Neu bei uns: Jan (LUA Con Emozione)

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Neu bei uns: Jan (LUA Con Emozione)

Beitragvon Janho » 04.08.2017, 23:32

Guten Tag liebe Forenmitglieder,

danke dass ich Teil dieses Forums sein kann, als Gast habe ich bereits einige Themen gespannt verfolgt.

Ich selbst bin ein Fan der klassischen Technologie, so auch mein großes Interesse an konventionell aufgebauten DA-Wandler.

Derzeit nutze ich die "alten" LUA Con Emozione mit zwei wunderschönen LUA Alborada mkii Röhrenendstufen.
Als Digitale Quelle nutze ich einen um den Soekris dam1021 (der hier heiß diskutiert wird) selbst aufgebauten DAC mit Raspberry Pi als Quelle mit Tidal über den BubbleUPnPServer und (sehr selten zu sehen) einen DVB-C Stick zum digitalen Kabel-radio hören.
Mein Hauptinteresse liegt derzeit an der Verbesserung des DA-Wandlers im Dual-Mono aufbau mit angeschlossenem Röhren Buffer. Da ich die Implementierung des Dam1021 Softwareseitig (meiner Meinung nach) gut gemacht habe, mit Lautstärkeänderung am Pi über Seriellen Anschluss an Dam1021's integrierten Lautstärkeregler (Er rechnet das Signal auf 32 Bit hoch und zieht dann je nach Lautstärkeregelung Bits ab), möchte ich nun den Röhren-Buffer einbauen. Leider bin ich aus der Computer-Software Generation und habe Schwierigkeiten mit dem Errechnen der nötigen Widerstände und Kondensatoren.
Dazu hoffe ich in diesem Forum Informationen von Erfahrenen zu bekommen. Im Gegenzug möchte ich mein Wissen so gut wie möglich auch selbst einbringen.

Mit besten Grüßen,

Jan P. Hoffmann
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Beitragvon Hans-Martin » 05.08.2017, 23:04

Janho hat geschrieben:möchte ich nun den Röhren-Buffer einbauen. Leider bin ich aus der Computer-Software Generation und habe Schwierigkeiten mit dem Errechnen der nötigen Widerstände und Kondensatoren.
Dazu hoffe ich in diesem Forum Informationen von Erfahrenen zu bekommen. Im Gegenzug möchte ich mein Wissen so gut wie möglich auch selbst einbringen.

Hallo Jan,
zunächst mal ein hertzliches Willkommen bei den Aktiven!
An welcher Stelle im Soekris willst du den Röhrenbuffer anschließen? Soll der Ausgang symmetrisch sein, oder single-ended?
Der vorhandene LM49724 ist schon recht niederohmig im Ausgang, was meinst du mit Widerstände- und Kondensatorenberechnung - willst du die Ausgangsstufe etwa selbst konstruieren?
Von einem einfachen Kathodenfolger würde ich mir nicht allzuviel versprechen, ich war sehr erstaunt, wie gering der Ausgangswiderstand werden kann, wenn man bei der Anode auskoppelt, ein zweites, ebenfalls invertierendes Triodensystem einsetzt, und mittels Gegenkopplung die Gesamtspannungsverstärkung auf etwa 1 herunterzieht.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Janho » 09.08.2017, 10:54

Hallo Hans Martin,

Vielen Dank für die Begrüßung! Gerne füge ich noch bei dass mein Vater 2 schöne B&M Prime 8 hat und diese durch den Dam1021 mit dem gepufferten Ausgang direkt betriebt. Meine Anlage ist bis auf die LS natürlich jedoch Ähnlich da ich mit den Dual Mono Verstärkern ebenfalls längere NF Kabel benötige.


In meinem Plan schliesse ich den Röhrenbuffer an den RAW Ausgang des r2r Netzwerks an (dieser hat ca. 670ohm) genauer gesagt an den RAW Ausgang von 2 dam1021 welche im Dual Mono betrieb ein symmetrisches Siganl ausgeben. Dieses soll dann vom Buffer á la John Broskie gepuffert werden und ein single Ende Siganl ausgeben. Also eigentlich ein "unbalancer" als Buffer.

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Von hier: https://www.tubecad.com/2006/08/blog0075.htm

Dabei ist die Wahl der Röhre eines der Knackpunkte, da hier das Siganl mit einer ecc83 verstärkt werden kann, oder mit einer e288cc nur minimal verstärkt werden kann.

Da ich keine große Verstärkung benötige und der Eingangswiderstand meiner Endstufen groß genug ist (das wird den Aktiv Hörern ja genau so gehen) bleibt als einziges das Kabel als Impedanz Problem übrig, aber ich möchte trotzdem mit einer leisen feinen E288cc gehen.

Es ist etwas unkonventionell, mein Vorhaben, aber die Idee des Unbalancers als Buffer um eventuelle Schwankungen der Stromversorgung der Vref im dam1021 "herauszufiltern" finde ich von Herrn Broskie genial, der Aufbau dieses ist auch so einfach dass man es gut selbst machen kann, nur die Berechnung des Schaltkreises ist mir als nicht-Fachmann ein großes Rätsel.
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Beitragvon Hans-Martin » 09.08.2017, 15:21

Hallo Jan,
Das Datenblatt zur E288CC findest du hier.
Dem kannst du folgendes entnehmen:
Die maximale Spannung zwischen Heizung und Kathode darf 150V nicht überschreiten, das is besonders wichtig für das obere Röhrensystem, welches über der halben Betriebsspannung läuft.
Damit ist schon mal klar, dass du als B+ keinesfalls an 300V herankommen darfst.
Das zitierte Datenblatt nennt zur Anodenspannung 100V einen Kathodenwiderstand Rk bei 80 Ohm, 2 Systeme in Reihe wären demnach also mit Ub (=B+)= 200V zu betreiben.
Das halte ich für annehmbare Werte, in der E12-Reihe wäre der nächste Wert 82 Ohm zu wählen
Achtung: die 82 Ohm Widerstände werden vom Anodenstrom durchflossen, müssten auf mindestens 1 Watt Belastbarkeit, besser 2 W ausgelegt werden. Man kann natürlich auch jeweils mit 4 parallelgeschalteten 330 Ohm je 1/2Watt arbeiten.
Da es kaum Widerstände gibt, in denen keine Stahlkappen verbaut sind, würde ich die Aufteilung auf 4 parallel Rs bevorzugen (jeder übernimmt nur 1/4 des Stroms, kann sich selbst nicht so schnell magnetiseren), außerdem würde ich diese nach dem Einbau und im Betrieb gelegentlich entmagnetisieren (ebenso die Röhrenpins, vor dem Einbau) und keinen Weller Magnastat Lötkolben benutzen. Stahl kommt nicht gut in Audioschaltungen, weil es mit seiner Remanenz unschöne Kennlinien einbringt. Es gibt Röhren wie 6SN7, die keine Stahlstifte haben, aber auch keine Spanngitter wie die **88CC Varianten.

Ich vermute, dass bei Steinmusik deshalb bevorzugt die alten Kohlewiderstände eingesetzt werden. Da gibt es einige, die vom Magneten fallen. Die Zeiten sind vorbei, wo man Industrierestposten säckeweise zum Kilopreis hinterhergeworfen bekam...
Heute wollen alle die rauscharmen Metallfilmwiderstände haben. Wenn die an der Lötspitze kleben bleiben, weißt du, das was verkehrt läuft :mrgreen:
Grüße Hans-Martin

P.S.:
was mir noch am Herzen liegt:
Die Schaltung invertiert!
der positive Ausgang vom DAC geht über das untere Röhrensystem, und es wird bei der Anode ausgekoppelt, also invertiert. Der negative Ausgang vom DAC, also das bereis inverse Signal, geht über das obere Röhrensystem, und es wird bei der Kathode ausgekoppelt, also phasengleich. Demnach ist das Ausgangssignal invertiert.
Warum er die anschlüsse nicht umgekehrt belegt, will sich mir nicht erschließen.
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Hans-Martin
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