Oliver (Backes & Müller BM 12 V-FET)

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Beitragvon vierzigo » 24.10.2017, 17:08

Hallo Oliver,

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Beitragvon Bajano » 02.11.2017, 20:35

Heute möchte ich gerne mit einem Kurzbericht über ein fantastisches Hörerlebnis in Bad Dürkheim berichten:

Da ich mich vor einigen Monaten für Acourate interessierte, mailte ich mit Harald (Jupiter), der mir gerne seine Unterstützung angeboten hatte. Vergangenes Wochenende waren meine Frau und ich mit unseren Hunden zu einer Veranstaltung in Bad Dürkheim und was lag näher, als Harald um einen Besuchstermin bei ihm zu bitten.

Am Sonntag wurde ich bereits am frühen Vormittag von Harald empfangen und nach einem leckeren Kaffee und einem entspannten "Einführungsgespräch" geleitete er mich in seinen Hörraum. Dort standen die Geithain RL 901 k angeschlossen an einen Linn Akurate G-ADSM. Beide Geräte hatte ich vorher noch nie gehört und deshalb hatte ich eigentlich auch keinerlei Erwartungshaltung. Ich durfte auf einem Stressless Sessel Platz nehmen und nachdem die Hörposition genauestens ausgerichtet war, ertönte die erste Musik. Ich muss ja gestehen, dass die Position im quasi Liegen im ersten Moment etwas ungewöhnlich für mich war, aber was ich dann an Räumlichkeit hören durfte, stellte alles in den Schatten, was ich bisher kannte:

Vor mir baute sich nicht nur eine authentische Bühne auf, sondern diese war auch noch in sich gestaffelt. So konnte ich tatsächlich verschiedene Protagonisten in verschiedener Entfernung ausmachen. Davon hatte ich zwar schon hin und wieder gelesen, aber eine richtige Vorstellung von der Beschreibung hatte ich nicht. Die Musik zog mich förmlich an und ich hatte zeitweise das Gefühl, dass ich irgendwie Bestandteil des Ganzen war. Das hört sich jetzt bestimmt wieder sehr blumig an, aber ich weiß nicht, wie man es anders beschreiben soll.

Harald spielte dann verschiedene Teststellungen mit mir durch (Kabelvergleich, mit und ohne LAN-Isolator, verschiedene Filter, usw.) und wir diskutieren das jeweilige von mir wahrgenommene Ergebnis. Das hat viel Spaß gemacht, da ich mich handwerklich um nichts kümmern musste :wink: .

Nach einer weiteren Kaffeepause und Kurzeinweisung in die Interpretation von Akustikmessungen hörte ich mir sehr bekannte Musikstücke wieder in entspannter Hörposition an und ließ mich regelrecht von der Musik "treiben".

Als ich dann irgendwann auf die Uhr schaute, waren bereits sieben Stunden seit Eintreffen vergangen und ich musste mich langsam auf den Heimweg machen ...

Diese erfahrene Räumlichkeit lässt mich bis heute nicht mehr los und ich konnte/wollte drei Tage lang keine Musik bei mir hören. Ich dachte ja eigentlich, dass die Raumakustik in meinem Kellerraum nicht schlecht ist. Nun weiß ich aber, was klanglich grundsätzlich möglich ist und daran werde ich die nächsten Wochen und Monate arbeiten - wohl wissend, dass nicht alles 1:1 übertragbar ist. Als eine erste Maßnahme werde ich vermutlich ein Deckensegel aus Basotect fertigen, um die Deckenreflektionen in den Griff zu bekommen. Insgesamt habe ich während meines Besuches sehr viele Impulse aufgenommen, die aber noch strukturiert und priorisiert werden müssen.

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Harald für seine Gastfreundschaft, die tolle Vorführung, seine Geduld mit mir und vor allem die netten Gespräche bedanken.

Mein Besuch bei Dir hat mir wirklich sehr viel Freude bereitet, Harald!
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Beitragvon nemu » 02.11.2017, 21:57

Hallo Oliver,

ja, kann ich bestätigen. Harald hat sich einen sehr feinen Hörraum geschaffen, in dem man ganz ausgezeichnet Musik hören kann.

Deinen Hörraum akustisch zu behandeln wird sicher einiges bringen. Versuch aber auch bitte mal Deine BMs aus den Ecken heraus zurücken. Dies bringt meiner Erfahrung nach einiges. Hier zählt jeder Zentimeter.

Gruß Stephan
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Beitragvon Bajano » 07.11.2017, 23:04

Motiviert durch Empfehlungen aus diesem Forum habe ich die BM12 nun aus den Ecken herausgeholt und ca. 50cm nach vorne in Richtung Hörplatz verschoben. Zusätzlich wurde die Hörposition ebenfalls um 50cm in den Raum hinein gerückt. An den Reflektionspunkten der Seitenwände habe ich provisorisch jeweils 1qm Basotect in 10cm Stärke angebracht.

Was für ein Unterschied ... ich traue mich mal nun von einem kleinen "Hörerlebnis" zu berichten. Natürlich nicht zu vergleichen mit der Erfahrung, die ich bei Harald (Jupiter) oder meinem Namensvetter (Vierzigo) machen durfte. Aber trotzdem schon eine für mich beachtliche und positive Veränderung in Bezug auf Räumlichkeit, Bühne und Klarheit von Stimmen und Instrumenten.

Als nächste Maßnahme werde ich ein Deckensegel aus Basotect ausprobieren und hinter der Hörposition Akustikplatten von Knauf (vielen Dank für den Tipp, Oliver!) testen. Fotos vorher/nachher gibt es dann natürlich auch.
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Beitragvon vierzigo » 08.11.2017, 17:31

Hallo Oliver,

manchmal sind es auch die kleinen Schritte (schieben) die einen voranbringen :D
Dann freue ich mich mal auf die ersten Bilder.

Grüße

Oliver
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