfect mit etlichen LS sehr zufriedenstellend im Einsatz hatte, empfand ich es nun in Kombination mit der Line 15 mit der Zeit als nicht mehr optimal. Grund war die fest vorgegebene Zielkurve, die die Wiedergabe der LS nicht ganz nach meinen Erwartungen modellierte. Nach längerer Recherche, Überlegung und etlichen Tests mit unterschiedlichen Korrekturprogrammen, wollte ich Roomperfect in den Ruhestand versetzen und dem Lyndorf einen hochwertigen Media-PC mit Acourate und externer Soundkarte (RME Fireface) vorschalten.

Die Kette sollte dann wie folgt aussehen: NAS -> Auralic Aries -> Media PC -> Lyngdorf -> Line 15

Dazu bin ich schon sehr über meinen Schatten gesprungen, da mit dieser Lösung ein Mehr an Geräten und Netzteilen Einzug gehalten hätte. Aber es kam anders: Von einem netten Forumsmitglied bekam ich einen Tipp, wo ein unbenutzter DEQX HDP5 steht. Mittlerweile hat dieser DEQX den Standort gewechselt und steht nun bei mir :D Und ich muss sagen, dass ich sehr froh bin, dass es so gekommen ist. Das Gerät hat tolle Möglichkeiten zur Korrektur und ist auch sonst ein ebenbürtiger Ersatz für den Lyngdorf, dem ich auch wegen seiner VV-Qualität schon ein bisschen nachtrauere.

Meine Kette hat sich nun sehr vereinfacht: NAS -> DEQX -> Line 15.

Um die Möglichkeiten des Geräts in puncto Korrektur auszuschöpfen, werde ich allerdings noch einige Optimierungsläufe durchführen und auch das Wissen des Forums anzapfen müssen.

Grüße

Hartmut
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Beitragvon wgh52 » 21.08.2017, 09:00

Hallo Hartmut,

willkommen in unserer kleinen DEQX Gilde! Ich bin mega-gespannt wie sich der HDP-5 bei Dir machen wird und zu allen Schandtaten bereit, beizutragen, dass die Ehe DEQX/BM Line 15 eine glückliche wird!

Halt uns auf dem Laufenden, melde Dich ggf. auch per Mail oder PN. :cheers:

Grüße,
Winfried

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Beitragvon grobian.gans » 29.08.2017, 18:01

Hallo Winfried,

nachdem nun das Forum wieder "aktiv" ist, aktualisiere ich mal den Stand meines Setups.

Dir zuerst einmal an dieser Stelle vielen Dank für die vielen guten Tipps, die ich von Dir bekommen habe. Ohne wäre die Sache ungleich schwerer gewesen. Theoretisch kommt man mit dem Handbuch zwar schon gut zu Rande, aber es geht halt nichts über Erfahrung.

Durch das Linearisieren der Lautsprecher mit dem ersten (und wichtigsten) Schritt der Konfiguration, war schon fast alles geleistet. Denn damit wurden die Line 15 richtiggehend "gebändigt". Die helle Abstimmung durch den Hersteller (die ich mit meinem Lyngdorf durch ein Preset nur unzureichend in den Griff bekam), war nun deutlich gemildert. Und bereits nach diesem Schritt war festzustellen, dass die Reflexionen durch die präsenten Höhen annähernd verschwunden waren. Die Raumkorrektur im zweiten Schritt war nun Anpassung an den Hörgeschmack. Das gelang - wenn auch mit vielen Iterationen - deshalb sehr gut, weil man die Einstellungen der IIR-Filter vornehmen kann, während die Musik spielt.

Mittlerweile steht nun die Zielkurve. Und das Ergebnis ist sehr zufrieden stellend. :cheers:

Grüße

Hartmut
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Beitragvon wgh52 » 29.08.2017, 20:11

Hartmut,

es war mir ein Vergnügen Dich etwas anzuleiten und meine Erfahrungen zu teilen. Ich wäre schon sehr neugierig, das Ergebnis mal zu hören :cheers:

Ich wünsche Dir großen Musikhörgenuss!

Grüße,
Winfried

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Beitragvon grobian.gans » 30.08.2017, 21:30

Hallo Winfried,

mittlerweile habe ich auch eine passende App zum Streamen gefunden. Jetzt steht dem Hören nichts mehr im Weg. Eine Konfiguration habe ich kopiert und auf invertiert gestellt. Da kann ich mal testen, wie es besser klingt.

Und wenn Du mal in der Gegend von Stuttgart bist, schreib mir einfach eine PN. Dann kannst Du meine "Kompaktanlage" gerne anhören.

Grüße

Hartmut
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Beitragvon grobian.gans » 12.10.2017, 21:24

Mittlerweile hat sich ein T+A DAC 8 zu meinem kleinen Ensemble dazugesellt. Ursprünglich wollte ich das Gerät eigentlich nur an meiner kleinen Anlage im Büro verwenden. Aber jetzt steht der DAC 8 in meinem Wohnzimmer. Ich bin bislang wohlwollend davon ausgegangen, dass der im DEQX verbaute DAC schon gut sein sollte, aber er hält dem Vergleich nicht stand. Mit dem DAC 8 klingt es luftiger und detaillierter. Außerdem hat der DAC 8 m. E. auch die bessere Ausgangsstufe. Angenehmer Nebeneffekt: er invertiert auf Knopfdruck
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