Alexander (teilaktiv, Martin Logan Ethos)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
Forumsregeln
Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon Eusebius » 13.04.2018, 19:04

Hallo Alexander!

Das ist deutlich besser geworden!
Glückwunsch und viel Spaß an der Musik!

Rainer
Bild
Eusebius
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 497
Registriert: 11.12.2008, 20:57
Wohnort: Rhein-Main

Beitragvon Hans-Martin » 13.04.2018, 22:14

Hallo Alexander,
benutzt du noch Acourate NAS? Dann müsste man die Messungen unter einem etwas anderen Licht betrachten.
Mir fallen die 2 tiefen FG-Einbrüche im Bereich unter 100 Hz auf, die das Klangbild für meine Ohren eher anämisch erwarten lassen. Wenn Acourate ins Spiel kommt, würde ich den Basspegel mindestens um 8dB anheben und die Peaks von Acourate korrigieren lassen.
Zweifellos ist die Nachhallzeit deutlich verkürzt (=verbessert), und die damit verbundenen Klangänderungen lassen eine allgemeine Anhebung im Basspegel zu.
Dabei würde ich mich aber mehr auf mein Gefühl als auf falsch interpretierte* Messchriebe verlassen. Noch besser wäre in diesem Zusammenhang natürlich der Besuch von Unplugged-Live-Events und eine Orientierung daran.

Ich sehe im Vergleich eines früheren Bildes zum jetzigen Stand, dass der CD/SACD-Player die Plätze getauscht haben. Wenn die Anlage auf hohem Niveau spielt, wird der Standort des Players wichtiger als der der Endstufe. Und der Mutec MC-3+ Reclocker spielt bei mir auf einem Tennisschläger-Netz vom Untergrund entkoppelt besser. Beide Geräte sind mikrofonieemfänglich, Grund genug, sie mittig zu platzieren, um von beiden LS identischen Abstand zu haben.
Hat man die großen Aufgaben bewältigt, kann man sich den Feinheiten zuwenden...
Grüße Hans-Martin

* mit falsch interpretiert Messchriebe meine ich, die Raumresonanzpeaks auf den allgemeinen Durchschnittspegel herabsenken, und das, was an noch unverfälschter Musik dazwischen kommt, ebenfalls um diesen Betrag somit in der Versenkung verschwinden zu lassen.
In der Wahrnehmung eines Tons spielt seine Intensität eine Rolle, aber auch seine Dauer, da geraten die Töne zwischen den Raumresonanzen schnell ins Hintertreffen
Bild
Hans-Martin
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 5392
Registriert: 14.06.2009, 15:45

Beitragvon Eusebius » 14.04.2018, 04:48

Hallo Alexander!

Im Vergleich zur deutlichen Verbesserung des Klangs durch die Einbringung von Bassfallen ist ein eventueller Einfluss der Geräteposition im Raum verschwindend gering.

Gruß!
Rainer
Bild
Eusebius
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 497
Registriert: 11.12.2008, 20:57
Wohnort: Rhein-Main

Beitragvon Mister Cool » 14.04.2018, 07:35

Hallo Alexander,

rein "optisch analysiert", dürften die zwei starken Dellen bei 90Hz und insbesondere die breitbandige bei 50Hz (das sind die "Spassmacher") dem Klang die ganze Kraft entziehen -> klingt es nich ein Bisschen "blutleer"?

Solltest Du Acourate einsetzen, würde ich definitiv den Basspegel anheben, um die Dellen aufzufüllen, und die verstärkten Peaks dazwischen (35Hz/70Hz) von Acourate/Target Courve korrigieren lassen.

Weiterhin, habe ich hier von Hofa-Basstraps gelesen (was steht da hinten in den Ecken?). Wie sieht der Frequenzgang ohne diese Absorber aus? Vielleicht verschlimmern sie noch die Dellen?

Zwei Vergleichsmessungen: 1. mit Absorber und 2. ohne Absorber wäre interessant.

Grüsse,

Alwin
Bild
Mister Cool
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 361
Registriert: 23.11.2017, 00:21

Beitragvon Buschel » 14.04.2018, 08:54

Hallo zusammen,

AlexOWL hat geschrieben:Ein dickes Dankeschön übrigens an Buschel, für seine tolle Unterstützung (PS: in der Dropbox liegen 3 neue Dateien).

Gern geschehen. :cheers:

Mister Cool hat geschrieben:Wie sieht der Frequenzgang ohne diese Absorber aus? Vielleicht verschlimmern sie noch die Dellen?

Vielleicht postet Alxeander ja nochmal die Messungen im Vergleich. Vorab kann ich sagen, dass die Frequenzgänge mit/ohne Bassabsorber nahezu identisch sind, eine Veränderung der Überhöhungen im Bass ist nicht erkennbar.

Mister Cool hat geschrieben:Solltest Du Acourate einsetzen, würde ich definitiv den Basspegel anheben, um die Dellen aufzufüllen, und die verstärkten Peaks dazwischen (35Hz/70Hz) von Acourate/Target Courve korrigieren lassen.

Da wäre ich sehr vorsichtig. So wie das für mich aussieht ist die Delle bei 90 Hz eine Auslöschung -- ein sehr schmalbandiger Einbruch, der sich früh ausprägt. Die Delle lässt sich also kaum auffüllen. Außerdem würde anstatt einer Anhebung über Acourate (die ja automatisch eine Pegelabsenkung und damit Verlust von Rauschabstand mit sich bringt) eher den Bassregel am Lautsprecher hochziehen und Acourate nur die Überhöhungen ausgleichen lassen.
@Alexander: Kann es sein, dass der Bassregler an den Lautsprechern runtergedreht ist? Wenn man sich den Bassverlauf ohne die Überhöhungen anschaut, sieht das nach einem recht stark abfallenden Bass aus.

Grüße,
Andree
Bild
Buschel
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 596
Registriert: 12.12.2013, 21:12
Wohnort: Raum Karlsruhe

Beitragvon Jupiter » 14.04.2018, 09:55

Hallo Alwin,

Buschel hat geschrieben:
Mister Cool hat geschrieben:Solltest Du Acourate einsetzen, würde ich definitiv den Basspegel anheben, um die Dellen aufzufüllen, und die verstärkten Peaks dazwischen (35Hz/70Hz) von Acourate/Target Courve korrigieren lassen.

Da wäre ich sehr vorsichtig. So wie das für mich aussieht ist die Delle bei 90 Hz eine Auslöschung -- ein sehr schmalbandiger Einbruch, der sich früh ausprägt. Die Delle lässt sich also kaum auffüllen. Außerdem würde anstatt einer Anhebung über Acourate (die ja automatisch eine Pegelabsenkung und damit Verlust von Rauschabstand mit sich bringt) eher den Bassregel am Lautsprecher hochziehen und Acourate nur die Überhöhungen ausgleichen lassen.
@Alexander: Kann es sein, dass der Bassregler an den Lautsprechern runtergedreht ist? Wenn man sich den Bassverlauf ohne die Überhöhungen anschaut, sieht das nach einem recht stark abfallenden Bass aus.

Grüße,
Andree


Hierzu bin ich der gleichen Meinung wie Andree, Acourate im Bassbereich lediglich dafür zu benutzen die Spitzen im Basspegel zu beschneiden ist meiner Meinung nach zielführend.

Wenn man so wie du Bassjunkie :lol: ist, ich verstehe ja das es dir gefällt, neigt man dazu den Basspegel zu erhöhen.
Zum einen kann es zu brummen im Bass führen, zum anderen liegen dann bei den "Aufgefütterten" Bereichen die Abklingzeiten im Nachhall höher als vorher, die eventuelle Mode bekommt jetzt ja noch mehr Energie.
Ausserdem werden die Mitten dadurch negativ beeinflußt weil überdeckt sprich maskiert.

Ich höre auch sehr gerne einen schönen Bass, doch sauber soll er sein.

Lieber zu wenig als zu viel.

Im übrigen kann man durch schieben der LS doch noch einiges erreichen, die Mode wird weniger gefüttert.

Im Fall von Alexander könnte ich mir sehr gut vorstellen, gerade weil noch Platz vorhanden ist, die LS durch Neupositionierng im Bassbereich noch etwas zu optimieren.

Schieben kostet nichts.

Gruß Harald
Bild
Jupiter
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 477
Registriert: 25.07.2014, 15:51
Wohnort: Bad Dürkheim / Pfalz

Beitragvon AlexOWL » 14.04.2018, 14:03

Hallo Leute,

die vielen Reaktionen und Meinungen, dass macht richtig Spaß. Ich versuche mal auf möglichst viele Dinge einzugehen, einiges wurde ja schon von anderer Seite beantwortet.

@Rainer: Danke, es ist hörbar besser geworden.

@Hans-Martin: Acourate NAS ist noch beurlaubt, eine Reaktivierung steht noch im Raum, aber ich tue mich schwer.

Wie Andree bereits schrieb, ich könnte den Basspegel an meinen LS erhöhen (ab 100 Hz) und dann per Acourate die Überhöhungen ausbügeln. Die Regler an den LS stehen auf -4dB (rechts) und -5 dB (links), da ist mit Sicherheit viel Luft nach oben. Wenn ich Reggae höre, dann gehe ich 1 bis 2 dB höher, da darf es ruhig etwas dröhnen.

Mikrofonie steht bereits auf der "to do Liste". Es wird mit Sicherheit eine Plattform oder dergleichen geben, die unter die digitalen Komponenten kommt. Vorher sind aber noch andere Dinge zu erledigen.

Die Komponenten umgestellt habe ich deswegen, um die Kabelwege zu "optimieren" und die Optik zu verbessern. Wenn neue LS-Kabel kommen, kann ich so vielleicht auf 50 cm verzichten.

Der Esoteric ist übrigens gebaut wie ein Panzerschrank, schwer vorzustellen, dass er durch die LS aus der Ruhe gebracht wird.

@Alwin: Hinten in den Ecken stehen jeweils 2 Traps, die den Frequenzgang leider nicht maßgeblich beeinflussen, aber die Abklingzeiten im Nachhall deutlich verbessern. Zwar habe ich bei meinen Messungen nie die Traps ganz aus dem Raum genommen, aber die 2 Traps, die ich am Donnerstag nur zu Verfügung hatte, wanderten beide in die linke Problem-Ecke. Dadurch stand rechts keine Trap mehr und die Wirkung lies sich gut erkennen. Vielleicht sollte ich eher links einen weiteren Trap aufstellen, aber der WAF könnte rapide in den Keller gehen.

@Harald: Natürlich habe ich die LS Position am Donnerstag auch verändert, im mehreren Schritten bis zu 25 cm näher zur Rückwand und 10 cm näher zum Hörplatz. Da ich keine nennenswerte Verbesserung feststellen konnte, sind sie nun wieder am Ausgangsplatz. Bei den Dipolen ist ausreichend Abstand zur Rückwand wichtig. Lieber zu wenig als zu viel Bass, da bin ich absolut Deiner Meinung.

Könnte man anhand meiner Messung einen Filter für Acourate erstellen, oder muss man dafür die Messung mit Acourate durchführen?

Liebe Grüße

Alexander
Bild
AlexOWL
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 22
Registriert: 06.01.2018, 11:51

Beitragvon Buschel » 14.04.2018, 14:19

Hallo Alexander,
AlexOWL hat geschrieben:Könnte man anhand meiner Messung einen Filter für Acourate erstellen, oder muss man dafür die Messung mit Acourate durchführen?

Am besten kontaktierst du Uli zur Erstellung eines Paars von Testfiltern. Ich bin nicht sicher, ob Uli dazu auch die exportierten Impulsantworten von CARMA akzeptiert, technisch ist das aber möglich.

Grüße,
Andree
Bild
Buschel
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 596
Registriert: 12.12.2013, 21:12
Wohnort: Raum Karlsruhe

Beitragvon Eusebius » 14.04.2018, 15:44

Hallo Alexander!

Verbesserungen beim FG und beim Nachhall korrespondieren nicht unmittelbar. Auch wenn sich eine Verbesserung beim Nachhall nicht so deutlich auf den FG auswirkt, ist sie dennoch anzustreben. Dabei gilt es natürlich die Abstrahlcharakteristik der LS zu berücksichtigen.

Solange du dich mit deinen Maßnahmen auf den Bass konzentrierst, bist du ohnehin auf der sicheren Seite. Nach meiner Erfahrung kann man bei der Bedämpfung eines Raumes im Bass kaum etwas verkehrt machen. Je mehr du tust - es wird immer besser. Eine Überdämpfung im Bass gibt es nicht.

Gruß!
Rainer
Bild
Eusebius
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 497
Registriert: 11.12.2008, 20:57
Wohnort: Rhein-Main

Beitragvon Mister Cool » 15.04.2018, 08:07

Hi,

Buschel hat geschrieben:Da wäre ich sehr vorsichtig. So wie das für mich aussieht ist die Delle bei 90 Hz eine Auslöschung -- ein sehr schmalbandiger Einbruch, der sich früh ausprägt. Die Delle lässt sich also kaum auffüllen.


Die "schmallbandigen" Auslösungen/Einbrüche sind gleich breit (bei 90Hz) und deutlich breiter (bei 50Hz) als die Peaks :D

Buschel hat geschrieben:...Außerdem würde anstatt einer Anhebung über Acourate (die ja automatisch eine Pegelabsenkung und damit Verlust von Rauschabstand mit sich bringt) eher den Bassregel am Lautsprecher hochziehen und Acourate nur die Überhöhungen ausgleichen lassen.
@Alexander: Kann es sein, dass der Bassregler an den Lautsprechern runtergedreht ist? Wenn man sich den Bassverlauf ohne die Überhöhungen anschaut, sieht das nach einem recht stark abfallenden Bass aus.


Genau das meine ich: Anheben per Bass-Potie, Überhöhungen/Peaks korrigieren per Acourate :cheers:

BTW. Wenn die Dellen mit den Absorbern z.B. noch grösser sein sollten (anstatt die Peaks kleiner) als ohne, dann bin ich nicht sicher ob die Aussage "Eine Überdämpfung im Bass gibt es nicht..." richtig ist


Grüsse,
Alwin.

PS. Manchmal den Drehknopf zu zu drehen und einen neuen Filter auszuprobieren geht schneller als in X Beiträgen zu argumentieren, warum es nicht gehen sollte/dürfte.
Bild
Mister Cool
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 361
Registriert: 23.11.2017, 00:21

Beitragvon Eusebius » 15.04.2018, 10:01

Ebenfalls hi!

Wenn alle Parameter ansonsten gleich bleiben, werden Dellen im Bass mit zusätzlicher Bedämpfung des Basses nicht größer.
Ich tippe daher auf irgendwelche anderen Unterschiede, die die Messungen nicht ganz vergleichbar machen.

Gruß!
Rainer
Bild
Eusebius
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 497
Registriert: 11.12.2008, 20:57
Wohnort: Rhein-Main

Beitragvon Buschel » 15.04.2018, 10:07

Hallo Alwin,

Mister Cool hat geschrieben:Die "schmallbandigen" Auslösungen/Einbrüche sind gleich breit (bei 90Hz) und deutlich breiter (bei 50Hz) als die Peaks

Dann solltest du dir die Messungen mal genauer anschauen (Alexander hatte die hochgeladen). Es gibt wunderschöne Auslöschungen bei 90 Hz und bei etwa 230 Hz, die sich früh ausbilden (so ab etwa 40 ms deutlich sichtbar) und dann bleiben. Man sieht auch gut wie der bass generell abfällt und die Überhöhungen im Umfeld vno 35 Hz und 70 Hz herausragen.

Bild
Auslöschungen bei Fensterung auf 50 ms

Mister Cool hat geschrieben:PS. Manchmal den Drehknopf zu zu drehen und einen neuen Filter auszuprobieren geht schneller als in X Beiträgen zu argumentieren, warum es nicht gehen sollte/dürfte.

Meiner Meinung nach macht es viel mehr Sinn sich zu überlegen was ursächlich sein könnte, und dies dann nach gezielter Änderung über Messungen zu bestätigen.

Grüße,
Andree
Bild
Buschel
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 596
Registriert: 12.12.2013, 21:12
Wohnort: Raum Karlsruhe

Beitragvon Jupiter » 15.04.2018, 10:21

Hallo zusammen,
100% Zustimmung zu Andrees Beitrag.

Im vergangenen 1/4 Jahr habe ich einige Veränderungen in meinem Raum vorgenommen.
Teilweise Basotect entsorgt und Steinwolle eingebracht.

An die Frontwand an der Kante Boden zur Wand Steinwolle anstatt Basotect - Positive Wirkung.

An die Seitenwände ebenfalls im selben Bereich auch Basotect gegen Steinwolle ausgetauscht - negative Wirkung.

Durch die Steinwolle ca 40 x40 cm stark 200 cm lang haben sich im Bereich 200-300 Hz zusätzliche Auslöschungen ergeben.

Ergo meine Erfahrung falsch positionierte Absorber bringen auch negative Ergebnisse.

Im übrigen hatte Hans Martin in einem anderen Beitrag zu Steinwolleabsorber im Bereich 30-40 cm Stärke dazu einiges geschrieben. Seine Aussage hatte sich bestätigt.

Gruß Harald
Bild
Jupiter
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 477
Registriert: 25.07.2014, 15:51
Wohnort: Bad Dürkheim / Pfalz

Vorherige

Zurück zu „wie ich zum aktiven Hören kam“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 6 Gäste