Mehrere Trenntrafos - Parallel oder Reihe?

Lautsprecherbau und -tuning

Beitragvon modmix » 17.08.2017, 22:32

Hallo Josh,

Dein Plan scheint mit zu unterstellen, daß einzelne Geräte genau eine Funktion und vor allem keine "Nebeneffekte" haben - das ist leider nur in 0-ter Näherung eine angemessene Sichtweise.

Ein idealer (Trenn)-Transformator transformiert die Impedanz am Eingang an den Ausgang - das Resonanzthema bleibt also (wenigstens in der Tendenz).

Ein realer Trenntrafo ist nicht gleich Trenntrafo - für hohe Frequenzen (der Störungen) sind die Kapazitäten zwischen Primär- und Sekundärwicklung wichtig; ein oder zwei Schirme helfen, diesen Weg für die Störungen weniger attraktiv zu machen.
Ein realer Trenntrafo ist natürlich auch ein Widerstand - selten, daß der in der Netzleitung gut tut.
Ein realer Trenntrafo erzeugt aufgrund der nichtlinearen Magnetisierungskurve Oberwellen - selten, daß die dem Klang gut tun.
usw.

Natürlich kann Dein Vorschlag auch funktionieren - nur erlaube mir bitte, ihn gruselig zu finden...

Ein guter, großzüg dimensionierter Trenntrafo ist mein Ansatz - z.B. ein > 500VA Topaz für einen 50VA Verbraucher; die Topaze haben kleinste Kapazitäten zwischen beiden Seiten und damit eine enorme Störunterdrückung (~140dB Gleichtakt); ein passendes C auf der Sekundärseite reduziert die Gegentaktstörungen weiter.

hth
Ulli
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Beitragvon Hans-Martin » 17.08.2017, 23:46

modmix hat geschrieben:Ein guter, großzüg dimensionierter Trenntrafo ist mein Ansatz - z.B. ein > 500VA Topaz für einen 50VA Verbraucher; die Topaze haben kleinste Kapazitäten zwischen beiden Seiten und damit eine enorme Störunterdrückung (~140dB Gleichtakt); ein passendes C auf der Sekundärseite reduziert die Gegentaktstörungen weiter.
Hallo Ulli, Josh,
das deckt sich mit meinen Erfahrungen, speziell auch die vielfache Überdimensionierung des Trenntrafos gegenüber dem Verbraucher.
Parallel zu solchen Überlegungen darf man sich fragen, warum Hersteller von Digitalgeräten (CD-Player, DACs, Streamer, Digitaltuner, etc.) nach wie vor Ringkerntrafos einsetzen, die ja für besonders geringe Entkopplung von Primär- und Sekundärwicklung bekannt sind, was die schädlichen Netzoberwellen und HF-Störungen einkoppelt.
Ebenso fragwürdig ist die Praxis der Ableitung der Netzstörungen bei Netzfiltern vor Schaltnetzteilen zu Versorgungsspannungs-0, also zur Signalmasse.
Ein sauber symmetrierender Trenntrafo kann da helfen, vorausgesetzt, die Y-Kondensatoren in der Filterstufe sind auch beide wirklich gleichgroß, engtoleriert - möglichst innerhalb 1%.

Ich würde nicht davor zurückschrecken, schlechtes Netzteildesign auf bewährte Grundsätze zurückzuführen: Netzfilter mit Y-Kondensatoren sind auf Schutzerde zu symmetrieren. Die Chance zur Netzentkopplung liegt in der geringen Kopplungskapazität des kleinen Übertragers, der zum Ausgleich mit hoher Taktung angesteuert wird.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Hornguru » 18.08.2017, 00:01

Nabend. Danke für eure Beiträge.

Habe es heute mit Ralf ausgetüftelt.
Er meint die Thel sind ein Witz. Trivialste standardtechnik im Preis total überzogen.
Problem auch dass die Resonanzen schon zwischen Filter und Gerät entstehen.
Außerdem wirken sie nur wenn sie Störungen gegen Erde ableiten können.
Dazu muss man aber eine haben. Und dann haben wir wieder unser Potential auf dem Signalkabel.
So wird das nichts.

Neuer Masterplan:
Die großen Trafos bleiben (2500va etc), der Furman sei ordentlich darf auch bleiben (nachdem die schlechten Kontakte verlötet wurden), und die Geräte werden einzeln an der Kaskadierten Kette versorgt.
Kapazitive Kopplung derzeit ca 37pF.
Einzig die Spannungsspitzen der Trafos, Leerlauf, Netz, und Stecker ziehen, die noch ein bischen am Furman durchmogeln sollen über Varistoren abgeleitet werden.
Erde wird es nicht geben. Nirgens.
Und die Dioden diverser alter Geräte sollten ausgetauscht werden.

Dann sollte alles in Butter sein.

Gruß
Josh
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