Dana (AEG Boxen)

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Dana (AEG Boxen)

Beitragvon Prag » 11.05.2017, 21:51

Guten Abend liebe Leute,

mein Name ist Dana, ich bin 36 und lebe in Wismar an der Ostseeküste. Ich liebe Musik, schon immer, seit kurzer Zeit beschäftige ich mich nicht mehr nur mit den kompositorischen Ideen in Stücken, sondern auch deren klanglichen Möglichkeiten, sprich, wie KANN ein Stück mit geeigneten Abhörkomponenten klingen. Ist es so aufgenommen, dass es vor allem auf dem Duschradio superduper klingen soll oder kann das Ganze auch im Highendbereich Spaß machen.

Leider findet man bei mir noch keinen Highendbereich. Noch nicht mal aktive Boxen. Lest bitte dennoch weiter. Ich habe ganz viel Interesse eben.

Ich mache selbst Musik mit Ableton Live 9 Intro, das auch erst seit 2014. Es gibt da eine Geschichte, in der ich auf dem Heimweg vom Gymnasium - auf einem bestimmten Gehweg - früher immer davon geträumt habe, einmal Musik zu komponieren, und wenn das erst mit 30 ist. Und es kam so, das ist so cool!

Im Moment höre ich fast nur. Ich liebe es. Es ist überwiegend elektronische Musik, die ich höre, aber ich bin allen Genres gegenüber offen, übermorgen gehen wir zum Beispiel auf ein Klavierkonzert von Martin Tingvall. Meine Lieblingsmusiker sind Clark, Jon Hopkins, Nathan Fake, Four Tet und Nils Frahm. Ich war letzten Monat auf einem Konzert von Clark und Nathan Fake, das war im wunderschönen Funkhaus Nalepastraße in Berlin. Es war unvergesslich. Wir haben drei Stunden durchgetanzt. Clark ist mein Lieblingsmusiker auf der Welt. So könnte man es sagen.

Ich höre überwiegend am iMac aus 2011. Ich wohne im Miethaus und höre meist mit Kopfhörern, das sind aktuell die Shure SRH440. War aber auch schon mit Focal Spirit Professional unterwegs.

Ich suche just einen Player. Ich habe iTunes getestet, besser ist für mich Audirvana, ich habe Audirvana getestet, mehr geht in Fidelia, finde ich. Dann kam der HQ Player, der war nochmal einen gehörigen Schuss besser, als Fidelia für mich. Als Letztes und auch noch teste ich Amarra4. Finde es besser, als Fidelia. Mit "besser" hier und da meine ich, dass es für mich besser klingt, weitere Faktoren habe ich in diesen Tests nicht berücksichtigt. In jedem Fall kann ich nicht testen, was ich besser finde, Amarra oder HQ Player, da ich Letzteren nur 30 min hatte ... Aber Amarra gefällt mir SEHR vom Klang her, ich werde es wohl die Tage kaufen.

Ich streame auch, dafür habe ich Qobuz für mich entdeckt.

Wenn ich nicht streame, höre ich überwiegend WAVs. Sowohl 24-bit Lossless, als auch 16-bit Lossless.

Einen Plattenspieler habe ich auch, er kommt in der nächsten Woche aus der Werkstatt. Ein Technics. Er ist an einem alten DDR-Verstärker, der laut Techniker aber sehr gut sein soll, für Vergleichbares müsste man wohl heute viel Geld hinlegen. Ist ein RX 80 tonica HiFi, falls das jemandem etwas sagt. Technics ist ein SL-Q2. Daran habe ich dann günstige Boxen von AEG im Wohnzimmer.

Wichtiger ist mir aktuell jedoch, dass ich mir für den Schlafbereich irgendwie `n Lautsprecher für Qobuz besorgen irgendwann, da dachte ich dann auch mein iPhone zu involvieren.

Meine Plattenspielerkette werde ich AUCH irgendwann angehen, aber noch nicht, da habe ich aktuell einfach andere Baustellen, wie Player und die Box im Schlafgemach.

Ich hoffe, dass euch das ausreicht, mich ein bisschen mitmischen zu lassen. Ich fand das Forum einfach sympathisch, deswegen habe ich mich angemeldet. Und ich will auch lernen lernen nochmals lernen ...

Sehr hapert es bei mir an den Moneten, aus gesundheitlichen Gründen arbeite ich seit 2 Jahren nicht.

Ich höre sehr viel, viele Stunden am Tag. Das ist noch besonders an mir, denke ich.

Danke für euer Lesen.

Einen guten Rest-Abend!

Dana

PS Ich würde gerne in die Postleitzahlenliste, die Meinige ist die 23966.
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Beitragvon tovow » 12.05.2017, 00:02

N`Abend Dana,

ich finde es schön, das sich auch mal eine Frau, die offen Ihre Musik Geschichte darlegt und auch Klanglich
durch Lernen der verschiedenen Aspekten von Software oder Hardware hier anmeldet und
natürlich das Du deinen Jugendtraum umgesetzt hast.
Ich heiße dich im AH-Forum überaus Willkommen.
Deine bevorzugte Musikrichtung kenn ich eigentlich nicht. Mal kurz reingehört, ist aber nicht so mein Ding.

Aber das kenn ich.
Ich höre sehr viel, viele Stunden am Tag.

Da sind wir schon mal 2.
Auch ich höre sehr viele Stunden am Tag Gesundheitsbedingt (heftiger Tinnitus) Internet Radio.
Zwar nicht Intensiv vor den Boxen, aber um das Gerausche /Piepsen zu überhören.

Ich wünsche dir viel Spaß und Unterstützung im Forum zum erreichen des Highendigen Bereichs.

Ciao
Theo
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Beitragvon Prag » 12.05.2017, 09:20

Hey ho Theo,

danke für die nette Begrüßung!

Das ist ja ein Shit mit dem Tinnitus. Wieso streamst du nicht? Du wärest dann ja freier spezieller bestimmter. Zuletzt habe ich mich zum Beispiel durch das beeindruckende Werk von Philip Glass gehört, Anspieltipp "The Windcatcher", Pt. III.

Davor habe ich die 100 bekanntesten Opernsongs in Aufnahmen der Deutschen Grammophon einfach einmal durchgehört gehabt.

Für mich zumindest wird es auch bei dieser täglichen Masse an Musik nicht langweilig.

Vielleicht noch Anspieltipps zu meinen Lieblingskünstlern:

Jon Hopkins "Vessel" im Four Tet Remix
Clark "Snowbird"
Jon Hopkins "Breathe this Air"
Nils Frahm "Says"

Aber höre eigentlich tatsächlich das, was mein gemeinhin queerbeet nennt, nur auf meine sehr eigene Weise.

Einen guten Tag.

Dana
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Beitragvon SolidCore » 12.05.2017, 09:50

Hallo Dana

Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum

Auch ich höre oft und viel Musik. In letzter Zeit habe ich eine etwas andere Art des Musikhörens entdeckt.
Wenn ich längere Zeit am PC sitze, habe ich die Anlage etwas weiter entfernt im Rücken. Ich lasse dabei gerne
Musik im Hintergrund laufen, vornehmlich ruhigere, entspannte Stücke jeglicher Art.
Auf mich hat es eine beruhigende Wirkung mit einem "Wohlfühlgefühl".

Dein Musikequipment irgendwann einmal aufzurüsten kann den Spass an der Musik nur fördern.
Man muss dafür nichtmal Unsummen ausgeben. Es gibt viele gute Geräte aus älteren Generationen, die man Gebraucht für vergleichsweise kleines Geld bekommt. Auf diese Weise konnte auch ich mir eine Wunschanlage zusammenstellen, die meine Vorstellungen einer natürlichen Wiedergabe sehr nah kommt, und dennoch bezahlbar blieb. Auch wenn es Jahre dauerte.

Ich denke, hier im Forum bist du gut aufgehoben, sowohl für Empfehlungen und Tips, als auch Kontakt zu netten Leuten. Sehr lobenswert ist, das man nicht sofort für Ideen oder Vorschläge verurteilt wird, die erstmal im Kopf keinen Sinn ergeben, oder abseits der üblichen Ideen liegt. Als Beispiel Klangunterschiede von Netzteilen und Akkus.

Viel Spass beim Stöbern.

Gruss
Stephan
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SolidCore
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Beitragvon Prag » 15.05.2017, 09:10

Guten Tag Stephan,

danke auch für deine Begrüßung. Um entspannt Musik zu hören, bedarf es nicht zwangsläufig auch entspannte Musik, finde ich. Ich entspanne zum Beispiel auch mal bei Metal, nur leeeeeeise gehört! Ich bilde mir ein, es klingt dann, als würde man Papier reißen.

Das ist schon ein bisschen ein Beispiel, das sich vielleicht erst einmal recht verrückt anhört.

Zumindest für mich aber macht es schon mal Sinn.

Zu diesen nicht gleich fundierten Klangideen wie mit Netzteilen und Akkus habe ich aber noch keine rechte Meinung. Ich hatte mit "Seidige Mitten, strähniger Klang" einen Spiegel-Artikel jüngst noch gelesen gehabt, der ist zum Thema. Und bin auch eher kritisch im Leben. Hier werde ich aufmerksam zuhören in jedem Falle aber, wenn solche Ideen hier angebracht werden, was sie ja dann offenbar auch werden. Find ich gut, glaube ich.

Ich habe auch oft genug Spleens, gerade im Bereich der Musik, den ersten kennt ihr nun schon.

Grüße!

Dana
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Beitragvon Hans-Martin » 15.05.2017, 12:45

Prag hat geschrieben:Zu diesen nicht gleich fundierten Klangideen wie mit Netzteilen und Akkus habe ich aber noch keine rechte Meinung. Ich hatte mit "Seidige Mitten, strähniger Klang" einen Spiegel-Artikel jüngst noch gelesen gehabt, der ist zum Thema. Und bin auch eher kritisch im Leben. Hier werde ich aufmerksam zuhören in jedem Falle aber, wenn solche Ideen hier angebracht werden, was sie ja dann offenbar auch werden. Find ich gut, glaube ich.

Ich habe auch oft genug Spleens, gerade im Bereich der Musik, den ersten kennt ihr nun schon.
Hallo Dana,
ich habe den Spiegel-Artikel gerade mal aufgerufen, und stelle fest, dass hier teilweise schlecht recherchiert, wenig verstanden, und manches falsch dargestellt wurde:
Der Spiegel 12.12.2005 hat geschrieben:Karlheinz Warnke, Ingenieur von Beruf und dick wie ein Bär, sieht nicht aus, als sei er empfänglich für Geister. Und doch legt er seine CDs, bevor er sie anhört, in einen Entmagnetisierkasten. Warnke weiß selbst, wie widersinnig das ist. Die Plastikscheiben seien ja gar nicht magnetisch, sagt er. "Aber es wirkt."
Der Ingenieur sollte wissen, dass Lichtbrechung und Licht als elektromagnetische Welle von elektrischen und magnetischen Bedingungen abhängig sind. Das Entmagnetisieren sorgt auch für eine homogene Verteilung elektrischer Ladungen, schafft somit beim Abtasten eine Zitter- (=Jitter-) ärmere Abtastung. Soll man nun schlussfolgern, dass "dick wie ein Bär" in irgendeinem Zusammenhang mit dem Verständnis steht?
Es gibt Klangfanatiker, die schwören auf den gehörfreundlichen "C37"-Lack des Tiroler Geigenbauers Dieter Ennemoser; sie bepinseln damit Schaltplatinen, CD-Schubladen oder gar Stromstrippen.

Auch wenn ich Ennemosers Erklärung zu seinem Lack für recht verstiegen halte (hätte er Recht, müsste ein Tonarm aus einer Rinder-Rippe besonders gut klingen), wirken die langen Kohlenstoffketten seines Lacks beim Aufstrich auf Lautsprechermembranen, CD-Rückseiten, und Geigenbauer gehen beim Instrumentenbau mit ihren Ohren vor, sonst gäbe es diese schönen Instrumente nicht, sondern nur Schrammel.
Andere betten ihre Lautsprecherkabel auf eine Reihe von Podesten aus Porzellan (290 Euro im Achter-Set), damit die Leitungen nur ja den schnöden Fußboden nicht berühren. Dort lauern, wie der wahre Freak weiß, gefährliche Resonanzen.
Ich habe auf Verbundestrich keine Resonanzen mit einem Körperschallmesskoppler feststellen können, aber mit einem Oszilloskop den Elektrosmog, der von Netzkabeln kapazitiv ausgeht. Hebt man die Netzkabel vom Boden ab, wird er geringer, ebenso kann man die Lautsprecherkabel anheben und den Störfeldeinfluss reduzieren.
Wer es besonders gut meint mit seiner Anlage, kauft ihr auch noch einen Lautstärkedrehknopf aus handgeschmirgeltem Buchenholz.
Die Einkopplung vom Vibrationen von den exponierten Drehknopf ist das eine Thema, weshalb gute Potentiometer eine Dämpfung in der Achseführung haben, damit der Schleifer auf der Widerstandsbahn nicht wie ein Kohlemikrofon a la Philipp Reis (Telefon) das Signal moduliert. Und aus alten Röhrenerfahrungen erinnere ich mich an den Effekt, dass die Berührung des Metall-Drehknopfes ein Brummen eintrug.
...Magazin "Stereo". Im aktuellen Heft feiert es die Klangschälchen des Vietnamesen Franck Tchang, die in Kupfer (Stückpreis 200 Euro), Gold (900 Euro) oder Platin (1650 Euro) erhältlich sind. Wer die Pretiosen im Raum verteile, erlebe mehr "Körper" in den Singstimmen.
Wenn man diese Resonanzen mal erlebt hat, schreibt man anders darüber. Wenn ich neben einem Klavier huste, klingt es hörbar nach, ich kenne Geräte, wenn ich darüber in die Hände klatsche, klingelt das Deckblech. Musiker verstehen, die Resonanzen für ihre Kunst auszunutzen. Ein Schlagzeug mit Snares sollte man besser nicht in Boxennähe platzieren.
Das Magazin, ehedem eine stocknüchterne Autorität in Sachen Klangtechnik, verkauft heute sogar selbst schon Zaubertücher zum Abwischen von CDs ("ein unverzichtbares Utensil in unseren Hörtests") für 35 Euro.
Antistatiktuch reicht, und auch Spüli überzieht z.B. Gläser mit Antistatikum für mehr Glanz.
Der Verfall begann bereits in den Achtzigern mit einem Filzstift, dem grünen Edding 800. Wer damit den Rand einer CD bemale, so hieß es, verbessere deutlich den Klang.
Es war kein Edding, sondern ein Eberhard Faber Nr. 255, für das Prinzip hat der Hersteller später sogar ein Patent eintragen lassen.
"Der Auslöser für diesen Unsinn war nachweislich ein Aprilscherz", sagt Thomas Sporer vom Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie in Ilmenau.
Entwicklung beginnt bei Inspiration, dann kommt die Transpiration. Publik wurde der Filzstifttrick auf der LasVegas CES im Januar 1990, spätestens durch Los Angeles Times, 4.März 1990, Pattrick Goldstein: "The Half-Amazing, Half-Crazy Greening of CD Sound", ich hörte von einer öffentlichen Vorführung des grünen Stifts durch eine Londoner Tageszeitung in einem Theater (Hörensagen). Das mit dem Aprilscherz habe ich jetzt zum ersten Mal gelesen, hmm, sogar "nachweislich".
Eine nicht ganz verkehrte Beschreibung findet man hier, es wird auf die Lichtgeschwindigkeit hingewiesen,allerdings bleibt unberücksichtigt, dass reflektierter Strahl, der von dem Aussenrand zurückkommt einen beliebigen Phasenbezug haben kann, schließlich wird ein Pit sich vom Land per 2 mal 1/4 Wellenlängen-Wegdifferenz durch Auslöschen im signal bemerkbar machen. Ein fundamentaler Mangel im Verständnis. Und so streiten Leute, die es nicht verstanden haben, mit dem halben Wissen um die Wahrheit.
"In Wahrheit klingt eine CD, solange man sie nur pfleglich behandelt, immer gleich."
Solange sie nicht verändert wird, ist das wohl gesichert. Man kann aber einige Maßnahmen ergreifen, mit denen man aus der CD klanglich nach Geschmack per Feintuning-Veränderung mehr herausholt.
Der jüngste Streich in diesem Kampf ist ein Gerät des schwäbischen Erfinders Reiner Gläss. Sein "CD Sound Improver" (460 Euro) schneidet ringsum die Kante der Scheibe schräg an - eine Maßnahme, die das spukhafte Streulicht zuverlässig exorziere."Es war kaum zu glauben, um wie viel entspannter, detailreicher und straffer die Musik hinterher erklang", schrieb Matthias Böde, der "Stereo"-Chefredakteur.
Wenn die Anschrägung dem Brewster-Winkel entspricht, wird die Polarisationsebene des gestreuten Laserlichts bei Reflexion am Außenrand um 90° gedreht. Streulicht kann das Auslesen unpräziser machen durch Verrauschen.
Ein anderer Großer im Reich des Irrealen ist Ingo Hansen aus Hamburg-Lurup, ...
Das Angebot reicht von klangfreundlichen Steckdosenleisten bis zu einer Tinktur im Sprühfläschchen, Marke CD-Flux, zum Erfrischen müder Scheiben.
Die CD-Oberfläche sauber halten, gleichmäßigen Brechungsindex herstellen, indem Microkratzer geglättet werden, sind probate Mittel
Der Schlager des Sortiments aber kommt aus Österreich: eine Dose namens "Raum-Animator", die eine verbesserte Schallübertragung mittels "Luft-Tuning" verheißt. "Die Luftmoleküle", sagt Hansen, "werden so angeordnet, dass sie besser zueinander liegen."
Nicht immer ist es derart offensichtlich, wo der Hokuspokus beginnt.
Angesichts einer gesunden Luftfeuchtigkeit von 50% fragt man sich, was das viele Wasser in der Luft macht, und welchen Effekt es wohl hätte, wenn die Wasserdipole HOH aneinander ausgerichtet würden. Man kann einen Salzkristall (5cm groß) auf jede Box legen und den Piezoeffekt nutzen.
Der Strom aus der Steckdose, so heißt es nun, sei potentiell verschmutzt mit tückischen Störfrequenzen. Abhilfe sollen teure Reinigungsfilter schaffen.
Mit einem Oszilloskop kann man sehen, wie sehr der erwartete Sinus und das reale Bild voneinander abweichen. Wir drehen den Netzstecker in die Position, die besser klingt, die Oberwellen weniger in die Anlage einkoppelt (Ausphasen).
Der letzte Schrei sind Schmelzsicherungen mit Drähten aus Gold oder Silber. Die Zeitschrift "Stereo" attestiert ihnen "seidigere Mitten" sowie - ein Gipfel akustischer Verkostungslyrik - eine "geringere Strähnigkeit des Klangbildes".
Der geringe Innenwiderstand eines einzelnen Drahts in der Schmelzsicherung steht den üblichen Sicherungsautomaten mit ihren vielen Übergängen, Spulen, Bimetall, Litze, Massivkupfer, verkupfertes Eisen zwischen Eingang und Ausgang gegenüber.
So kämpft der Audiophile unentwegt gegen ein ganzes Pandämonium von Naturgeistern in der Elektronik: koboldhafte Wirbelströme, unheimliche Magnetfelder, jenseitige Störwellen. Es sind Inbilder der Angst vor der Unreinheit, vor dem winzigen Fehler, der sich in die teure Installation hineinschleicht und den ganzen Aufwand blamiert.
Angeblich kann der Mensch noch Töne hören, wobei sich das Trommelfell so wenig bewegt, dass es einem Atomdurchmesser entspricht.
Kein Grund, nervös zu werden, schon gar nicht wegen des Inhalts des Artikels. Er ist amüsant zu lesen, stilistisch prickelnd in der Wortwahl, aber die Sachinhalte kann man auch technisch anders betrachten als es der Autor tut. Man kann sie als Inspiration für eigene Experimente nehmen, z.B. eine schrille CD an der Außenkante schwärzen oder mit Schmirgelpapier aufrauen. Wer den Effekt hört und seinen Nutzen erlebt, kann ihn kostenlos weiter anwenden.
Zudem gibt es hier im Forum reichlich Diskussion, zum Thema Netzaufbereitung und Netzfilter
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Zwodoppelvier » 15.05.2017, 15:40

Hallo miteinander,

@Hans-Martin: ich finde es sehr freundlich, daß Du auf die einzelnen Punkte eingehst - ich hätte allein aufgrund des ersten Satzes des Artikels knapp und bündig geschlußfolgert, daß es dem Autor in erster Linie darauf ankommt, Menschen zu verunglimpfen, deren Hobby er nicht versteht. (Passt aber in den heutigen spiegel... :mussweg:)

@Dana: Wenn Du bislang nichts an Klangqualität vermisst hast, überlege gut, wie weit Du Dich mit Hifi/HighEnd-Technik befassen möchtest. Der wunderbare Zustand des unschuldigen Musikgenusses ist schnell dahin, hat man erst begonnen, auf feinste Unterschiede zu achten. Davon wieder wegzukommen kann ein langer, mitunter kostspieliger und anstrengender Weg sein.

Von dieser kleinen Warnung :wink: abgesehen aber ein herzliches Willkommen hier im Forum. Mich freut immer zu lesen, wie andere Menschen ihren Zugang zur Musik gefunden haben und gestalten.

Viele Grüße aus dem sonnigen Rheinland
Eberhard
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Beitragvon Hybrid-OLI » 15.05.2017, 19:12

Prag hat geschrieben:Sehr hapert es bei mir an den Moneten, aus gesundheitlichen Gründen arbeite ich seit 2 Jahren nicht.

Ich höre sehr viel, viele Stunden am Tag. Das ist noch besonders an mir, denke ich.


Servus,
und auch von mir ein Herzliches Willkommen in diesem Forum. :cheers:

Das mit den Moneten ist leider ein weitverbreitetes Problem. :wink:
Das Gute aber am "aktiv Hören" ist, daß es auch mit überschaubarem Aufwand sehr gute
Wiedergabe ermöglicht, die teilweise mehrfach so teurer Passivtechnik in nichts nachsteht.
Die Auswahl an aktiven Systemen ist inzwischen so groß, da ist für jeden etwas dabei.
Und wenn nicht hier, wo dann sollte sich eine passende Aktivlösung für den klanglichen
Aufstieg, oder einfach Genuß finden ?
Letzerer ist sogar mit Studiomonitoren möglich, auch wenn so mancher HiFi-Freak dies nicht glauben mag.
Ich als Tontechniker kann auch prima mit Studiomonitoren Musik hören.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erkenntnissgewinn hier. :cheers:
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Beitragvon Prag » 22.05.2017, 13:19

Guten Tag Hans-Martin,

ich habe mit Schmunzeln begonnen, deinen Beitrag zum ... besagten Spiegel-Beitrag zu lesen. Mit einem breiten Grinsen! kam ich aus dem Lesen heraus. Am Ende deines Beitrages. Um es mit einem Buchtitel von David Foster Wallace zu sagen, es war mir ein "Unendlicher Spaß", hier lesend tätig zu werden. Und macht auch Lust aufs Forum. Mehr noch, als ohnehin bereits.

Ich war übrigens krank, daraus resultiert diese doch gaaaanz schön spääääte Reaktion. So langsam bin ich wieder auf der Spur, da habe ich mich gleich rangesetzt, zu antworten eben hier.

Eberhard, hallo auch, und so ein bisschen bin ich bereits auf dem Trichter. Es gab Phasen in meinem Leben, da habe ich Musik GANZ anders gehört, schrubbelige Aufnahmen auf wirklich auch schrubbeligen Elementen und es gab mir dennoch was, dazu ist die Musik offenbar in den Lage, was gar nicht so uninteressant ist. Heute aber höre ich bereits, wann was matschig ist. Und ich nehme in verschiedenen Konstellationen die Stücke meines Lieblingsmusikers anders wahr. Interessant natürlich, wie er das damals hörte. Und ob das rekonstruierbar ist.

Ein herzliches "Tach schön" auch an Hybrid-OLI, wenn man wie ich 2 Jahre nicht arbeitet, nur Hilfe bekommt, so lernt man, WAS man so machen kann mit dem wenigen Geld. Manchmal ist es viel - manchmal jedoch reicht es auch NICHT, gerade für Kultur und Urlaub ist das so. Wenn ich mal wo hin will, nach Berlin, auf ein Festival, nach Island zum Beispiel, ist das immer schwierig. Für bessere Soundwelten reicht manchmal auch kleines Geld. Zumindest in dem Bereich, in dem ich mich aktuell bewege. Und man lernt halt auch, auf Schnäppchen zu achten.

Grüße von der Ostsee!

Dana
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Beitragvon GUSMaster » 22.05.2017, 14:54

Hallo Dana

Herzlichen willkommen hier im Forum.
Bin ja dann eher einer der halb Verrückten hier.
Viel Erfolg beim auf oder umrüsten und dies geht auch mit schmalem Budget recht gut.
Grüße
Gunter
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Beitragvon Hybrid-OLI » 22.05.2017, 20:43

... wie ich eben wieder auf der HIGH END erlebt habe ! :)

Zwischen all den teils maßlos überteuerten Produkten entdeckt man immer wieder Interessantes
für "kleines Geld", zumindest aber keine großen Summen.
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Beitragvon Prag » 23.05.2017, 17:07

Danke, Gunter. Und hallo und tschüß ;-)
Und auf die Plätze, fertig, Forum :-)
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