Uli (aktive DIY-Hörner)

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Beitragvon uli.brueggemann » 08.12.2016, 10:16

Moin,

bei mir hat sich eine Änderung mit meinen Lautsprechern ergeben. Es schaut nun so aus und es sollte damit direkt klar sein, was sich geändert hat :P :

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Ich bin also nunmehr Mitglied der Hornfraktion. Die bisherigen Eckwoofer sind geblieben (sie nutzen ja die Wände und den Fußboden quasi als Horn). Dazu gesellen sich drei Hörner. Alles angesteuert - logisch - mit Acourate Weichen.

Der Klang hat was :wink: :cheers:

Grüsse
Uli
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Beitragvon cay-uwe » 08.12.2016, 10:20

Uli,

ja, das hat was. Ich wünsche viel Spaß damit :wink:
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Beitragvon Zwodoppelvier » 08.12.2016, 11:39

Hallo Uli,

könntest Du einmal kurz beschreiben, aus welchen Geräten bzw. Teilen die gesamte Kette jetzt besteht? Die Gerätschaften auf dem Rack sind nicht so recht erkennbar, bei den Hörnern noch weniger.

Solch ein System könnte ja auch für interessierte Mitleser eine Option darstellen, sofern der Aufwand vorab kalkulierbar ins Budget passt.

Viele Grüße
Eberhard
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Beitragvon uli.brueggemann » 08.12.2016, 11:58

Eberhard,

klaro.
Die Kette ist derzeit: PC (Player+AcourateConvolver) -> Fireface UC ADAT -> RME ADI-192 DD (als Formatwandler ADAT/AES) -> 4 Voll-Digitalverstärker TacT M/S2150 -> LS
Ebenfalls zu erkennen/möglich ist:
CDPlayer -> Apogee Big Ben -> Fireface -> PC -> Fireface -> RME ADI -> 4 x Verstärker

Die Lautsprecher sind:
TT: Lyngdorf W210 Corner Woofer bis 250 Hz
TMT: Federal Signal Corporation FS100W Polizeisirene (ähnlich Atlas Sound SD-370) für 250 Hz bis 1 kHz, Jabo KH72 Horn
HMT: 18sound HD2080T für 1 kHz bis 6 kHz, Jabo KH30 Horn
HT: Visaton TL16H ab 6 kHz

Mein Dank gilt dabei all den Freunden, die mich zur Realisierung motiviert und dabei auch unterstützt haben :cheers:

Grüsse
Uli
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Beitragvon Bernd Peter » 08.12.2016, 12:26

Hallo Uli,

wenn ich TacT und Lyngdorf lese, bin ich schnell bei

http://www.fl-electronic.de/

Kommt von daher Unterstützung?

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon uli.brueggemann » 08.12.2016, 12:31

Ich habe vor gefühlten Ewigkeiten mit der TacT-Raumkorrektur begonnen. Die Verstärker haben also schon einige Zeit auf dem Buckel, ich hatte bisher nicht wirklich eine Notwendigkeit, sie auszutauschen. Ich mag sie und das dahinterstehende Konzept. Die TacT-Korrektur gibt es aber schon lang nicht mehr. :mrgreen:

Und nein, fl-electronic war nicht beteiligt. Ist trotzdem ein netter Kerl. :wink:

Viele Grüsse
Uli
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Beitragvon Octagon » 08.12.2016, 12:37

Hallo Uli,

Herzlichen Glückwunsch, da hat der stete Tropfen also gewirkt ;)

Viel Spass damit!
Thomas
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Beitragvon shakti » 08.12.2016, 12:57

das sieht super aus, herzlichen Glueckwunsch!!!!!
Gruss
Juergen
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Beitragvon uli.brueggemann » 08.12.2016, 13:02

Uuiii, da hat die Moderation aber doch recht fix das Thread-Thema angepasst :)

Danke für die Wünsche !
Uli
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Beitragvon Hornguru » 08.12.2016, 16:33

Huch schön!!!

Glückwunsch zum 4 Wege Horn. Und willkommen im Klirrarm - Club :)
Haben wir ja ein sehr ähnliches System.

Frage: ist dir auch aufgefallen wenn du die Mitteltöner mal solo fullrange testest, dass trotz Horn das Gehör ziemlich genau die kleine Druckkammer als Schallentstehungsort raushört, und das große Horn an sich "still" zu sein scheint?

Was mich zum grübeln bringt bezüglich der Treiberpositionen.
Du hast ja auch den Hochtöner nach vorn gezogen, bzw alle Münder bündig und digital die Laufzeit korrigiert.
Dann fällt mir bei dumpfen Tönen die "tiefere/entferntere" Darstellung (sehr positiv) auf.

Je mehr Hochtonanteil kommt, desto näher scheint die Bühne zu rücken, da der Hochtöner die erste Wellenfront bestimmt.

Ich hatte in der pre-fir-zeit das mal getestet. Und die Chassis nach Mund - Hals - Spule auf einer Ebene verglichen. Natürlich analog durch Laufzeit verschiebt sich alles.
Problem sind auch die Reflektionen. So konnte man nicht unabhängig bewerten.

Hast du hier was ausprobiert / bemerkt?

Gruß
Josh
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Beitragvon wgh52 » 08.12.2016, 17:37

Josh,

ich misch' mich mal dazwischen :wink:

Nachdem Uli ja die von ihm selbst optimierten FIR Weichen und Laufzeitkorrekturen von Acourate (per PC) einsetzt, bestimmt der Hochtöner nachweislich nicht mehr (allein) die erste Wellenfront. Genau dass alle Töner zusammen durch Acourate eine homogene und gleichzeitige Wellenfront produzieren (siehe Sprungantwort nach Acourate Korrektur) ist ja ein (wenn nicht das) Hauptziel von Acourate.

"Trotzdem" bin ich gespannt inwieweit Uli Deine Wahrnehmung/Feststellung verifizieren kann.

Grüße,
Winfried

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Beitragvon Matty » 08.12.2016, 21:01

Hi Uli,

auch von meiner Seite herzlichen Glückwunsch zur Entscheidung für diese Lautsprecher :D

Nachdem Du ja bei diversen Treffen immer wieder erzählt hast, welche (Kunden-)Lautsprecher bislang Deine persönliche Referenz waren, war es wohl eh nur eine Frage der Zeit, bis ein paar stattliche Mehrwegehörner auch bei Dir zu Hause Einzug finden. :cheers:

Jetzt würde mich natürlich besonders interessieren, wie Du bei der Konfiguration mit Acourate vorgegangen bist, welchen speziellen Herausforderungen Du bei der Integration der verschiedenen Wege begegnet bist und wie Du diese gelöst hast.

Außerdem:
Warum hast Du Dich gerade für diese Hörner/Treiber entschieden?
Wie hast Du für Dich die optimalen Trennfrequenzen ermittelt?

Und natürlich - wie klingt es?

Viele Grüße,
Matthias
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Beitragvon Hornguru » 08.12.2016, 21:36

Hi Winfried. Nur weil ich die erste Wellenfront zeitlich aus verschiedenen Quellen anpasse heißt dass ja nicht dass der Standort zu einem Punkt verschmilzt. Siehe Stereo. Frequenzgang aufzuteilen, Vertikal plus Entfernung (halber Meter und mehr), uU sensibler.
Kommt auf Abstimmung an...

@Matty, ich wette ja dass die 250 wegen Raumvorteil, 1&6k wegen Treiber herrühren. Wäre typisch. Bei mir ähnlich. (10€ Wetteinsatz).

Nebenbei bemerkt, schön gelöst die Raumakustik farblich mit indirekter Beleuchtung zu integrieren.
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Beitragvon Hans-Martin » 09.12.2016, 00:30

Hornguru hat geschrieben: Du hast ja auch den Hochtöner nach vorn gezogen, bzw alle Münder bündig und digital die Laufzeit korrigiert.

Hallo Josh,

dass man dieselbe Konstellation unterschiedlich bewerten kann, liegt in der Natur der Sache. Ich sehe als Grund für eine frontbündige Anordnung der Hörner vor allem die Vermeidung von Reflexionen im Abstrahlweg des Horns, sprich: ein auf die gemeinsame Treibermembranebene zurückverlegtes Hornsystem wird auf der Rückseite des Mitteltonhorns Hochtonreflexionen und unerwünschte Diffusion verurursachen.

Dann fällt mir bei dumpfen Tönen die "tiefere/entferntere" Darstellung (sehr positiv) auf.

Da könnte die geringere Dämpfung im Raum, längere Nachhallzeit die ITDG verwässern.

Je mehr Hochtonanteil kommt, desto näher scheint die Bühne zu rücken, da der Hochtöner die erste Wellenfront bestimmt.

Da würde ich die im Raum stärkere Höhendämpfung als Grund annehmen, das Hochtonhorn bündelt stärker als das Mitteltonhorn. Der Nachhall ist eher höhenarm und ITDG wird besser wahrgenommen.

Ich hatte in der pre-fir-zeit das mal getestet. Und die Chassis nach Mund - Hals - Spule auf einer Ebene verglichen. Natürlich analog durch Laufzeit verschiebt sich alles.

Ein Tannoy Monitor Gold hat mir nie gefallen, nasale Verfärbungen, man musste sie genau einwinkeln, eine seitliche Bewegung des Kopfes, und es ging nicht nur die Abbildung, auch die Klangfarbe den Bach runter. Aber das interessanteste fand ich viele Jahre später in den Darstellungen der Sprungantwort bei Stereophile.com, obwohl die Schwingspule auf der Rückseite des Magneten arbeitet, der Signalweg durch den Polkern auch noch einen Weg zurücklegen muss, bis er die Bass/Mittelton Schwingspule passiert, sah man das von "gewöhnlichen" LS vertraute Bild eines vorauseilenden Hochtonzinken, der sich im Ausschwingen mit dem BM-Puls vereinte, als Zeichen einer ordentlichen Frequenzweichenabstimmung.
Ein ähnliches Bild vermitteln die KEF "Koinzidenz"-Chassis, Hochtöner auf Schwingspulenebene mit Bassmitteltöner, HT wird zur besseren Integration invertiert, läuft natürlich immer noch vorneweg, aber nur eine halbe Schwingung, beim Tannoy ist der Abstand größer, der Hochtonpeak dennoch früher.

So bin ich gespannt, was Uli zu berichten hat, ich würde nämlich gern wissen, was seine Sprungantwortmessung ergeben hat. Meine Frage wäre, ob Druckkammerhörner eine größere Schallausbreitungsgeschwindigkeit zwischen Treiber und Hornmund haben, oder ob der Effekt des HT-Vorauseilens allein auf die Weiche zurückzuführen ist.

Wie weit es gelingt, horntypische Verfärbungen per digitaler Entzerrung wegzubekommen, habe ich an einem großen und zweifellos sehr guten Acapella Hornsystem schon erfahren, welches in einem viel zu kleinen Raum ohne Möblierung stand. Da fand ich die Abweichung der Kanal-FG per se schon gering, aber die Abbildung wurde dank Korrektur noch besser.

Hornguru hat geschrieben:Siehe Stereo. Frequenzgang aufzuteilen, Vertikal plus Entfernung (halber Meter und mehr), uU sensibler.
Kommt auf Abstimmung an...

Josh, kannst du das mal etwas verständlicher ausdrücken, was du meinst?

Grüße Hans-Martin
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Beitragvon uli.brueggemann » 09.12.2016, 09:55

Also, ich geh da pragmatisch vor und ein bißchen Nachdenken hilft auch :mrgreen:

Eine lose (nicht notwendigerweise vollständige) Gedankensammlung meinerseits:

  • Ein empfohlener Grundsatz: Hörner sollten 2 bis 2.5 Oktaven überstreichen, nicht mehr.
  • Hörner haben typischerweise eine untere Grenzfrequenz bestimmt durch die Hornöffnung.
  • Am oberen Ende des Frequenzbereichs eines Horns (natürlich auch beeinflusst durch den Treiber) beginnt das Horn zu bündeln, je höher, umso mehr. Siehe dazu auch ersten Punkt oben.
  • Der Treiber sollte insoweit dazu passen, dass er in dem gewünschten Frequenzbereich gerne spielt = wenig Klirr.
  • Da logischerweise mehrere Hörner zusammenkommen sollten sie geometrisch günstig platziert werden und sich nicht gegenseitig negativ beeinflußen.
  • So möglich und zweckmäßig sind Bässe weiter aussen und Höhen weiter innen anzuordnen (Stichwort Flow).
  • Mit Acourate bin ich frei von den Restriktionen analoger Weichenbauteile, ich kann das Ganze als Synthese aus möglichst zueinander passenden Bausteinen betrachten.
  • Wo Licht, da auch Schatten. Es gibt immer irgendwo einen Kompromiß. Also: gelassen bleiben.

Insofern:

  • Die Eckwoofer machen locker die 250 Hz und höher mit.
  • Das KH72 hat die untere Frequenz 250 Hz, evtl. geh ich auch später noch bis 300 Hz höher
  • 2 Oktaven zu 250 Hz sind 1 kHz.
  • 1 kHz zu 6 kHz sind ca. 2.5 Oktaven, das TL16H kann so bis 6 kHz runter weil steile Weiche (mit 5 kHz wird der HT-Treiber evtl. doch mehr gefordert).
  • 6 kHz bis 24 kHz sind 2 Oktaven.

Und so ergibt sich logischerweise der gezeigte Aufbau. Vielleicht hab ich ja gegen ein mir unbekanntes Gesetz beim Bau von Hörnern verstossen ... bin ja erst ein Frischling :P

Grüsse
Uli

PS: hätte gern ein Horn ab 100 Hz, passt aber nicht in den Hörraum wegen der Öffnung. Und leider ein Horn für den Bass auch nicht, auch nicht gefaltet. Insofern sind die Eckwoofer + Wände gute Kompromisse, deren Klirr zeigt aber deutlich die Grenzen im Vergleich zu den Hörnern
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